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Pferd soll abspecken - braucht jedoch mehr Energie
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oecone
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BeitragVerfasst am: Di, 21. Jun 2016 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Neues von der Rehefront.
Der Cob ist geröngt und hat einen Rehebeschlag bekommen.
Die Bilder durfte ich sehen. Das Hufbein hat sich deutlich gesenkt, aber nicht so schlimm, wie es erwartet wurde. Er läuft wieder freiwillig, aber richtig gut ist es natürlich noch nicht. Gezielte Bewegung wurde ihm aber schon verordnet.

Abgenommen hat er sehr schön! Die 4 - 5 kg Heu, gewaschen wie für ein EMS-Pferd, haben richtig was gebracht, ohne dass der Kerl groß hungern musste. Der TA meint daher, dass kein EMS-Verdacht bestünde, weil das Pony sonst nicht so gut abgenommen hätte.
Jetzt müssen noch ein paar Kilos runter, und dann gibt es wieder normales Heu. In diesem Jahr keine Weide mehr, im kommenden Jahr nur noch stundenweise.

Den Tipp mit dem Leberschutz habe ich weiter gegeben. Ich bin ganz guter Dinge, dass die Besi das auch macht.

Ich danke Euch für die vielen Tipps!

Grüßle
oecone
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Ulrike
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BeitragVerfasst am: Di, 21. Jun 2016 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist schön, das es zu einem ganz guten Ergebnis kommt!

Als wir damals Django kauften war er auch deutlich zu dick und hatte eine symptomfreie Rehe hinter sich. Die hatte der Schmied beim ausschneiden erkannt. Rö war bestens.

Er hat über ein Jahr gebraucht, um abzunehmen und bis heute hat er rationierten Weidegang. Allerdings den auch ca. 3-5 Stunden, je nacdem, wie ich Zeit habe, sie wieder reinzuholen.

Ponys müssen wirklich gut im Blick behalten werden! Dann ist der Rest kein grosses Problem.


Beste Grüße
Ulrike
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: Di, 21. Jun 2016 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Tsts, oecone, du Tierquäler Wink 4-5 kg Heu führen doch zu sofortiger Selbstzerstörung!

Wenn der eine deutliche Rehe hatte, würde ich schon davon ausgehen, dass er EMS hat, aber vielleicht (noch) keine Insulinresistenz. Trotzdem - Diät halten muss er ja eh, Vorsicht auch mit Selen-Zufütterung und zuckerhaltigem Futter. Und wenn´s geht, immer auf überständiges Gras stellen, also möglichst hohes holziges "Gras am Stiel", davon vertragen auch Ponys meist recht viel.
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oecone
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Alter: 48

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BeitragVerfasst am: Mi, 22. Jun 2016 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

@Ulrike, wenn man sich mal direkt bei den Ponyhaltern umhört, dann hatten viele Ponys schon mal den Anflug von Rehe. Man hört immer wieder von verbreiterten weißen Linien, oder, geht immer mal so klamm ... Und meist ist es so wie bei Deinem Django, dass erst der nächste Besitzer für ordentliche Futterverhältnisse sorgt.
Bei uns am Stall steht seit rund 14 Tagen ein Konik. Das Tier darf den halben Tag aufs Gras. Gestern Abend haben wir festgestellt, dass diese Stute mittlerweile dicker ist, als der Rehe-Cob. Hier bahnt sich also eine ähnliche Story an ...

@Rapunzel, mit EMS ja, aber Insulinresistenz nein, hast Du wahrscheinlich Recht.
Die Besi sagte mir gestern Abend, dass der Cob ggf. nie mehr auf die Weide darf, oder dass es ähnlich wie bei meiner Stute laufen wird. Die darf nur auf Weiden, wo vorher die Schwerfuttrigen schon mal alles abgenagt haben.
Mein Pferd ist gesund, aber extrem(st) leichtfuttrig, und darf daher nur stundenweise auf den zweiten/dritten Aufwuchs.
Und weil für mein Pferd nur rationiertes Heu und Gras zur Verfügung steht, bin ich ein Pferdequäler Wink Das siehst Du schon richtig, Rapunzel Smile

Grüßle
oecone
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Puppa99
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BeitragVerfasst am: Mi, 22. Jun 2016 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

oecone hat Folgendes geschrieben:
Die darf nur auf Weiden, wo vorher die Schwerfuttrigen schon mal alles abgenagt haben.


