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Teil 2: Die alten Meister...
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chica
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 16:23    Titel: Teil 2: Die alten Meister... Antworten mit Zitat

Wir schreiben den 07.12.2006. Ein Haufen dressurinteressierter Pferdemenschen traf sich auf der wunderschönen Reitanlage des Reiterhofs Schloss Gundorf in Leipzig. Der Grund dieses Treffens: Klaus Balkenhol, der für die Reihe „Horsemanship gestern und heute – alte Meister“ referierte. Diese Vortragsreihe wird von Nissan gesponsert.

Los ging es an diesem Abend mit einer Vorführung quer durch das Westernreiten. Geritten von einer jungen Dame, die wohl sehr erfolgreich im Westernbereich unterwegs ist und auch als Trainerin arbeitet. Sie stellte verschiedene Disziplinen des Westernreitens vor und auch die Organisationen der Westernreiter. Sie ritt während des Vortrages und ich muss sagen, dass ich schon wesentlich bessere Vorstellungen gesehen habe. Nicht nur, dass ihr der äußere Zügel immer länger wurde, so dass er fast am Boden schliff, sie zeigte unter der Ansage eines langsamen Galopps einen astreinen Tra-lopp, bei dem sie leichttrabte – sehr kurios... Im Großen und Ganzen hätte ich mir bei dem Pferdchen mehr klare Gänge gewünscht und bei der Reiterin mehr feinfühligere Hilfen und weniger Glitzer.. (Bluse – Glitzer, Sattelpad – Glitzer, Trense – Glitzer...)





Dann folgte noch eine Vorstellung der kleinen, aber feinen Lipizzanerzucht des Reiterhofs. Es wurden ein Hengst, 2 Wallache (die auch als Schulpferde bis zur schweren Klasse zur Verfügung stehen) und 2 Stuten mit Fohlen vorgestellt.




Dann kam ein Auto.. Very Happy Deutschlandpremiere, haben wir uns sagen lassen:


Nun kamen wir zum richtig interessanten Teil. Klaus Balkenhol begann seinen Vortrag und er wurde herzlich begrüßt, nachdem er am Vortag Geburtstag hatte und trotzdem bei uns in Leipzig vorbeischaute. Es wurde ein Film der Kavallerieschule in Hannover gezeigt und als 4 Pferde in einer Passage aus dem Wald geritten wurden, meinte Herr Balkenhol betont deutlich: „Sehen Sie sich das an – 4 losgelassene Pferde mit der Nase VOR der Senkrechten in einer ausgezeichneten Passage“. Dann wurde noch der Olympiaritt von 1992 in Barcelona von Herrn Balkenhol gezeigt. Herr Balkenhol amüsierte sich über die Beiträge des Kommentators, als dieser bei der Piaffevorstellung meinte, dass da noch mehr geht und Herr Balkenhol wohl verhaltend reiten würde – O-Ton Herr Balkenhol „Die besten Reiter sitzen immer auf der Tribüne“. Die Zuschauer lachten. Dann wandte sich Herr Balkenhol an das Publikum und begann über das Thema der Ausbildung des Pferdes zu sprechen. Die Ausbildung des Pferdes soll „ernsthaft, aber spielerisch“ sein und die systematische Gymnastizierung ist der oberste Grundsatz.
Den Pferden solle die Remontenzeit gelassen werden und sie sollen eine vielseitige Ausbildung mit vielen Geländeritten genießen und nicht zu früh spezialisiert werden. Anhand des Beispieles von Junghengsten zeigte er auf, dass das „Hengstdasein“ doch ein recht schweres Los ist, weil die jungen Burschen mit 2,5 Jahren schon hart arbeiten müssen, damit sie zur Körung daherkommen wie 6jährige. Er stellte als Gegenbeispiel das Körsystem von Dänemark und Schweden vor, wo die Hengste 3- und 4-jährig an der Hand vorgestellt werden und erst 5jährig unter dem Sattel zur abschließenden Körung kommen. Er sprach sich vehement gegen das „wilde Vorwärtsreiten“ in Jungpferdeprüfungen aus, das jetzt anhand von Aufgabenumstellungen unterbunden werden soll.



