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Vortrag von Herrn Dr. Heuschmann auf der Messe Partner Pferd
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chica
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BeitragVerfasst am: Di, 22. Jan 2008 11:12    Titel: Vortrag von Herrn Dr. Heuschmann auf der Messe Partner Pferd Antworten mit Zitat

Korrektes Reiten - Vortrag von Herrn Dr. Heuschmann auf der Messe Partner Pferd am 19.1.2008

Dr. Heuschmann ist Gründungsmitglied des Vereins "Xenophon e. V."

Der Vortrag sei eigentlich 2,5 Stunden lang, aber er werde ihn im "Mitteltrab" in einer Stunde abhalten, erklärte Dr. Heuschmann, als er das Rednerpult betreten hatte. Er begann mit der anatomischen Studie des Pferdekörpers: Knochen, Bänder, Muskeln. Dr. Heuschmann erklärte die Wirkung von Nacken- und Rückenband und berichtigte im Laufe des Vortrags den Irrtum, dass wir Reiter von den Rückenmuskeln "getragen" würden. Bewegungsmuskeln (Rücken- und Bauchmuskel) und die Arten der Muskeln (Strecker und Beuger) wurden anhand von Bewegungsbeispielen erklärt. Dem Publikum wurden Fragen gestellt und Heuschmann erklärte auch unter Körpereinsatz (z. B. korrekte Hankenbeugung ). Es folgten Bilder von gutem Trab und schlechten Showtrab. Es wurde demonstriert, dass durch verfrühtes "Hochholen" die diagonale Fussfolge des Pferdes gebrochen wird - etwas, was man heutzutage fast ausschliesslich zu sehen bekomme und wofür es sogar Pokale gebe. O-TON: Man gewinnt heutzutage Dressuren ohne reelle Versammlung. *Wink* Er verwies auf die "gute alte" Literatur und gab eindrücklich zu bedenken: "Warum tun wir Deutschen als das erfolgreichste Reitervolk mit langer Kultur und zahlloser auf deutsch verfügbarer Literatur DAS unseren Pferden an?"

Zum Thema Rollkur: Er beseitigte das Argument der Rollkurer, dass die Bauchmuskeln den Rücken heben; denn das ist nur in bestimmten Phasen der Fall. Durch die Überdehnung des langen Rückenmuskels wird dieser fest und somit kann er nicht mehr das tun, was er soll: sich bewegen. Getragen wird der Reiter durch das Nacken- und Rückenband, das nur durch die korrekte anatomische Dehnung seinen Zweck erfüllen kann. Wird der Hals zu tief/eng eingestellt, krümmt sich die HWS zu einem S und zieht nicht mehr am Nackenband.

Daraufhin folgten Fotobeispiele von Rollkur "ausgebildeten" Pferden und korrekter Aufrichtung. Auch O- Ton: "Dass die Richter heute behaupten, ein bissl Schweifschlagen bedeute nichts, ist Quatsch - steht der "Pinsel" oben, ist auch der Rücken fest."
Anschließend folgte ein Praxisbeispiel von einer Dame und ihrem 13-jährigen Hengst, der nur noch Pass ging. Er war zur REHA zu ihm gekommen und ging, selbst wenn man ihn aus der Box holte, Pass. Auf seinem Rücken im Lendenbereich ein fester Muskelknubbel - "so hart wie der Tisch". Die REHA bestand 2 Monate lang aus "durch den Wald Vorwärtsreiten" - so begann er langsam wieder etwas den Rücken zu bewegen und einen erkennbaren Schritt zu zeigen. Weiter konnte er aus Zeitgründen nicht ausholen.

Es folgte noch ein Beispiel von einer Dame mit einem 1,58 m Warmblut, der "der lieber Herrgott untenherum ein bissl mehr mitgegeben hat". Sie hatte einen für sich passenden Sattel auf ihr Pferd gelegt und sich dann gewundert, dass es nicht in Anlehnung ging. Hier kam der Hinweis, dass der Tierarzt bei solchen Problemen eben auch eventuelle Sattelprobleme mit einbeziehen müsse. Drücke das Keilkissen im Lendenbereich, könne man "spritzen wie man will".

