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Seminar mit Stodulka, Plewa und Broissia in Aufkirchen
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Medusa888
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BeitragVerfasst am: Do, 29. Apr 2010 08:51    Titel: Antworten mit Zitat

Gerne:
Ich reite gerne Schenkelweichen, weil es meinen kranken Friesen im Bereich Lende lockert und mobiler macht. Und ich finde auch, dass es eine gute Übung für den Schenkelgehorsam ist.

Mein RL hingegen sagt, dass es für ihn in seiner aktiven Zeit als Reiter immer ganz wichtig war, Pferde zu reiten, die eine korrekte Biegung installiert haben, auch im Seitwärts. Er meint, dass Pferde, die zuviel Schenkelweichen, also seitwärts ohne Biegung, gelernt haben, sich mit den Seitengängen sehr viel schwerer tun würden, wenn dann plötzlich Biegung hinzu käme.
Hoffe, dass ich das richtig wiedergegeben habe.

_________________
Talent bedeutet Energie und Ausdauer. Weiter nichts. (Heinrich Schliemann, Entdecker Trojas)
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Kerstin-K
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Beiträge: 221
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BeitragVerfasst am: Do, 29. Apr 2010 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

ottilie hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
nur weil Herr Plewa just an dieser Stelle keine Seitengänge reiten ließ

Ich hatte eigentlich gedacht, daß ich dazu was geschrieben habe, finde aber grade nix, daher noch kurz:
Herr Plewa ist nicht dafür, Seitengänge "von Anfang an" zu reiten, ich meine mich gar zu erinnern, daß er von einem ca. 6-jährigen Pferd sprach - als Alter, ab dem man Seitengängen dazunehmen kann/soll. Dies würde in etwa dem Ausbildungsstand/Alter des vorgestellten Pferdes entsprechen und wäre vielleicht eine Erklärung, WARUM keine Seitengänge geritten wurden - nämlich weil MP das in dem Augenblick nicht als geeignetes Instrument angesehen hat. MdB (ich denke auch RS, aber den haben wir ja nicht "aktiv" erlebt) wäre sicherlich anders an die Sache herangegangen - was auch ein interessanter Aspekt gewesen wäre, wenn jeder der Ausbilder 10 Minuten mit einem Pferd-Reiter-Paar gearbeitet hätte. Na, vielleicht ein andermal.

Dies war in meinen Augen auch einer der "gravierensten" Unterschiede zwischen RS und MdB sowie MP - die beiden erstgegannten nehmen Seitbewegungen mit Entwicklung zu den Seitengängen bereits von Anfang der Ausbildung mit dazu, MP eben nicht.
MP äußerte dies sogar noch speziell, da MdB den 4 1/2 jährigen Fuchs auf beiden Händen deutlich am Zirkel übertreten ließ - MP sagte, er würde dies so auf keinen Fall machen. Hintergrund für das Übertreten war die Geraderichtung (also ein Puzzlestein auf dem Weg dorthin, von einmal gehts ja nicht). Es war auch deutlich zu sehen, daß das Pferd sich auf der hohlen Seite leichter tat. Prima war auch, daß MdB wirklich jeden mm Abweichung sofort gesehen hat und Korrekturen gefordert wurden.


Seitengänge möchte MP zu Anfang aus dem Grund nicht, weil das Pferd lernen soll, auf den inneren Schenkel ausschließlich vorwärts zu reagieren. Er meinte, dies sei für junge Pferde verwirrend. Wenn er Seitengänge in die UE einbaut, dann nur sehr selten und ausschließlich ein ganz langezogenes Viereck vergrössern/verkleinern, in dem das Vorwärts absolut vorherrscht.

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Wir sind, was wir denken.
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Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt...
(Buddha)
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horsman
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Beiträge: 2863
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BeitragVerfasst am: Do, 29. Apr 2010 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Also das was Herr Plewa über die Seitengänge denkt und wie und wann er sie nutzen will und wie und wann nicht, halte ich für falsch.´Gut, dass es anscheinend nicht alle dt. Reitlehrer so sehen (s.o. Medusa).

Ich denke dies hängt ev. mit der mE falschen Vorstellung von der Rolle des inneren Schenkels zusammen. Ich sehe für das führen eines Pferdes in einen Seitengang keine große Rolle des Schenkels. Man muss die Schultern des Pferdes bewegen, da hat der Schenkel keinen Anteil dran. Die Vorstellung, mit dem inneren Schenkel das Pferd in ein seitwärts treiben zu wollen ist mE ziemlich dämlich, nämlich ungefähr so, wie die Idee, man könne ein schwimmendes Boot verschieben, indem man es an der Seite drückt, während man darin sitzt.

