Wer kennt "natural hoof care"?

Ratschläge rund ums Thema Gesundheit - die allerdings keinen Tierarzt ersetzen!

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FoxOnTheRun
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Beitrag von FoxOnTheRun »

-Anja- hat geschrieben: Wülste wurden selektiv entfernt - einige werden wohl noch benötigt. Bröckelhorn wurde ebenfalls herausgebröselt, soweit es sich gelöst hatte.
Und das ist genau der Mittelweg, der meines Erachtens zum Erfolg führt. In der Umstellungsphase braucht das Pferd die Wülste, aber ein Wildwuchs dieser ist extrem Kontraproduktiv, siehe die Berichte von belfigor. Das richtige Mittelmaß zu finden braucht aber wahrscheinlich auch ein gewisses Maß an Erfahrung und Einfühlungsvermögen.
LG Foxi
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Wer Frauen ohne Fehler sucht und Pferde ohne Mängel, der hat nie ein gutes Pferd im Stall und im Bett nie einen Engel.
lilalu
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Beitrag von lilalu »

Ich hab mich hier etwas durchgelesen und ich finde es toll, dass viele Leute hinterfragen, was sie sehen, aber gleichzeitig finde ich es traurig für die Leute, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, ich habe selber Pferde, die Barhuf gehen ... ich hab auch experimentiert ... mit vielen Methoden was zu gesundheitlichen Schäden an meinen Pferden geführt hat ... und weil ich meine Pferde sehr liebe, habe mich mit der Materie selbst beschäftigt und ich kann sagen, ich habs geschafft meine Pferde wieder lahmfrei zu bekommen. Tja jezt stellt sich die Frage: Welche methode ist die richtige? Der Hufschmied, der den Huf so schneidet wie für beschlagen? Die Strasser, die die Wölbung zurechtschneiden und die Trachten kürzen? NHC, die nach Wildpferde ausschneiden? Huforthopäden ... da gibts auch 2 verschiedene: DHG oder Difho... tja und da steht der arme Pferdebesitzer da und fragt sich was ist das beste für sein Pferd ... ich sag immer, der Hufbearbeiter ist so gut wie sein Verstand ... es gibt viele Methoden aber die Hufe sind so einzigartig das nicht bei allen Hufen eine Methode funktionieren kann ... z.B. ein steilwandiger Huf, also auch mit steiler Dessel ... der kann z.B. mit NHC super klar kommen ... ein flach gefesseltes Pferd hat da arg ein Problem, wenn die Trachten gekürzt werden, denn dann bekommt er mehr Zug auf die tiefe Beugesehne und mit der Zeit findet man Veränderungen an der Hufrolle und den Gleichbeinen und durch die Überstreckung der Sehne ist er anfälliger für Verletzungen ...
Ich finde man soll wissen wie ein Huf funktioniert und dann kann man sich selber aussuchen, was das beste für sein eigenes Pferd ist ...

Fangen wir mit dem Thema Barhufumstellung an ...Wenn ein Pferd Eisen drauf hat, besteht Abrieb nur im Trachtenbereich, deswegen haben viele Pferde untergeschobene Trachten oder stehen viel zu flach. Das schlimmste was man machen kann, ist die Eisen runter zu nehmen und nichts an den Hufen zu machen (wie es viele Hufschmiede machen) weil nähmlich (schaut euch das mal an bei Gelegenheit) wenn man eisen runter nimmt, meist die Zehenwand sehr breit ist (vorausgesetzt er ist nicht komplett runtergeraspelt ... (wie bei manch zu flach stehenden Pferden gemacht wird, weil dann sieht es optisch schöner aus und der Schmied ist der Held)) ...und der Trachtenbereich ist hauchdünn...das heisst in 1 Tag oder mehr je nach Untergrund steht das Pferd noch flacher... so dass er so einen Zug auf die tiefe Beugesehne bekommt das er ganz klamm läuft, was mit fühlichkeit verwechselt wird ... Wenn das nicht der Fall ist, warum läuft das pferd ohne Eisen fühlig...oder vlt. fühlend? ... Die Hufsohle ist der Tastsinn des Pferdes, sie ist nicht zum Tragen geiegnet, denn es ist das Sohlenhorn, dann eine Schicht hauch dünner Lederhaut, die das Horn produziert und dann kommt das Hufbein ... Auf der Hufsohle zu laufen ist wie bei uns Menschen auf den Knien zu laufen (ein wulst wie ein Stein im Schuh) ... ein richtiges Barhufpferd läuft auf der Tragwand, die eine Fläche von 1,2 qm pro Huf hat, wenn man es auseinander nimmt, das zu erreichen ist ein langer Weg denn die Lederhäute produzieren Horn angepasst an die Reize von außen, d.h. wird das Pferd nur auf weichen Böden gehalten und geritten wird es niiiiieeeee auf hartem Boden laufen können...ein Pferd, das Eisen drauf hatte, kennt keine Reize ... erstmal, dass der Boden sich auch anders anfühlen kann, die Hornqualität ist auch nicht für solche Reize gebildet, das muss man trainieren wie einen Muskel, d.h. von anfang an (bei guter Bearbeitung vorausgesezt) auf verschiedene Böden gehen ... sei es nur 2 Minuten ... das hilft viel, würde die Tragwand wortwörtlich tragen, dann enstehen auch keine Wülste mehr in der Sohle, die enstehen nur da, wo die Sohle mittragen muss ... das doofe dabei ist nur, dass das Horn von oben nach unten wächst und das etwas Zeit erfordert ... dann kommen noch evtl. Fehlstellungen dazu, die korrigiert werden müssen ... klar kann man nicht alles auf einmal machen aber je unproblematischer der Huf, umso schneller die Umstellung.
Urdidor
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Beitrag von Urdidor »