Anschließend wurden noch Videos und Bilder zum Thema Zügellahmheit gezeigt. Diese Art Lahmheit gäbe es nicht, behauptete man wohl zu seinen Studienzeiten Anfang der 80er.
Praxisbeispiel: Eine Stute, von einem kräftigen Mann zusammengezurrt. Zeigte Lahmheiten vorne rechts und hinten links. Als sie Anfing zu steigen, wurde sie verkauft. Der Haustierarzt hatte sie ausdiagnostiziert und empfahl, sie einzuschläfern!! Als sie zu ihm kam, ging sie nur mit hohem Kopf in Außenstellung an der Longe und lahmte. Nach 2 Wochen vorwärts-abwärts Longieren und Reiten ging sie wieder klar. Auch hier war der feste Rücken Schuld. Leider konnte er auch hier nicht mehr erzählen.

Gut widerlegte er die Theorie von "der ist auf der Vorhand", wenn das Pferd den Hals lang hat. Wenn das Pferd hinten richtig unterfußt und der Rücken schwingt, ist es nicht auf der Vorhand! Positives Beispielfoto auf der Leinwand: Frau Beran (wenn auch verfremdet sofort erkannt Wink ) mit einem 8-jährigen Korrekturpferd in Dehnungshaltung.

Nebenbei noch die Bemerkung, man solle sich mal vorstellen, man bekomme so ein Pferd von "nem Typen aus Halle 1" (da lief gerade das Springreiten Very Happy ) zur Reha oder man "solle sich mal in Halle 1 an den Abreiteplatz stellen und den Typen beim Reiten zusehen" etc. Es war klar, in welche Richtung seine Kritik stieß. Das Publikum schmunzelte.

Mich begeisterte das Herzblut, das einen solchen Menschen dazu bewegt diese Vorträge zu halten. Denn wie er selbst erklärte, verdienen die Tierärzte ja an solchen Pferden Unmengen. Aber keiner kommt auf die Idee den Reitern beim Reiten zuzusehen, wenn die Pferde lahm gehen. Er hatte aber eine Bereiterlehre gemacht und kam eines Tages dazu bei einem "ausdiagnostizierten" lahmenden Pferd den Reiter einmal vorreiten zu lassen und anschließend selbst zu reiten. Erst dachte er, es sei Zufall, dass die Lahmheit besser wurde, wenn er die Pferde locker bekam. Nach dem 3. oder 4. Pferd verstand er, dass es ein System hatte. Die Pferde hatten nichts an den Knochen - sie waren schlicht schlecht geritten und hatten Muskelschmerzen.

Der Vortrag war gut besucht und es wurden immer mehr Leute mit der Zeit. Er lud auch jeden herzlich ein und verwies auf die "Kapillaren Zwischenräume" in den Rängen oder dem Fußboden für die "geländegängigen" 3 Mädels neben uns, die nach dem Vortrag von Fr. Barofke (Zusatzfutter - übrigens engstirnig vorgetragen) gehen wollten mit den Worten "Klassische Reitweise interessiert uns nicht" (und wir uns etwas deutlich darüber befrotzelt), sind doch geblieben und schienen am Ende verwundert aufmerksam geworden.

Da wir von dem Nachredner "gestört" wurden, bot er kurzerhand an, weitere Videos und Erklärungen am Stand von Xenophon zu zeigen! Fanden wir toll, aber unsere Begleiter wollten auch noch bespaßt werden.

Fazit: Ein echt kompetenter Horseman, der seine Möglichkeiten als bekannter, erfolgreicher Tierarzt nutzt das verrutsche deutsche Denken bzgl. des Reitens wieder zurechtzurücken. Die Vermutung liegt nahe, dass der Großteil der Vortragszuhörer bereits selber Zweifel daran hegte und sich deswegen überhaupt erst für das "korrekte Reiten" interessiert hatte. Und auch wenn mir die anatomischen Begebenheiten aus anderer Literatur bekannt waren, empfand ich diesen Vortrag als sehr lehrreich und kann auch nur sein mit ebensoviel Herzblut und Direktheit verfasstes Buch "Finger in der Wunde" empfehlen.