Achtung, das ist ein weit verbreiteter Irrglaube! Gerade abgenagte Weiden enthalten extrem viel Zucker. Wenn ich hier mal von der Facebook-Seite von Conny Röhm die Definition von Magerweide zitieren darf:
"Eine Magerweide ist eine Weide, die schon so hoch gewachsen ist, dass das Gras ausgeblüht und ausgesamt ist. Denn erst dann ist es wirklich "mager". Unabhängig von der Grassorte sind nach der Blüte und dem aussamen nun deutlich weniger Kohlenhydrate und Proteine im Halm vorhanden. Zumindest in dem Teil, der oberhalb von 10 cm zum Boden steht. Die echte Magerweide ist nicht zu verwechseln mit einer bis zum Boden, abgenagten, ungedüngten und ungepflegten Pseudo-Grünfläche des Grauens. Das dort wachsende grün ist enorm zuckerreich und zwar das ganze Jahr über. Nährstoffe wie Proteine, Spuren- und Mengenelemente sind in diesem "Aufwuchs" im Mangel. Der Boden ist ausgelaugt und kaputt. Und schön aussehen tut es auch nicht. Pferde nehmen von diesem kurzen, fieseligen Zeug deutlich mehr auf, als von langem, ligninghaltigem, gesundem, ausgeblühten Gras. Das ist der Grund, warum Pferde auf solchen Flächen meist fett, aber gleichzeitig unterernährt sind."

Dann vielleicht lieber das Pferd mit den anderen auf die Wiese lassen, aber früher wieder reinholen, falls möglich.
Bin ich froh, dass auf dem Hof, wo unsere Pferde stehen, kein Pony diese Schwierigkeiten hat. Und das trotz halbtägigen Weidegangs und Heu ad libitum tagsüber auf dem Auslauf. Abends gibt es dann nochmal zwei bis drei Scheiben Heu vom Kleinballen in der Box, die mit Stroh eingestreut ist, das geknabbert wird, und natürlich Kraft- und Mineralfutter nach Bedarf. Da haben sogar schon zwei recht übergewichtige Exemplare wieder eine gute Figur bekommen. Aber woran es jetzt liegt, dass bei dem Futterangebot die Pferde bei uns nicht fett werden und woander schon, müsste man einen Experten fragen.
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sinsa
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BeitragVerfasst am: Mi, 22. Jun 2016 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

oecone hat Folgendes geschrieben:
Fütterungsempfehlung vom TA: Vorübergehend 3 kg Heu am Tag, um das Gewicht möglichst schnell zu reduzieren.

In speziellen Fällen scheint die Empfehlung unter 1 kg/100 kg LG in Ordnung zu sein.

Grüßle
oecone



Gute Güte! Den hätte ich wohl vom Hof gejagt Shocked
Und nein! Das ist in keinem Fall "in Ordnung"
Im Falle einer Rehe ist es sogar noch schlimmer, als ohnehin schon.
Die Gründe dafür, habe ich ja schon geschrieben und bei einer Rehe liegt immer ein mindestens akut tatsächlich komplett entglittenen Stoffwechsel vor.

So traurig das jetzt für die Besitzerin ist, aber das ist ein brilliantes Beispiel für ein perfektes Zusammenspiel aus den Grenzen der medizinischen Behandlung plus Bildungsunwilligkeit und daraus folgender Inkompetenz einiger TAs.