Inzwischen war eine Reiterin mit ihrer 7-jährigen Hannoveranerstute eingeritten. Sie stellte ihr Pferd auf A-Niveau vor. Bei dieser Vorstellung ging es Herrn Balkenhol vor allem um die Losgelassenheit des Pferdes, um klare schwungvolle Gänge und weiche Übergänge. Das alles erfüllte das Paar problemlos. Es war sehr nett anzuschauen. Anhand dieses Paares erklärte Balkenhol den Sinn des Lösens im Schritt und den Sinn des v/a. Er hat sich sehr für Pausen in den Arbeitseinheiten ausgesprochen und das Thema der Muskelermüdung sehr klar und ausführlich erläutert.

Während dessen stellte die Reiterin ihr Pferd in den 3 Grundgangarten vor und Herr Balkenhol gab mehr allgemeingültige Kommentare. Er korrigierte die Reiterin ab und zu in der Handhaltung, z.B. dass sie ihre Hände nicht so hoch tragen sollte.

Als es um das Thema des v/a ging, kam er auf die Schlaufzügel zu sprechen und deren Hebelwirkung und dass damit ein „Verbrechen an der Natur“ begangen wird. Dazu erzählte er ein Beispiel aus dem Alltag, wo häufig schnell gesagt wird: „Der sperrt das Maul, dann mach einen Riemen ums Maul“ oder „Der geht nicht durchs Genick, dann nimm Schlaufzügel!“ Im Laufe des Abends kam dann die Meinung, dass Schlaufzügel nur in sehr Schlaufzügel-erfahrene Hände gehören, wo ich mich nun wieder frage: WIE man Erfahrung im Handling der Schlaufzügel bekommen kann??

Herr Balkenhol kam dann auf das Thema der Ausrüstung zu sprechen und er fragte sich, warum der flaschenzug-ähnliche Verschluss an dem schwedischen Reithalfter erfunden werden musste. Er hat in Zusammenarbeit mit Frau Tellington-Jones erfahren und getestet, dass ein zu eng geschnallter Nasenriemen das gesamte Pferd verspannt. Bei diesen „Tests“ wurden die Pferde zunächst mit zu eng verschnalltem Nasenriemen und anschließend normal verschnallt geritten. Herr Balkenhol brachte dann sehr eindrucksvoll den Zusammenhang des zu eng verschnallten Nasenriemens und der daraus resultierenden Verspannung des Pferdes und den Griff des Reiters nach diversen Hilfsmitteln zum Ausdruck. Ebenso erwähnte er, dass Trensen mit „dürren Schnüren“ zwar total schick aussehen, sie aber dem Pferd Schmerzen bereiten können. Nicht umsonst wurde das Nackenstück verbreitert, damit die dünneren Halfterriemen DARÜBER verlaufen und dem Pferd nicht punktuell drücken. Schick und zweckmäßig muss Ausrüstung sein und vom Pferd gerne getragen werden, fasste er zusammen. Anlässlich dessen lobte er das Fehlen des Sperrriemens und des schön locker (O-Ton: „Pferdefreundlich“) verschnallten Nasenriemens der Reiterin.





Nach einer halben Stunde Pause mit Bratwurst und Glühwein folgte die nächste Reiterin mit einem 6-jährigen Hannoveraner auf Kandare. Dieses Pferd wird auf L/M-Niveau geritten. Sofort, als die Reiterin die Halle betrat, wurde geriegelt und das Pferd ging ausschließlich hinter der Senkrechten, teilweise mit dem Maul an der Brust. Als er sich dieser Reiterin zuwandte, meinte er, dass sie doch bitte damit aufhören soll „ihr Pferd auf den Kopf zu stellen“ – Applaus vom Publikum... Als nächstes bat Herr Balkenhol die junge Reiterin, die Kandare mehr loszulassen. Dieser Aufforderung folgte sie zögerlich und kaum.




Diesen Ansatz nutzte er gleich, um auf die „Rollkur“ zu sprechen zu kommen. Seiner Meinung nach gibt es einige Leute, die das “tiefe und runde Einstellen“ hervorragend nutzen könnten (das sehe ich kritisch), aber die Gefahr besteht, dass es viele Leute nachmachen und dass diese Art zu Reiten nicht korrekt sei. Die Nase des Pferds gehört schon aus anatomischen Gründen vor die Senkrechte. Weiterhin erzählte er begeistert von der Zusammenarbeit mit Herrn Isenbart und vom Verein Xenophon.

