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Slow-feeder/Heurationierer

 
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Jen
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BeitragVerfasst am: Sa, 04. Apr 2015 17:23    Titel: Slow-feeder/Heurationierer Antworten mit Zitat

Hallo

Ich würde gerne euer geballtes Wissen und vor allem eure Erfahrungen anzapfen: was hat sich bisher am Besten bewährt um euren Dickerchen eine möglichst 24h Heufütterung zu ermöglichen.

Folgendes interessiert mich:

- Robustheit der Ausführung/Haltbarkeit
- Abnutzung der Zähne
- Kopfhaltung beim Fressen
- Einfachheit in der Handhabung/ Befüllung
- Sicherheit für die Pferde

Kennt jemand diese, sind sie zu empfehlen?

http://www.heutoy.de
http://thehaypillow.com

Nutzt jemand einen Heuautomaten, ev sogar mit Zeitschaltuhr?

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Liebe Grüesslis, Jen
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Das Maul des Pferdes ist kein Bremspedal! Martin Plewa
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-Tanja-
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BeitragVerfasst am: Sa, 04. Apr 2015 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Jen,

der Heutoy ist prima und nur zu empfehlen. Kurti hat ihn schon diverse Male abgebaut (ich hatte anfangs nicht den mitgelieferten Karabiner mit Sicherheitsverschluß verwendet), durch den Paddock geschleift und ist darauf herumgestiefelt. Shocked Das Teil ist unkaputtbar, splittert nicht läßt sich prima befüllen. Ich hab ihn freihängend bei uns baumeln.

Ich habe eine andere Art vom Hay Bag in Benutzung (kam aus Holland, guck mal hier: http://www.pfinzgauranch.de/die-pfinzgauranch/f%C3%BCtterung/ ), das nun zwischenzeitlich sehr zerfleddert aussieht (die Nähte von den Rastern haben sich gelöst), aber immer noch seinen Zweck erfüllt (ich habs derzeit allerdings nicht in Benutzung).

Ansonsten haben wir ja die normalen Heunetze an der Wand als Großraumnetz oder als Beutel hängen oder in der Rundraufe festgebunden.

Toll ist auch unsere Heukiste, bei der ein Rahmen je nach Leerfraß mit runterrutscht (Bilder s. hier: http://www.pfinzgauranch.de/news/archiv-stall-blog/september-2014/ ). Das kann man auch leicht nach- und selber bauen, ist sehr einfach zu befüllen.

Insgesamt würde ich bei Heunetzen auf sehr gute Quali achten. Man bekommt zwar zwischenzeitlich auch sehr günstige, aber die haben bei uns nie sonderlich lange gehalten. Ich kaufe seither Heunetze nur noch bei Loewer.

Bei uns ist in den gut 12 oder 13 Jahren mit Heunetzen nie was passiert; unsere Pferde sind ja allerdings auch nicht beschlagen. Beim Fressen wäre mir noch nichts aufgefallen, die Fresshaltung ist ok, beim jährlichen Osteo-und Zahnarzt-Check war diesbezüglich noch nie ein Befund da.

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lg, Tanja

Reiten ist nicht weiter schwierig, solange man nichts davon versteht.
Aus: "Vollendete Reitkunst", Dr. Udo Bürger, 1959
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Finchen
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BeitragVerfasst am: Sa, 04. Apr 2015 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann nur zu Netzen und Raufe berichten, beides langjährig und parallel genutzt.

Netze mit kleiner Masche, selbst bei dem Noriker gehen die 3x3 cm, wobei ich nicht mit einer so kleinen Masche beginnen würde, sondern das Fressen aus Netzen erst ein wenig erleichtern für den Anfang. Wenn die Pferde geübter sind geht das dann viel besser.

Qualität: ich und eine vielnutzende Freundin haben von Beginn ein die von Loewer und sind top zufrieden, unkaputtbar, außer Socke beißt tatsächlich gezielt Maschen auf für größeren Zugang. Rolling Eyes Da ist sie aber bis jetzt die einzige, die sowas gemacht hat, selbst die verspielten jungen Wallache hatten diesen Ansatz noch nie.

Raufe: bei uns mit einem festen Gitter oben drauf, früher eine Baustahlmatte zurecht geschnitten, jetzt ein Stück eines Doppelstabmattenzaunelements (was für ein Wort). An den langen Seiten jeweils ein dünnes Kantholz aufgesetzt, damit keine Verletzungsgefahr an den Spitzen besteht.
In der Raufe ca. auf mittlerer Höhe befestigte Ketten mit Karabiner an 2 diagonalen Pfosten sorgen dafür, dass das Gitter von uns heraus gehoben werden kann, aber nicht von dem spielenden Noriker.
Kurz gab es Befürchtungen, dass das enge Gitter nicht gut für die Zähne ist, nach nun 4 Jahren Nutzung zeigt sich, dass die Sorge unberechtigt war. Die Zahnärztin unseres Vertrauens sagt sie hat noch bei keinem Pferd Probleme an den Zähnen wegen so einem Gitter erlebt.

Wichtig bei Netzen finde ich bei beschlagenen Pferden Anbringung so hoch, dass auch ein nach anderen Pferden tretendes Pferd nicht ran kommen kann. Sonst Aufhängung so, dass sich nicht Hufe oder Kopf in den Aufhängeseilen verfangen können.

Netze in einer Raufe sind daher praktisch.

Bei der Raufe ist wichtig, dass der Rand nicht zu hoch ist, weil sonst die Pferde nicht mit leichter Schrittweite davor stehen können um bis unten fressen zu können.