Hey,
da hat jemand Ahnung! Super erklärt lilalu. Hätte ich auch nicht viel besser gekonnt. Ich selbst bin Huforthopädin der DHG und rede mir auch öfters den Mund fusselig, dass der Tragrand nicht umsonst TRAGrand heißt, nicht weil man ihn wegschneidet und das Pferd auf der Sohle laufen lässt.
Freut mich, mal so tolle Worte von jemanden unvorhereingenommenen (schweres Wort ;o)) zu hören.

LG Sylvia :)
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Baruch Spinoza
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-Anja-
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Beitrag von -Anja- »

Bezüglich Tragrand kann ich ein ganz klares ' es kommt drauf an...' beisteuern: mit fein angeschnitztem Tragrand und entwulsteter Sohle (DIfHO-Bearbeitung) lief mein Pferd zum Schluss gar nicht mehr - nicht mal auf ebenem Boden, Wiese oder Sand. Mit einem Tragrand kaum über Sohlenniveau, wo noch ca. 1cm der benachbarten Sohle mitträgt (NHC-Bearbeitung), läuft das Pferd zum ersten Mal in seinem Leben auch über uneben-festen Boden, ohne mit der Wimper zu zucken.

Richtig ist, was für's Pferd funktioniert. Und das hängt wiederum auch maßgeblich vom Bearbeiter vor Ort ab. Alles andere ist nur graue Theorie. Die man natürlich nicht vernachlässigen sollte, von der man sich aber auch nichts kaufen kann, wenn sie sich in der Praxis als nicht funktionell erweist :P
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unicorn
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Beitrag von unicorn »

-Anja- hat geschrieben:Bezüglich Tragrand kann ich ein ganz klares ' es kommt drauf an...' beisteuern: mit fein angeschnitztem Tragrand und entwulsteter Sohle (DIfHO-Bearbeitung) lief mein Pferd zum Schluss gar nicht mehr - nicht mal auf ebenem Boden, Wiese oder Sand. Mit einem Tragrand kaum über Sohlenniveau, wo noch ca. 1cm der benachbarten Sohle mitträgt (NHC-Bearbeitung), läuft das Pferd zum ersten Mal in seinem Leben auch über uneben-festen Boden, ohne mit der Wimper zu zucken.

Richtig ist, was für's Pferd funktioniert. Und das hängt wiederum auch maßgeblich vom Bearbeiter vor Ort ab. Alles andere ist nur graue Theorie. Die man natürlich nicht vernachlässigen sollte, von der man sich aber auch nichts kaufen kann, wenn sie sich in der Praxis als nicht funktionell erweist :P
Da kann ich nur unterschreiben.

Zum Thema Tragrandüberstand oder nicht gibt es übrigends hier sehr interesanntes nachzulesen (ich hoffe das darf ich hier verlinken) :
http://www.wege-zum-pferd.de/forum/show ... hp?t=10881
Belfigor
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Beitrag von Belfigor »

Das wirklich bemerkenswerte ist doch, dass diese ganzen Ausschneidemethoden, -techniken, bei einem Pferd funktionieren, beim anderen nicht. Da macht ein Hufbearbeiter nach der selben Methode verschiedene Pferde und das eine Pferd kommt wunderbar damit klar, läuft, und das andere Pferd kommt mit dem selben Hufbearbeiter, der gleichen Ausschneidetechnik-/Methode überhaupt nicht klar, entwickelt zunehmend Probleme.