Das Thema Fütterung sucht man im Schulungsplan für ein Tiermedizinisches Studium im übrigen vergeblich. Was, mit einem bißchen nachdenken logisch ist, da z.B. ein Vogel andere Bedürfnisse als eine Kuh oder ein Fisch hat. Es ist daher ein absoluter Glücksfall auf einen TA zu treffen, der davon auch nur den Hauch einer Ahnung hat, da er sich dieses Wissen selbstständig für seine jeweiligen Patienten erarbeiten muss. Der zweite Punkt der hier mit dazu kommt: es gibt für Rehe keine Behandlung!!!
Im Falle einer akuten Rehe sind daher alle Behandler auf reine Symptombekämpfung reduziert. In Ermangelung einer tatsächlichen Behandlungsmöglichkeit und in Anbetracht der Tatsache, dass im Verhältnis recht viele Rehepferde, selbst bei kriminellen Fütterungsempfehlungen, dennoch überleben ist das Vorgehen bei einer Rehe daher immer gleich. Das Pferd kommt auf Diät+Schmerzbehandlung+Beschlag.
Bleibt das die einzige Maßnahme, ändert sich für das Pferd allerdings gar nichts. Man spricht nicht umsonst davon, dass ein Pferd das Rehe hatte immer reheanfällig bleiben wird. Der Grund dafür ist, dass es weiterhin krank bleibt, weil dummerweise nur das reine "Übergewicht" absolut keine Ursache für eine Rehe ist.
Würde man alle zu Grunde liegenden Ursachen für die Rehe suchen und entsprechend behandeln (können) wären kein Pferd nach einer Rehe weiterhin rehegefärdet. Das aber findet in der Regel nicht statt.
Die Pferde kommen auf Diät. Dazu Schmerzmittel und so gut wie immer ein Beschlag und siehe da: sie kommen aus dem akuten Schub raus. Ken Wunder und der Mensch denkt: Pferd läuft wieder, ist also auch wieder gesund. Dem ist aber nicht so. Das Pferd ist weiterhin krank und wurde lediglich symptomfrei gemacht. Die ursächlichen Auslöser für die Rehe bleiben und die sind extrem vielfältig.
Für Rehe gilt daher: Eine Diät ist eine der wenigen Möglichkeiten die eine ganz gute Chance verspricht, das Pferd erstmal vom Eis zu holen.
Der Grund dafür ist das man damit zwei Fliegen mit einer Klappe erschlägt.
Zum einen ist eine Reduktion auf ausschließliche Gabe von
Grundfutter/ reines Heu hilfreich, um den Stoffwechsel zu helfen wieder besser in Ballance zu kommen und zum anderen ist logischerweise selbst bei einem Pferd das nicht Schneckenfett ist jedes abgenommene Kilo ein Kilo weniger, das auf den geschädigten Hufaparat einwirkt.
Aber es gilt ebenfalls: eine unangepasste Diät birgt nun noch mehr Risiken als ohnehin schon. Die Gründe dafür habe ich ebenfalls schon beschrieben: mit einer unangepassten Diät bringt man den Stoffwechsel nur noch weiter durcheinander statt ihm zu helfen. die Folge davon ist leider klar.

Die Tatsache, dass man im Verhältnis vielen Pferden mit einer Diät erstmal helfen kann bedeutet nur leider im Umkehrschluß nicht, das eine Diät hier tatsächlich eine heilsame Wirkung im Sinne einer Behandlung hätte.
Noch viel weniger bedeutet es, das eine noch strengere Diät hier in irgendeiner Art und Weise "mehr" hilft. Das Gegenteil ist der Fall.
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sinsa
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BeitragVerfasst am: Mi, 22. Jun 2016 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

oecone hat Folgendes geschrieben:
Abgenommen hat er sehr schön! Die 4 - 5 kg Heu, gewaschen wie für ein EMS-Pferd, haben richtig was gebracht, ohne dass der Kerl groß hungern musste. Der TA meint daher, dass kein EMS-Verdacht bestünde, weil das Pony sonst nicht so gut abgenommen hätte.


Über diese schmale Planke würde ich bei dieser geringen Heumenge niemals gehen!!!
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oecone
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BeitragVerfasst am: Do, 23. Jun 2016 09:30    Titel: Antworten mit Zitat

Reden wir noch über die selbe Sache, oder schon aneinander vorbei?