Wie sich herausstellte, hatte die Reiterin einige Probleme, ihr Pferd nicht hinter die Senkrechte zu reiten und auch das Pferd konnte erst mal nichts mit der Aufforderung anfangen. Herr Balkenhol arbeitete mit ihr hauptsächlich an ihrer Handeinwirkung „Loslassen, Loslassen!!“ „Reiten, reiten, reiten – weg mit der Hand!“



Allgemein fiel es der Reiterin schwer loszulassen, im Körper und vor allem im Kopf. Sie klammerte sich gern an den Zügel und „traute“ sich nicht, den Kontakt auszugeben. Das Parieren erfolgte sichtbar zu wenig aus dem Sitz heraus und mit zuviel Hand. Das versuchte Herr Balkenhold zu korrigieren und erinnerte daran, auch im Parieren ans Vorwärts zu denken. Genau wie er immer wieder vorwärts forderte.

Er ließ das Pferd im Schritt am hingegebenen Zügel reiten, was hauptsächlich der Reiterin schwer fiel, und dann daraus antraben – Pferd rollte sich sofort ein. An dieser Stelle erklärte er den Unterschied zwischen Langem und dem Hingegebenden Zügel. Die Reiterin gab dem Pferd nur einen Langen Zügel und er forderte sie auf, die Zügel hinzugeben, also den Kontakt komplett zu lösen.



Beim Galopp bemängelte er das Nicken des Pferdekopfes und die dadurch unstete Anlehnung und ließ die Reiterin Schritt-Galopp-Übergänge reiten, damit sie ihr Pferd besser vorbereitet. Dann wieder Schritt am hingegebenen Zügel – „Weg die Zügel! Noch weg-er die Zügel“ Die Reiterin hatte sichtlich Probleme damit, dem Pferd mal die Zügel lang zu lassen – Pferd fand’s klasse.



Dann ging es in die Seitengänge. Im SH wollte Herr Balkenhol mehr Längsbiegung sehen und als sie dann traversartig die lange Seite entlang ritt, meinte er: „Wenn Du schon sowas machst, dann achte bitte auf die Längsbiegung“.





Als diese Übungseinheit beendet war und das Publikum applaudierte und das Pferdchen leicht nervös loshoppelte, meinte Herr Balkenhol, dass sie solche aufregenden Momente doch nutzen sollte, um die halben Tritte zu fordern, was sie dann auch tat und Herr Balkenhol meinte, dass das Pferd doch mal eine sehr eindrucksvolle Piaffe bekäme. Lustig war, dass das Pferd das offensichtlich gern angenommen hat und es machte bei den nächsten 2 Applausrunden anstatt eines Blitzstarts Halbe Tritte. Wink Das war ein gutes Beispiel zum Thema spielerische Ausbildung.

Dann wurde ein 12jährige Wallach auf S-Niveau vorgestellt. Als die Reiterin einritt begrüßte Herr Balkenhol sie mit den Worten „Ah noch eine Anky, ähh Anke..“ Ob er damit auf die Kopfhaltung des Pferdes hinwies, oder ob’s ein passender Versprecher war – wir wissen es nicht. Auch mit dieser Reiterin arbeitete er an der Handeinwirkung. Was massiv auffiel war, dass die beiden letzten Reiterinnen ihre Pferde sehr ver/ge-halten ritten. Sobald die Pferde ein bisschen ins Vorwärts gingen, kam sofort die Hand, was von Herrn Balkenhol „abgestraft“ wurde. Die Umsetzung des „Loslassens mit der Hand“ fiel beiden Reiterinnen aber sichtlich schwer. Ich hoffe, dass sie daran mehr arbeiten.