Das ist es, was mir so zu denken gibt! Gibt es überhaupt eine richtige Methode? Oder gibt es nur Hufbearbeiter und Ausschneidetechniken, die zu den jeweiligen Voraussetzungen eines Hufes passen?

Wie kann es sein, dass ein Pferd (stellvertretend für wahrscheinlich diverse andere) von einem Hufbearbeiter ausgeschnitten wird und supergut damit läuft, sich die Hufe zusehends verbessern, Stellungen korrigiert werden etc.pp. und der selbe Hufbearbeiter beim nächsten Pferd (stellvertretend für wieder andere) eine zusehende Verschlechterung hervorruft?

Zum Biernatlink:
Ich habe den auch gelesen, mich dann trotzdem (zunächst) für NHC entschieden, dachte mir ebenfalls, dass es ganz schön hart und "unverschämt" ist, über eine Methode so "herzuziehen", mußte aber dann nach 1,5 Jahren NHC feststellen, dass es exakt zu den Problemen kam, die Herr Biernat beschrieb (und das gleich bei mehreren Pferden, die nach NHC getrimmt wurden).
"Die Wahrheit kann man nicht verbrennen, denn sie ist das Feuer."
lilalu
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Beitrag von lilalu »

[quote="-Anja-"]Bezüglich Tragrand kann ich ein ganz klares ' es kommt drauf an...' beisteuern: mit fein angeschnitztem Tragrand und entwulsteter Sohle (DIfHO-Bearbeitung) lief mein Pferd zum Schluss gar nicht mehr - nicht mal auf ebenem Boden, Wiese oder Sand. Mit einem Tragrand kaum über Sohlenniveau, wo noch ca. 1cm der benachbarten Sohle mitträgt (NHC-Bearbeitung), läuft das Pferd zum ersten Mal in seinem Leben auch über uneben-festen Boden, ohne mit der Wimper zu zucken.

Richtig ist, was für's Pferd funktioniert. Und das hängt wiederum auch maßgeblich vom Bearbeiter vor Ort ab. Alles andere ist nur graue Theorie. Die man natürlich nicht vernachlässigen sollte, von der man sich aber auch nichts kaufen kann, wenn sie sich in der Praxis als nicht funktionell erweist :P[/quote]

Da sag ich nochmal es liegt mehr an Bearbeiter als an die Methode... Biernat ist nich so ein Freund von Tragrand herstellen und Sohle sauber schneiden wie leider viele DHG u auch manche Difho HO machen, der Tragrand kommt von alleine wenn der Huf richtig bearbeitet wird.

Bezüglich NHC link... ich finde der Biernat sich hat geäussert mit das was er gesehen hat, er hat als Beispiel die Pferde genommen die nach der NHC geschnitten wurden und dann bei ihm in der Reha gelandet sind, so viel ich weis ist NHC doch bissl anders als wie es meist umgesezt wird, in mein Umfeld kenne ich nur Pferde die viel zu flach stehen, die ständig Osteo, chiro und tierphysioterapeuten zum besuch haben, die ständig sich wiedersetzen, die mit alle 4 den boden schleifen, das die nicht ohne schuhe ausser auf dem platz u wiese laufen können, ich würde mich freuen wenn jemand ein guter NHC bearbeiter hat wenn er paar fotos von den Hufen seines Pferdes einstellt um mich u die anderen zu überzeugen das es auch anders geht.
Belfigor
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Beitrag von Belfigor »

@Lilalu, bin schon mal wieder fasziniert: genau so wie du beschreibst, läuft das bei den bei uns am Stall verbliebenen NHC-Pferden: da ist dauernd der Physio/Osteo am Werk, (was mir durchaus zu denken gibt)...

Auch mein Pferd hat sich übrigens gegen die Hufbearbeitung nach NHC zur Wehr gesetzt: es hat während der Bearbeitung immer die Beine weggezogen, war zuletzt kaum mehr auszuschneiden...

Wer hat die hier in D praktizierenden NHC-Hufbearbeiter ausgebildet (und was haben diese AUsbilder für Ausbildungen)? Das ist für mich auch eine große Frage!
Zuletzt geändert von Belfigor am Do, 12. Apr 2012 18:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Finchen
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Beitrag von Finchen »

Belfigor hat geschrieben:Das wirklich bemerkenswerte ist doch, dass diese ganzen Ausschneidemethoden, -techniken, bei einem Pferd funktionieren, beim anderen nicht. Da macht ein Hufbearbeiter nach der selben Methode verschiedene Pferde und das eine Pferd kommt wunderbar damit klar, läuft, und das andere Pferd kommt mit dem selben Hufbearbeiter, der gleichen Ausschneidetechnik-/Methode überhaupt nicht klar, entwickelt zunehmend Probleme.