Dieser Welsh-Cob an unserem Stall hat eine Futterrehe. Verursacht durch das wüchsige Wetter. Das Gras auf der Koppel ist enorm schnell gewachsen. Und das ist genau jenes junge Gras, was diese irren Fructangehalte aufweist. Die pH-Verschiebung im Darm hat eine Kettenreaktion ausgelöst, deren Folge die schlechte Durchblutung der Hufe verursacht hat.
Das wurde entsprechend behandelt.

Dieser Cob ist gleichzeitig auch zu dick, aber EMS hat er nicht. Allerdings besteht eine gewisse Gefährdung, daher soll er abnehmen, und möglichst nicht wieder fett werden.

Dass die 3 kg Heu zu wenig sind, da sind wir uns alle einig. Aber 1 kg/100 kg LG Normalgewicht bei einem leichtfuttrigen Pony, welches erst mal keine Leistung erbringen muss, sind vertretbar.

Zumindest für den Rehefall, den ich hier angesprochen habe, reden wir nicht von einer Rehe aufgrund einer latenten oder akuten Stoffwechselerkrankung!

Die Grünlandbewirtschaftung haben wir bei unseren klimatischen Besonderheiten hier in der Pfalz im Griff. Nur ist das nicht mit dem Niederrhein oder der Mark Brandenburg vergleichbar. In manchen Jahren gibt es nur einen Aufwuchs. Der Rest verdorrt. Ändern könnte man das nur mit teurer Bewässerung.

Grüßle
oecone
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: Do, 23. Jun 2016 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

oecone: Das bereits hochgewachsene Gras hat keinen hohen Fruktangehalt, sondern das, was NACHwächst. Sprich, Puppa hat absolut Recht und eine bereits abgefressene Weide, die dann wieder nachschiebt, ist das Schlimmste, was man einem rehegefährdeten Pferd antun kann. Pupsegal, ob es EMS mit oder ohne IR hat oder auch "nur so" Rehe bekommen hat (was ich persönlich nicht glaube, genau wie ein Pferd nicht "nur so" eine Kolik bekommt, das sind immer viele zusammenhängende Faktoren - und egal warum, der Stoffwechsel dieses Pferdes kommt offensichtlich mit dem Futterangebot nicht klar).

Ich weiß nicht, wie eure Weiden beweidet werden, aber wenn ihr nicht gerade strikt portioniert, können die Pferde sich ja stets das Gras aussuchen, was sie am liebsten fressen, und das ist nun mal das schöne, kurze, saftige nachwachsende und nicht die holzigen "Heu am Stiel"-Stängel.
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oecone
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BeitragVerfasst am: Do, 23. Jun 2016 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

@Rapunzel, das mit dem frischen Aufwuchs ist uns bekannt, nur normalerweise gibt es den erst ab September. Es fällt vielleicht schwer zu glauben, aber bei uns wächst ohne Bewässerung vor September nichts mehr nach.
Wir haben eine Umtriebsweide mit vier Parzellen, die aber je nach Aufwuchs noch weiter unterteilt werden können. Passte bisher immer gut.

Der Fehler war folglich, das Pony bei dem wüchsigen Wetter auf der Weide zu lassen. Das war eine Entscheidung der Besi. Sie macht sich auch Vorwürfe deswegen und gibt zu, dass sie sich zu wenig Gedanken insgesamt gemacht hat.
Der Löwe ist tot. Braucht man keine Steine mehr werfen Wink

Ich merke schon, dass es unterschiedliche Auffassungen von und über die Reheursachen gibt - jetzt nur mal die Futterrehe betrachtet. Vielleicht fehlt mir, oder uns am Stall, einfach die Erfahrung damit. War in 16 Jahren am selben Stall nie ein Thema. Die übrigen 'Rehepferde/ponys' bei uns, sind alles welche, die die Rehe bereits bei den Vorbesitzern hatten.

Das mit dem überständigen, und dem nachwachsenden Gras ist nicht so einfach. Bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit kommt unter den überständigen Deckgräsern das zuckerreiche Untergras durch - auch ohne vorherige Beweidung.