Autor: Kosmonova

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LG Ines
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(Noël Pierce Coward)
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kallisto
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BeitragVerfasst am: Di, 22. Jan 2008 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Kann den Artikel von Kosmonova nur unterstreichen. Ein toller, lockerer und bodenständiger Mensch, der sofort seinen Terminkalender zückt, wenn es um die Pferde "daheim" geht und Hilfe anbietet.

Was mich ehrlich schockiert hatte, war sein berichteter Fakt, dass die Osteopathie die Rollkur nicht verabscheute. Wie Kosmonova geschrieben hat, begründen sie das damit, dass die Bauchmuskulatur vorwiegend die Tragarbeit leisten würde. Der Fakt der Nackenmuskulatur wird ignoriert.

Vielleicht ergänzend dazu seine Homepage.

LG Susi
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minou
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BeitragVerfasst am: Di, 22. Jan 2008 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Kosmonova,

toller Bericht.

Ich hatte das Glück, Dr. Heuschmann mal die vollen 2,5 Stunden lang zu erleben. Danach habe ich mich noch mit ihm unterhalten.
Er ist absolut unterhaltsam und kein bißchen langweilig (ein Bayer halt).
Auf dem damaligen Vortrag waren viele Turnierreiter aus unserer Region.
Habe aber leider festgestellt (als Zuschauerin unserer ländl. Turniere), daß keiner was dazu gelernt hat. Das ist so traurig.

Wer die Gelegenheit hat ihn "live" zu sehen, sollte die unbedingt nutzen.

Carola

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Jen
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BeitragVerfasst am: Di, 22. Jan 2008 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

minou hat Folgendes geschrieben:

Habe aber leider festgestellt (als Zuschauerin unserer ländl. Turniere), daß keiner was dazu gelernt hat. Das ist so traurig.


ja, das ist leider ein grosses Problem Sad schon vor ein paar Jahren hat er auf einer Trakehner Auktion den Vortrag gehalten. Zuerst haben alle ihm zugeklatscht "endlich mal einer, der Tacheles redet" und dann haben alle den Pferden mit Auktionstrab zugeklatscht. Verkehrte Welt Sad Da fragt man sich schon, was denn jetzt vom Vortrag überhaupt hängen geblieben ist... oder sind so viele Menschen heutzutage derart Konsumorientiert, dass nur noch passiv konsumiert, aber nicht verarbeitet wird? Beim einen Ohr rein, beim anderen gleich wieder raus... seufz.

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minou
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BeitragVerfasst am: Di, 22. Jan 2008 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, daß viele Reiter gar nicht das Selbstbewußtsein haben,
einen anderen Weg zu gehen.
In einem anderen "Fred" diskutieren wir ja über das "Problem", ein Exote zu sein.
Macht man es wie alle, fällt man nicht aus dem Rahmen, kann auf Turnieren olle Schleifen und Blumentöpfe gewinnen.

Der Rest der Menschheit denkt: Boh ey, der reitet Turniere, ist deshalb ein Superrreiter!

Viele sind in unserer schnelllebigen Zeit auf möglichst viel und schnellem Erfolg aus.
Wer hat da schon Lust auf eine langandauernde "klassische" Pferdeausbildung.
Das Leben ist zu kurz, um soviel unnötige Zeit zu verplempern.

Ein guter Profireiter wird viele gute Pferde zu reiten bekommen und muß diese auf Turnier vorstellen. Das kostet Geld und bringt Geld.
Drum muß es halt schnell gehen.