Das ist es, was mir so zu denken gibt! Gibt es überhaupt eine richtige Methode? Oder gibt es nur Hufbearbeiter und Ausschneidetechniken, die zu den jeweiligen Voraussetzungen eines Hufes passen?

Wie kann es sein, dass ein Pferd (stellvertretend für wahrscheinlich diverse andere) von einem Hufbearbeiter ausgeschnitten wird und supergut damit läuft, sich die Hufe zusehends verbessern, Stellungen korrigiert werden etc.pp. und der selbe Hufbearbeiter beim nächsten Pferd (stellvertretend für wieder andere) eine zusehende Verschlechterung hervorruft?
Du sprichst einiges an, was ich immer wieder behaupte:
der gute Blick des Behandlers auf das jeweilige Pferd bzw den jeweiligen Huf, die Unterschiede auch innerhalb der einzelnen und der Vergleich der unterschiedlichen Methoden und das Berücksichtigen des gesamten Bewegungsapparates und -ablaufs sowie der Haltungsbedingungen, Reitanforderung etc. müssen immer zusammen in einen Topf geworfen werden, sonst kann es nicht individuell funktionieren!

Hier werden drei Pferde von einem ehemaligen (vor 12 Jahren beendet, danach nur noch 2 Fortbildungen, dann "ausgestiegen") Strasser-Pfleger gemacht, der inzwischen soviel in andere Richtungen geschaut hat, dass er gut kombinieren und anpassen kann. Alle drei Pferde sehen huftechnisch nicht aus wie vom gleichen Behandler ausgeschnitten. Und bei allen funktioniert es - obwohl sie alle die gleichen Haltungsbedingungen haben, aber in anderen Punkten eben individuell sind!

Zu NHC:
ich gebe immer zu bedenken, dass "natürlich" nicht wirklich funktionieren kann, da die Rahmenbedingungen (Haltung, Ernährung, Bewegung... ) nicht im Ansatz natürlich sind.
Auch wenn die Bearbeitung dann alle 4-8 Wochen die natürliche Hufform simuliert findet in der gesamten Zeit dazwischen eben nicht das statt, was bei ganz natürlicher Haltung geschehen würde mit den Hufen.

Zumal:
WELCHE Haltung und entsprechend WELCHE Hufform wäre denn die richtige? Nicht umsonst kommen Beobachter von Hufen weitestegehend natürlich lebender Pferde zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. :wink:
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Finchen
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Beitrag von Finchen »

P.S. wenn die NHC-behandelten Pferde regelmäßig Osteos/Physios brauchen, die aber nicht darauf hinweisen, dass die Hufe eine Ursache sind/sein können, dann macht nicht nur der Hufbehandler seinen Job nicht gut! :wink:
lilalu
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Beitrag von lilalu »

[quote="Finchen"]P.S. wenn die NHC-behandelten Pferde regelmäßig Osteos/Physios brauchen, die aber nicht darauf hinweisen, dass die Hufe eine Ursache sind/sein können, dann macht nicht nur der Hufbehandler seinen Job nicht gut! :wink:[/quote]

da kann man so nicht sagen, denn bei viele endet die ausbildung am kronrand....oder es wird gesagt der huf muss 45° haben...was schon wieder nicht bei alle funktioniert....und ich kenne viele pferdephysio die pferde haben mit hufe wo ich denke .... hilfe!!!

Jeder huf ist einzigartig und so muss man jeder huf neu befunden und dementprechen bearbeiten, man muss ja auch bereit zu sein dazu zu lernen (weil als alles könner ist keiner auf die welt gekommen) und auch bereit zu sein aus seine fehler zu lernen, denn es kann immer ein fehler passieren, mal da bissl zu viel geraspelt oder geschnitten und schon läuft das pferd fühlig...für mich ist ein guter bearbeiter der der sich wirklich mit der thema befasst und die bearbeitung an das pferd anpasst, vieles auch hinterfragt, auf eine zusammenarbeit mit der besitzer besteht, der sich ständig weiter bildet und der der immer zu erreichen ist...
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Beitrag von Finchen »

lilalu hat geschrieben:
Finchen hat geschrieben:P.S. wenn die NHC-behandelten Pferde regelmäßig Osteos/Physios brauchen, die aber nicht darauf hinweisen, dass die Hufe eine Ursache sind/sein können, dann macht nicht nur der Hufbehandler seinen Job nicht gut! :wink:
da kann man so nicht sagen, denn bei viele endet die ausbildung am kronrand....oder es wird gesagt der huf muss 45° haben...was schon wieder nicht bei alle funktioniert....und ich kenne viele pferdephysio die pferde haben mit hufe wo ich denke .... hilfe!!!