Während die Reiterin die angeordnete Pause im Schritt machte, erzählte er eine Geschichte von einem Ausbildungsstall, in dem der Ausbilder vom einem Pferd berichtet, das sehr toll sei, sich aber immer so festhalten würde. Dieser Ausbilder bat Balkenhol, sich das mal anzusehen. Der bemerkte sofort, dass das Pferd sehr verspannt war und erzählte, dass dieser Ausbilder in seinem Stall für jedes Pferd einen Vorgurt (wir wissen nicht ob er vielleicht einen Schweifgurt meinte) benutzte und alle Pferde mit Schlaufzügel ausbildet, aber keinen normalen, sondern er hätte rollenweise die Gurtschnüre, die eigentlich für Jalousien gedacht waren, gekauft. Ein Schmunzeln aus dem Publikum. Er erklärte kurz, dass der Sattel das Pferd im hinteren Lendenbereich behindert hat und er deswegen so verspannt lief.

Mit dem 12jährigen wurde an der Versammlung im Galopp gearbeitet und an den Galopp-Schritt-Übergängen. Jedesmal, wenn die Reiterin in den Schritt durchparieren sollte, stand ihr Pferd. Herr Balkenhol bemängelte wieder die Handeinwirkung und der 4. Versuch klappte dann halbwegs.
Herr Balkenhol ermahnte noch mal, dass das Pferd Spaß an der Arbeit haben soll und man das Pferd nie bis zur Erschöpfung arbeiten soll. Pause – Entspannen und dann wieder von Neuem los.

Er erklärte, dass leise Anzeichen wie ein Ohrenanlegen, ein „sich Verhalten“ oder ein Schweifschlagen nicht heißen soll, dass man „ den Bock jetzt erst recht zu Leistung zwingt“, sondern dass es ähnlich wie bei uns Menschen im Sport ist: Der eine läuft 100 Meter, der andere 1 km, aber beide sind irgendwann erschöpft und ihre Muskeln beginnen zu schmerzen. Wenn ein einfühlsamer Reiter diesen kleinen Widerstand bemerkt, ist spätestens da der Zeitpunkt, eine Pause am hingegebenen Zügel im Schritt einzulegen, damit sich die Muskeln wieder lösen können.











Als der Reiterin dann die Blumen übergeben wurden, fand Pferd das nicht so lustig und stürmte los und rannte Herrn Balkenhol dabei fast um, was ihn zu dem Kommentar „Ich sag’s doch – Blumen gehören in die Vase“ hinreißen ließ. Damit war dieser Abend als beendet erklärt.

Die Meinungen der Zuschauer waren durchweg sehr positiv. Mir persönlich hat die Vorstellung des ersten Pferdes am besten gefallen. Die anderen beiden machten einen sehr verhaltenen Eindruck und ich habe in allen Grundgangarten das ganz normale „Arbeitstempo“ vermisst und V/A bei den beiden anderen Pferden.

Alles in allem ein sehr gelungener Abend, von dem ich viel mit nach Hause mitnehmen konnte.


Verfasser/ Fotos: Alix_ludivine und Kosmonova

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LG Ines
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Medora
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Toller Artikel, Alix, und die Fotos machen das Ganze sehr lebendig - danke!

Und leider ist genau das, was ich hier auch oft zu sehen bekomme... Sad

Medora

Ergänzung: Mein Kommentar war vielleicht ein bissl arg kurz: Ich meinte, dass ich so gerittene Pferde hier auch oft zu sehen bekomme. Dass die Sache zumindest schon kritisch kommentiert wurde, ist positiv zu sehen, aber ich fürchte, dass keine der beiden danach etwas anders machen wird...


Zuletzt bearbeitet von Medora am Mo, 11. Dez 2006 17:11, insgesamt 2-mal bearbeitet
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horsman
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Was für blöde Sprüche hängen denn da an der Hallenwand?
Kopf hoch und Hacken tief - Kann man ja eigentlich schon auf den Reitlehrer verzichten - ist ja alles gesagt Laughing

Die beiden Pferde sind wahrlich sehr aufgerollt und satrk auf der Hand, besonders der Fuchs.
Lobenswert, das Herr B. daran arbeitet. Nur scheint er keine durchgreifenden Übungen zu haben oder anwenden zu wollen um der Reiterin dies begreiflich zu machen.