Grüßle
oecone
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: Do, 23. Jun 2016 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das stimmt.

Deshalb hat sich das mit dem Portionieren ja auch so bewährt. Man hat eine exakte Kontrolle über die aufgenommene Futtermenge und der Anteil der frischen Grases ist sehr gering. Man muss allerdings 1. wirklich so wenig umstecken, dass es nur noch zum Erhalt reicht und 2. immer möglichst sofort von hinten nachrücken, damit die Pferde nicht am Aufwuchs knabbern.
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sinsa
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BeitragVerfasst am: Do, 23. Jun 2016 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

oecone hat Folgendes geschrieben:
Reden wir noch über die selbe Sache, oder schon aneinander vorbei?

Doch, doch, wir reden über die selbe Sache und hoffentlich nicht aneinader vorbei.

oecone hat Folgendes geschrieben:
Dieser Welsh-Cob an unserem Stall hat eine Futterrehe.


Futterrehe von der Weide wäre möglich, wenn nur er auf dieser Weide gewesen wäre.
Bsp. für Futterrehe: 10 Pferde fressen das Gleiche (Kohlenhydratreiche Futtter) und mind. 8 Pferde bekommen daraufhin eine Rehe. Das ist aber unwahrscheinlich. Eine reine Futterrehe ist etwas sehr seltenes.

oecone hat Folgendes geschrieben:

Dieser Cob ist gleichzeitig auch zu dick, aber EMS hat er nicht.

Das kann man nur nach Tests mit relativer Sicherheit sagen.

oecone hat Folgendes geschrieben:
Aber 1 kg/100 kg LG Normalgewicht bei einem leichtfuttrigen Pony, welches erst mal keine Leistung erbringen muss, sind vertretbar.

Definitiv nein! 1,5Kilo/100 Kilo Lebendgewicht ist das, was das PFerd braucht, damit es nicht verhungert wenn es absolut nichts tut.
Alles was man darunter fütter, ist stark Risikobehaftet. Natürlich gibt es immer wieder Menschen, die sich in solchen Fällen hinistellen und nach dem Motto handeln: "Na und? Das Pferd ist eh halb tot." und es dennoch so praktizieren. Und ja: Pferde überleben hin und wieder auch das und bei denen, die es nicht aus der Rehe wieder rausschaffen, schaut eh keiner mehr nach. Richtig oder vertretbar wird es davon dennoch nicht. Da müßte schon noch eine echte Not zusätzlich zur Rehe dazu kommen ehe ich anfange so zudenken.
Das das Pferd also bei so wenig Futter sofort deutlich abnimmt ist kein Zeichen dafür, dass kein EMS vorliegt. Gib dem Kumpel genauso wenig und der nimmt ebenso ab.
Meist nehmen die Pferde anfangs aber zum Glück gar nicht wirklich so viel ab, sondern verlieren lediglich erstmal ihren Heubauch. Dieser Umstand stimmt mich positiv, denn bei einem Pferd, das so wenig Futter bekommt und so schnell abnimmt hätte ich Angst vor der hier schon angesprochenen Hyperlipidämie.

oecone hat Folgendes geschrieben:
Zumindest für den Rehefall, den ich hier angesprochen habe, reden wir nicht von einer Rehe aufgrund einer latenten oder akuten Stoffwechselerkrankung!

Den Ablauf der akuten Stoffwechselentgleisung hast Du selber zugeordnet -->
oecone hat Folgendes geschrieben:
Die pH-Verschiebung im Darm hat eine Kettenreaktion ausgelöst, deren Folge die schlechte Durchblutung der Hufe verursacht hat.
Das wurde entsprechend behandelt.


Ob da eine latente Vorbelastung des Stoffwechsels vorhanden ist, muß im Falle von EMS gestestet werden.
Ich persönlich bin die allerletzte, die bei jedem Pferd EMS schreit, aber testen würde ich es, ehe ich mich aus dem Fenster lehne. Ebenso würde ich einen Cushingtest anstreben.