Unsere aktuelle ist auf großen Möbelrollen montiert, daher ist der Boden etwas höher, zudem kann man sonst die Seiten schräg machen, wenn die Raufe vor einer Wand steht (nur dann kann die gegenüberliegende Wand ja nach unten weiter nach Außen gehen - sonst klemmt das Gitter unten oder ist oben zu klein für die Fläche Wink ),

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"Das Herz mit dem Verstand begreifen zu wollen, ist so ähnlich, wie mit den Ohren sehen zu wollen." Safi Nidiaye
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Jen
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BeitragVerfasst am: Sa, 04. Apr 2015 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr gut, genau solche Erfahrungsberichte hatte ich mir erhofft. Tanja, wie habt ihr den Rahmen nun befestigt/beschwert, dass Kurti ihn nicht abdecken kann?
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gimlinchen
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BeitragVerfasst am: So, 05. Apr 2015 05:48    Titel: Antworten mit Zitat

ich habe sowohl das heutoy als auch das hay pillow. letzteres finde ich großartig!! bin fan. geht allerdings nur, wenn man keine eisen auf dem pferd hat. luke hat leider eisen.
er liebt sein heutoy udn frisst daraus am liebsten. er hat auch eine festeingebaute raufe in der box und ich baue ihm auhc meist noch ein kleines netz auf seinen boxenpaddock und manchmal, wenn ich zeitlich passend bin, lasse ich ihn vom boden fressen. heutoy finde ich klasse, ehrlichgesagt.

hay pillow wäre absolut mein favorit, wenn wir keine eisen hätten
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Trissa
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BeitragVerfasst am: So, 05. Apr 2015 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte Heunetze (Loewers) und war bei dem Isländer immer sehr zufrieden mit der reduzierten Fressgeschwindigkeit. "War" deshalb, weil er mit ECS zum mäkeligen Fresser wurde und mit seinen 25 Jahren auch insgesamt langsamer frisst, d.h., er bekommt zur Zeit sein rationiertes Heu offen und hat bei zwei Fütterungen am Tag immer noch was übrig.

Der Iberer war sehr viel geschickter - und schneller fertig mit seinen neun Kilo Heu (4 früh, 5 nachts). Außerdem war er viel ungeduldiger und hat sein Heunetz immer mit dem Maul gepackt und wild auf und ab geschüttelt, damit was rausfällt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob er sich dabei nicht manchmal die Hinterhauptswirbel strapaziert hat. Jedenfalls hatte er trotz Heunetzen längere Karenzzeiten als sechs Stunden, neigte zu Blähungen und war zur Futterzeit bzw. davor oft "ungehalten" zu dem Isländer.

Lange habe ich mit einem Futterautomaten mit Zeitschaltuhr geliebäugelt. Seit Anfang des Jahres ist mein gebrauchter Glückskauf in Betrieb und ich wollte für dieses Pferd nie mehr etwas anderes. Mío bekommt sechs mal Futter in 24 Stunden, das er sich zwischen Stäben herausholen muss. Er hat vermutlich ähnliche Gesamt-Fresszeiten wie vorher, aber keine langen Fresspausen mehr. Der Blähbauch ist verschwunden und er ist insgesamt beim Thema Heu/Fütterzeit des Isis völlig gelassen und entspannt.

Auch für mich als Selbstversorger hat sich der Alltag dadurch ein ganzes Stück entspannt. Ich wollte den Automaten nicht mehr missen.

Es handelt sich um einen Holzschrank mit fünf "Regalböden", die beim Befüllen eingehängt werden und zur eingestellten Zeit nach unten fallen. Die sechste Fütterung wird beim Befüllen des Schranks direkt vorgelegt. Leider wird dieser Automat so nicht mehr hergestellt. Die, die es im Handel gibt, sind nochmal ein ganzes Stück teurer. Ich finde, dass es sich trotzdem lohnt.

Im Biomechanik-Forum biomechanik-pferd.forumprofi.de gibt es eine ausführliche Box zum Thema, da kannst du dich vielleicht auch nochmal schlau machen. Jemand hat sich einen Automaten wie oben von einem Bastler bauen lassen, eine andere Userin hat sich einen Automaten mit Rollo gebaut.

Im Töltknoten (sehr informatives, gute gemachtes Internet-Magazin) gab es kürzlich einen interessanten Artikel, wie man vorbereitete Heunetze zeitschaltuhr gesteuert von der Decke fallen lassen kann.
http://www.toeltknoten.de/pdf/Heunetz_oben-KL_01214.pdf

Außerdem:
http://www.toeltknoten.de/pdf/F%FCtterungsoptimierung%20mit%20System-Diehn-09%2010.pdf

http://www.toeltknoten.de/pdf/Test%20Little%20Bit-%20Diehn%2002%2012.pdf

http://www.toeltknoten.de/pdf/Die%20elektrischen%20Stallhelfer-Diehn%2011.11.pdf

Und noch ein paar mehr Artikel zu dem Thema. Wink

Liebe Grüße,
Eva


PS: Weiterer Nachteil beim Heunetz war, dass Mio es sich auf den Futtertrog gelegt hat, also in viel zu hoher Haltung fraß. Ich habe mir lange nichts dabei gedacht, bis mich eine Physiotherapeutin darauf aufmerksam macht. Seit er vom Boden frisst, merke ich das beim Reiten positiv. Am Heuautomaten muss er den Kopf zum Zupfen ziemlich verdrehen, dabei habe ich aber noch keine negativen Auswirkungen feststellen können.

Dass Heunetze bei beschlagenen Pferde Probleme machen können, wurde ja schon erwähnt.
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Jen
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BeitragVerfasst am: Mo, 06. Apr 2015 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Trissa, ich werde mich da mal durchlesen!
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