An den Berichterstatter:
Thx für den tollen Bericht samt Fotos.
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Larry
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

An die fleissigen Autoren:
Danke für den Bericht und die Bilder.
Steckt bestimmt sehr viel Mühe drin. Wink
Für mich ist klar, ICH habe nichts verpasst Wink

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Arbeit ist die einzige Entschuldigung für den Erfolg
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pepe
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Toller Bericht, tolle Fotos!
Ja, da wär jetzt auch mein Ansatz zur Kritik: Mir kommt das Ganze ein wenig wie "Vorführen" vor. Das Benutzen von offensichtlichen, so oft durchgekauten Problemen. Besser hätte ich gefunden wenn er aus dem Vortrag ausgestiegen wäre und praktisch und konstruktiv, im Dialog mit dem Reiter, die Silhouette des Pferdes verändert hätte. Sowas ist besser als jeder noch so schöne Vortrag.

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Larry
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 17:19    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Pepe, ich hätte es nicht besser formulieren können!
Kam nur selber nicht darauf! Razz

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kallisto
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

schöner Bericht mit tollen Fotos.

Aber was ich nicht versehe: Warum nutzt er schlechte Beispiele für so einen Vortrag? Irgendwie beißt sich die Katze in den Schwanz. Wie evlt. Pepe auch meint, ich stelle doch das Ziel dar und nicht, wie es nicht sein sollte. Findet man keine besseren Beispiele? Die Situation erscheint sehr hilflos.

LG kallisto
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Jen
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den Bericht! Wow, die Fotos sind aber gut geworden, für Hallenfotos... *staun*

@kallisto
ich habe den Verdacht, dass die Reiter nicht von Balkenhol selber ausgewählt wurden...

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Liebe Grüesslis, Jen
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Josatianma
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Auch von mir ein herzliches Danke schön für den Bericht.

Was mir beim durchlesen vor allem auch auffällt, dass erst ein 7-jähriges Pferd, das bis A ausgebildet ist und dann ein 6!!!!-jähriges, das bis L ausgebildet ist und mit Kandare geritten wird. So etwas stößt mir schon etwas auf.

Die Paare werden sicher nicht von Herrn B. ausgewählt. Ich denke an dem ein oder anderen Kommentar könnte man das als Zuschauer auch sicher erkennen.

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lalala
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BeitragVerfasst am: Mo, 11. Dez 2006 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Netter Bericht, auch wenn mich die Zusammenstellung der Reiter und Pferde etwas verwundert hat, ebenso wie die Art der "Vorträge". Simples unterrichten bewirkt bei Reitern viel mehr als vorgetragenes Geschwafel

Balkenhol hat die Paare sicherlich nicht selbst ausgesucht, das macht meist der veranstaltende Verein. Der Verein sollte zumindest bemüht sein, gute Reiter auszusuchen..aber vielleicht empfand der Veranstalter die Reiter als gut ?
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bea
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BeitragVerfasst am: Di, 12. Dez 2006 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Interessanter Bericht und tolle Fotos. Schade, findet diese ganze Vortragsreihe nicht in der Schweiz statt... Wink

LG, Bea

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Kosmonova
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BeitragVerfasst am: Di, 12. Dez 2006 09:57    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu Ihr Lieben!

Danke fürs Fotolob! Very Happy

Ja es hatte ein bissl was von vorführen…*zugeb* Die 1. Reiterin war ein private Reiterin aus Meißen. Ich glaube Herr B. erwähnte was von „Geländereiterin“. Diese Frau ist halt sehr positiv aufgefallen. Sie überforderte ihr Pferd offensichtlich nicht „trotz“ bester Abstammung (Alix hat es glaub ich notiert – Weltmeyer oder so was war mit drin Very Happy). Sie trug Kappe, „freundlich“ Verschnallte bzw. keine Riemen und zeigte ihr Pferd gelöst. Sie musste er eher dazu ermahnen den Kontakt vorm antraben herzustellen (Zügel zu lang). Sie zeigte immer wieder V/A und ein trotz der Atmosphäre schnell gelöstes freundliches Pferd!

Die beiden Letzten Reiter sind aus einem Ausbildungsstall hier in Sachsen eingeflogen. Auch beste Hannoveranische Abstammung unterm Sattel. Die ältere Blonde Reitern mit ihrem “Lorbas“ ist relativ bekannt da sie die Schwester der erfolgreichsten Sächsischen Dressurreiterin ist.