Im übrigen ist eine Hufrehe nur ein vollkommen übergelaufenes Fass oder die berühmte Spitze des Eisberges. So gut wie immer gibt es neben dem Stoffwechsel noch diverse andere Faktoren die mit reinspielen. Hufbearbeitung und sonstige Schmerzen sind da nur das naheliegendste. Das muß alles gar nichts großes oder Schlimmes sein. Hier macht es einfach die Summe des Ganzen und irgendwann ist es dann halt der eine Tropfen zuviel.

Den Besitzern kann ich nur ganz starke Nerven wünschen und das sie sich auf die Suche nach den (möglichen) Ursachen machen.


edit: Ach ja: ein EMS-Test macht allerdings aktuell keinen Sinn. Daher handelt man bei einer Rehe einfach so als läge eine EMS vor. Das ist grundsätzlich nämlich schonmal nicht falsch.

oecone hat Folgendes geschrieben:
Ich merke schon, dass es unterschiedliche Auffassungen von und über die Reheursachen gibt - jetzt nur mal die Futterrehe betrachtet. Vielleicht fehlt mir, oder uns am Stall, einfach die Erfahrung damit. War in 16 Jahren am selben Stall nie ein Thema.

Darüber kannst Du nur froh sein. Eine Rehe ist nicht nur fürs Pferd sch*** sondern auch extrem belastend für die Besitzer und das Umfeld.
Wird man damit erstmalig konfrontiert, wird man nämlich sehr schnell feststellen müssen, wie ohnmächtig man bei diesem Thema in der Realität tatsächlich ist.
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oecone
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BeitragVerfasst am: Fr, 24. Jun 2016 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Rapunzel hat Folgendes geschrieben:
Ja, das stimmt.

Deshalb hat sich das mit dem Portionieren ja auch so bewährt. Man hat eine exakte Kontrolle über die aufgenommene Futtermenge und der Anteil der frischen Grases ist sehr gering. Man muss allerdings 1. wirklich so wenig umstecken, dass es nur noch zum Erhalt reicht und 2. immer möglichst sofort von hinten nachrücken, damit die Pferde nicht am Aufwuchs knabbern.

Das macht man in grünlandarmen Regionen bei Milchkühen schon sehr lange, und ist für Pferde sicherlich auch klasse. Das ist aber extrem aufwändig! Da bekämen wir unsere Stallbesi nie hin Confused Aber das ist eine andere Geschichte...
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: Fr, 24. Jun 2016 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, das ist ein Aufwand von 5 Minuten pro Tag. Man braucht halt mehr Material, aber sooo schlimm ist das auch nicht. Wenn der SV das nicht hinkriegt, muss man es eben selbst machen. Mache ich ja auch. Alles ist besser, als dem Pferd beim nächstem Reheschub zuzuschauen.
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sinsa
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BeitragVerfasst am: Fr, 24. Jun 2016 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

@oecone wobei es bei grünlandarmen Regionen eigentlich weniger Sinn macht, da man zusätzlich zur Weide Bewegungsangebot zur Verfügung stellen muß.

Hat man außerdem seinen Hof sinnvoll eingerichtet, so dass die Pferde ab Paddock zur Weide kommen indem man lediglich ein Tor öffnet, braucht man zusätzlich einen Treibeweg, damit man die Weide unterteilen und sozusagen von hinten nach vorne beweiden lassen kann. An dem alleine scheitert es meist schon.
Steckt man von vorne nach hinten nach, hat man zwar mehr Platzangebot und spart den Treibeweg ruiniert sich aber die Weide und spätestens im nächsten Jahr hat man dann den Spaß. Zusätzlich hängen die Pferde so die meiste Zeit über auf den ohnehin schon kurzgefressenem Teil und hauen sich genau da die Zuckerbombe hinter die Kiemen womit der Ganze Aufwand für die Katz ist bzw. genau betrachtet das Gegenteil von dem bewirkt, was man wollte.
Will man es also sinnvoll machen, braucht das weiterstecken mehr Grünland.
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