Auf dieser Welt läuft soviel falsch, aber es wird nicht besser, sondern schlimmer!!! Sad Sad Sad

Carola

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Mela
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BeitragVerfasst am: Di, 22. Jan 2008 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

@Kosmonova
Vielen Dank für den Bericht, hatte auch mal die Möglichkeit bei einem Vortrag von Dr. Heuschmann zuzusehen und war auch sehr froh über seine deutlichen Worte.

@alle
ich würde es nicht so pessimistisch sehen, ich glaube schon, daß sich die Dinge zum Besseren verändern, aber es dauert halt seine Zeit, wichtig ist daß es immer mehr kompetente Menschen aus der Pferdeszene gibt, die sich für pferdegerechtes Reiten und Ausbilden einsetzen. Die schwarzen Schafe der Tunierszene werden irgendwann dem Druck nachgeben müssen. Ich glaube erste wenn sich etwas in den höheren Klassen der Tunierszene bedeutsam in die positive Richtung verändert, ziehen die Otto Normal Reiter, die sich an diesen Vorbildern orientieren nach. pferd2

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fraumelzer
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BeitragVerfasst am: Fr, 25. Jan 2008 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.
War letztes Jahr bei der Buch- und Filmvernissage von "Finger in der Wunde" und "Die feine Dressur" auf dem Rosenhof bei Anja Beran.
Dort hat er eine "Lesung", sprich einen Vortrag anhand Live-Beispielen geritten von AB und ihren Schülerinnen gehalten....das war einfach total genial. Hab da sehr viel mitgenommen. Very Happy Very Happy

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Jen
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BeitragVerfasst am: Fr, 25. Jan 2008 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

fraumelzer hat Folgendes geschrieben:
Hallo.
War letztes Jahr bei der Buch- und Filmvernissage von "Finger in der Wunde" und "Die feine Dressur" auf dem Rosenhof bei Anja Beran.
Dort hat er eine "Lesung", sprich einen Vortrag anhand Live-Beispielen geritten von AB und ihren Schülerinnen gehalten....das war einfach total genial. Hab da sehr viel mitgenommen. Very Happy Very Happy


he, da war ich auch! Cool

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ottilie
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BeitragVerfasst am: Fr, 25. Jan 2008 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Dort hat er eine "Lesung", sprich einen Vortrag anhand Live-Beispielen geritten von AB und ihren Schülerinnen gehalten....


Da bin ich in Aufkirchen schon gespannt, wie das in Zusammenarbeit mit Frau Stückelberger wird - auch Vortrag und dann gemeinsam mit den Reitschülern.
Bin schon angemeldet *ganzdollfreu*
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fraumelzer
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BeitragVerfasst am: Fr, 25. Jan 2008 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

@jen: Hee..echt? Verpasst Wink
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Jen
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BeitragVerfasst am: Fr, 25. Jan 2008 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

fraumelzer hat Folgendes geschrieben:
@jen: Hee..echt? Verpasst Wink


ja, aber ich glaub, da warst du noch gar nicht hier im Forum, kann das sein...? haben uns also damals noch nicht gekannt Wink *entschuldigtverpassen*

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fraumelzer
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BeitragVerfasst am: Sa, 26. Jan 2008 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

@jen: Stimmt - da war ich noch nicht hier....aber da siehst du mal wie klein die Welt ist. Laughing
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glovedrider
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BeitragVerfasst am: Di, 12. Feb 2008 20:29    Titel: Nicht auf der vorahnd Antworten mit Zitat

Da hab ich so meine Zweifel. Aber das ist eine Sache die kann mann glauben odre nicht. Jedenfalls gibt es mittlerweile sogar seriöse Untersuchungen, daß
sogar bei der Piaffe die Vorhand verstärkt belastet wird, da die Vorhand das Gewicht auf die HH zurückgeworfen werden muß.

Nicht umsonst hat dr von Heydebreck und Hdv das reiten als Gebrauchshaltung empfohlen. Sogar die RL Fn sprechen von Zügel aus der Hand kauen lassen und nicht von ewig lang reiten.

Meiner Meinung nach müßte er vielmehr auf die Folgen eines falschen V/A eingehen.