Ich denke hier wieder an das Hauptproblem: Die erste Reitern konnte sich ein „gutes“ Pferd für Hobbymäßige Turnierstarts leisten und möchte dieses mit Freunde reiten. Die anderen Beide „müssen“ Erfolge ausweisen und reiten jeden Tag 5 Pferde und „können“ aus Zeit und Geldgründen keine so große Rücksicht nehmen. Diese Reiterin waren zweifellos mit gutem Sitz ausgestattet und sehr routiniert, aber wenn in der Schweren Klasse Übergänge so mit der Hand geritten werden „müssen“ ist das schon traurig und bedenklich! Von Anfang an (-- E) sollte man sein Pferd auf Übergänge aus dem Sitz schulen und da erwarte ich das erst recht bei einer Vorstellung auf Kandare *meine Meinung* Oder das eine Reiterin in ein vollbesetzten Halle schamlos und selbstverständlich Riegelte und „ihr Pferd auf den Kopf stellt“…Schade.

Trotzdem hat Herr Balkenhol sehr bestimmt aber freundlich auf ihre Fehler hingewiesen. Letzteres ist ebenso wichtig wie ersteres. Was nützt es wenn man die Reiter verärgert, dann werden Sie zu Haus auch nichts ändern. Und ich glaube er und auch wir wissen das Leute die ihr Geld mit früh „fertigen Schicken“ Pferden verdienen eben andere Gesetzen unterliegen als der Großteil der Reiter auf den Rängen! Und trotzdem haben sie ihr „Fett wegbekommen“… Und ich muss sagen besonders die deutlich jüngere erste Reiterin tat mir teilweise leid bei den „Rüfflern“ zu Beginn. Sie kennt es ja bestimmt nicht anders und das Publikum klatschte ja auch oder tuschelte auf den Rängen: Was Balkenhol ärgerte und er „die Leute in der Reihe hier vorn bitte ich dann als nächstes aufs Pferd!“ (waren übrigens die Einsteller des Stalls auf den VIP-Plätzen) Und da waren sicher auch einige dabei die ihren Reitstil zu Hause überdenken müssen! Ich hoffe dass wenigstens die von dem Abend etwas mitgenommen haben und sich um ehrlicheres Reiten bemühen!

Zum Thema „Geld mit Pferden verdienen“ erwähnte Balkenhol ja die Kör-Proplematik sowie die „teilweise blinden Richter“ – Beides soll sich bessern.

Silke Valentin war übrigens auch da. Den östlichen Parellianhängern ist sie bekannt Very Happy

LG die Kosi

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Es grüßt Nadine

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chica
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BeitragVerfasst am: Di, 12. Dez 2006 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Kosmonova hat Folgendes geschrieben:

Silke Valentin war übrigens auch da. Den östlichen Parellianhängern ist sie bekannt Very Happy


Nicht nur den östlichen, noch Parelli"anhängern" Razz Als Zuschauerin?

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horsman
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BeitragVerfasst am: Di, 12. Dez 2006 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es nicht wichtig, dass (in dem Fall) Herr B. die Reiter selbst bestimmt. Als Ausbilder muss man jeden Reiter so nehmen, wie gerade mit seinem Pferd daher kommt.
Nur muss man dann DURCHGREIFEND verändern und ggf. wenn ein falscher Weg eingeschlagen war, den Weg zunächst VÖLLIG verlassen und einen neuen Weg beginnen, anstatt auf dem alten Weg hier und da ein wenig rum zu kehren.
Auch wenn man auf diesem neuen Weg dann in der einen Stunde nicht sehr weit kommt.
Das vermisse ich.

Warum diese Veranstaltung nun "Zurück zu alten Meistern" heißt, leuchtet mir nicht ein.

Da scheint mir der Herr T. doch um einiges fantasievoller und konsequenter zu sein.
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lalala
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BeitragVerfasst am: Di, 12. Dez 2006 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Herr T ist (denk ich) im Gegensatz zu Herrn B kein großer Redner...das hat man während der Veranstaltung gemerkt. Er blühte erst auf, als das erste Pferd in die Bahn kam und er hat einfach das gemacht was er kann - unterrichten...ob die Reiter etwas mitnehmen und daheim so weiterarbeiten weiss man nicht. Breit grinsende Reitergesichter sprachen jedoch Bände - es muss gefallen haben...

Herr B kann sehr gut reden, weiss was die Leute hören wollen...
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