Jeder huf ist einzigartig und so muss man jeder huf neu befunden und dementprechen bearbeiten, man muss ja auch bereit zu sein dazu zu lernen (weil als alles könner ist keiner auf die welt gekommen) und auch bereit zu sein aus seine fehler zu lernen, denn es kann immer ein fehler passieren, mal da bissl zu viel geraspelt oder geschnitten und schon läuft das pferd fühlig...für mich ist ein guter bearbeiter der der sich wirklich mit der thema befasst und die bearbeitung an das pferd anpasst, vieles auch hinterfragt, auf eine zusammenarbeit mit der besitzer besteht, der sich ständig weiter bildet und der der immer zu erreichen ist...
Sag ich ja...

und

Sag ich ja...

:lol:

Die Physios MÜSSEN die Hufe berücksichtigen, da fängt nunmal der Bewegungsapparat an und da wird Einfluß auf den Rest genommen!

Und eben: individuell angepaßt, das meinte ich ja. :wink:
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Beitrag von kala12 »

Hi,

eine Barhufbearbeiterin hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß (anscheinend) ziemliche Unterschiede zwischen der Arbeit von Pete Ramey und Jamie Jackson bestehen. Jackson eher stark winkelabhängig (Strasser-Orientiert?), Ramey´s Grundsatz: Das Pferd muß nach der Korrektur mindestens genauso gut (oder besser) gehen als vorher. Also, wenn ich es richtig durchschaue, zwar ähnliche Idealvorstellungen vom Huf, aber eben Berücksichtigung dessen, womit ein Pferd gut laufen kann (ich hab´das Buch von Pete Ramey, wo er auch beschreibt, wie er gelernt hat, was in einzelnen Fällen nicht geht - vom Pferd bzw. dessen Gangverhalten. (Wie gesagt, kenne beide nicht persönlich und weiß nicht, wie stark die Unterschiede wirklich sind oder ob einfach irgendwelche Aussagen falsch angekommen sind.)

Viele Grüße

Carola
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Beitrag von Belfigor »

Das mit den Unterschieden zwischen Jackons und Ramey habe ich so wie du, Carola, das schreibst auch gehört.

Wie ich ja schon mal schrieb, denke ich nach wie vor, dass es in Deutschland einfach kaum NHCler gibt, die wirklich von jemandem wie Ramey ausgebildet wurden; die meisten orientieren sich wohl eher am Wissen aus den Büchern oder der hp von Ariena Reaves.

Erinnert mich an einen Satz von Branderup, zum Thema "lernen aus Büchern": "Das theoretische Pferd gibt es nicht."

Eine Bekannte von mir war in USA auf einem großen Pferdebetrieb, dort wurden alle Pferde auf die Methode nach NHC umgestellt; diese berichtete mir, dass alle Pferde dort - binnen drei Monaten - über den übelsten Schotter gelaufen seien, in allen Gangarten... Dieser Bericht war damals auch ausschlaggebend, weshalb ich auf NHC vertraut habe... Hat aber nicht funktioniert.

Freilich wäre es interessant zu wissen, was die Amerikaner hier anders machen bzw. anders machen würden, oder ob mein Pferd (und ein paar andere, die ich kenne), die berühmten Ausnahmen sind...
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Beitrag von FoxOnTheRun »

Ich sehe das ähnlich, wie ihr.

Und die Hauptursache, daß NHC hier in Deutschland nicht funktioniert ist zum einen, daß es kaum richtig gut ausgebildete NHCler gibt und zum anderen, daß es bei unseren Bodenverhältnissen einfach auch sehr schwer umzusetzen ist, da man dem Huf die Reize, damit es funktioniert einfach nicht bieten kann.

Die Bodenverhältnisse werden von manchen mit Jacksons Paddock Paradise Konzept nachgebildet, angeblich funktioniert es da. Aber auch das ist bei uns einfach noch relativ neu, daß Langzeit-Erfahrungswerte fehlen.
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