Was die Hdv und die Kavalleriejungs unter Anlehnung in der Tiefe verstanden haben, ist eben die Gebrauchshaltung. Ich vermute Herr Heuschmann interpretiert den Ausdruck Anlehnung in der Tiefe verkehrt.

Die Hdv ist noch von Einflüssen alten preußischen sohrschen Reitinstruktion ausgegangen, wo die Anlehnung noch bei waagerechter Kopfhaltung gewonnen wurde. Und von waagerecht in die tiefe , dann ist mann bei der Gebrauchshaltung.
Auch Seunig und Wätjen kennen V/A eigentlich gar nicht. Ist im Augenblick so eine Modemasche.
Viel Haltunsgwecksel ja , ewig V/A rumgurken oder gar eng ausbinden : Neiiiin
lg
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ottilie
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BeitragVerfasst am: Di, 12. Feb 2008 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Glovedrider hat Folgendes geschrieben:
Aber das ist eine Sache die kann mann glauben odre nicht. Jedenfalls gibt es mittlerweile sogar seriöse Untersuchungen, daß sogar bei der Piaffe die Vorhand verstärkt belastet wird, da die Vorhand das Gewicht auf die HH zurückgeworfen werden muß.


Ach ja?
Und welche Art von Piaffe wurde da geritten? Die übliche Turnierpiaffe, wo die Pferde vorne Handstand machen und hinten trampeln? Dann unterschreibe ich das sofort.

Geht man von der "klassischen" Figur der Piaffe aus, kann ich mir das nur schwerlich vorstellen... Denn dann ist es keine Piaffe, wo das Gewicht vermehrt durch die abgesenkte Hinterhand aufgenommen und die Aufrichtung des Pferdes im Widerrist erreicht wird.
Kann natürlich auch sein, daß ich ein eigenes Bild einer vorbildlichen Piaffe vor Augen habe Wink

Und seriös - da könnte man ja auch losdiskutieren. Hatten die Untersucher Ahnung vom Reiten, klassisch oder fn geprägt, von wem gesponsort, undundund.
Für jedes Ergebnis, daß ich präsentieren möchte, gibts sicherlich auch eine entsprechende Untersuchung.

Zitat:
wo die Anlehnung noch bei waagerechter Kopfhaltung gewonnen wurde


???
Meinst Du nun waagrechte Halshaltung oder senkrechte Kopfhaltung? Denn mit waagrechter Kopfhaltung - nun ja Rolling Eyes

Grüsse von
ottilie

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glovedrider
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BeitragVerfasst am: Mi, 13. Feb 2008 07:43    Titel: Antworten mit Zitat

Die alten preußen haben zeitweilig in der waagerechten kopfhaltung aus.
Mann muß ja auch die of sehr schräge Schulter der damaligen Pferde beachten.


Bei Brenderup gibt auch so eine Abbildung ,ich meine von Ridinger.

DAs mit den Pi, meine da gabs mal einen Artikel in der cavallo.

Und wie soll das Gewicht auf die HH kommen, wenn die Vorhand es nicht zurückfedert? Pferde sind doch keine Kängeruhs. Ich meine was
wirklich beim Pferd in der Bewegung ist sehr schwer zu beweisen. Da gehört schon ein Riesenaufwand dazu. Ist aber mit Sensoren etc. möglich.
Nur weil wir meinen, das dir Vorhand entlastet wird, muß es ja noch lange nicht so sein. ich habs ja auch lange so gedacht.

Nun erklär Du mir doch bitte, wie denn beim V/A die HH vermehrt belatet wird?? Das kann mann doch auch nur glauben oder nicht glauben.
Oder kannst Du mir da eine Veröffentlichung zeigen, wo das mit Sensoren bewiesenwurde??

Auch Herr Heuschmann spricht lieber von Beugegang als von Vs.
Darauf kommt nämlich an, das die Pferde einfedern. Der Beugegang sollte das Ziel der Dressur sein. Da hat er vollkommen recht.
lg
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