Diese furchtbar kategorische Unterscheidung von SH und Schenkelweichen ist ohnehin reine deutsche Haarspalterei. Natürlich gibt es Seitenänge mit mehr oder weniger Abstellwinkel und mehr oder weniger "Biegung". Und je nachdem wie man Abstellwinkel und Biegung nun kombinieren will oder kann, tritt das Pferd eben so oder so. Das wars dann aber auch schon.

Schade, dass man in der Veranstaltung an dem Punkt, wo es wirklich interessant würde, nämlich in der Diskussion über die praktischen konkreten Dinge nicht mal einsteigt. Vielleicht beim nächsten mal.

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First a relaxed mind, then a relaxed horse.


Zuletzt bearbeitet von horsman am Do, 29. Apr 2010 21:21, insgesamt einmal bearbeitet
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Shergar
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BeitragVerfasst am: Do, 29. Apr 2010 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

chica: ich schreibe hier nur weil ich wissen will, ob ich ganz alleine da stehe mit meiner Wahrnehmung oder ob es vielleicht ein paar Leute gibt die das ähnlich gesehen haben. Es kann ja auch wirklich sein, dass ich komplett falsch liege und gerade desshalb will ich hier ja schreiben um auch die anderen Standpunkt zu hören, damit ich meine einen Schlüsse und Eindrücke von diesem Tag nochmal hinterfragen kann und vielleicht meine Meinung noch ändern kann.

Mir ist auch absolut klar, dass es nicht einfach ist vor vielen Zuschauern zu reiten. Ich würde in so einer Situation wahrscheinlich selbst viel schlechter reiten als sonst. Und auch Unterrichten ist schwerer. Fehler dürfen ja auch passieren ABER meine ganz subjektive Meinung ist nunmal dass da massiv und permanent am Zügel gezogen wurde - und dass ist in KEINER Situation zu dulden.

Januar:

OK, mit aktiveren Abfußen kann ich mit der Aussage leben, aber hier hat dann dennoch die genaue Anleitung von Plewa gefehlt.

Zu Seitengängen hab ich mich gar nicht geäußert. (ich selbst nutze sie viel, wenn jemand ein Pferd auch ohne gut ausbilden kann, auch gut - ich könnte es nicht)

Ich gebe zu dass ich ärgerlich bin. Wir haben schließlich einen sehr idealistischen und relativ guten Vortrag von Plewa gehört. Und dann kommt da eine Reiterin die genau das Gegenteil macht. Und ich hätte da einfach erwartet das Plewa dann auch eingreift und zwar so stark wie eben nötig. Hier sind nunmal keine kleinen, sanften Korrektürchen notwendig, sondern der Reiterin hätte klar gesagt werden müssen dass da in ihrem bisherigen Reiten etwas stark falsch gelaufen ist, - und dann hätte er ihr zeigen müssen wie es anders geht. Das Pferd war ausserdem so stark hinter der Senkrechten, dass ich da absolut kein Maßband gebraucht habe um das zu sehen. Das schlimme finde ich auch nicht das hinter der Senkrechten, sondern die Zieherei. Wo dabei der Pferdekopf ist ist mir (fast) egal. Dauerhaftes ziehen geht einfach gar nicht.
(Gut die Reiterin hatte keine Federwaage dazwischen, also werde ich hier niemandem beweisen können wie viel sie in der Hand hatte, aber ich vermute schon mindestens 10kg, so straff wie die Zügel waren.)

Ja, Plewa hat das immerwieder dehen lassen vielleicht theoretisch erwähnt. Aber praktisch war es leider nicht da und ich hätte es schon für nötig gehalten bei der letzten Reiterin.

Ich denke nicht dass ich hier von Vorurteilen geprägt war. Nach dem Vortrag und der ersten Reiterin Plewas, habe ich eigentlich geradezu etwas gutes erwartet. Vielleicht war aber auch grade das falsch.

Natürlich ist es toll wenn Reiter sich verbessern wollen. Aber dennoch finde ich darf man die Fakten nicht schönreden, aus Rücksicht auf die Gefühle des Reiters oder so. Ich für meinen Teil möchte es sofort und wenn nötig mit aller Härte gesagt kriegen wenn ich mein Pferd Quäle. So schlimm war die Situation hier zwar nicht, dass man gleich von Quälerei reden kann - da gibt es schlimmeres auf dieser Welt- aber dennoch falsch bleibt falsch und nicht "ein bisschen unrichtig".
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-Tanja-
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BeitragVerfasst am: Do, 29. Apr 2010 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Shergar hat Folgendes geschrieben:
ABER meine ganz subjektive Meinung ist nunmal dass da massiv und permanent am Zügel gezogen wurde - und dass ist in KEINER Situation zu dulden.


Da habe ich eine ganz andere subjektive Meinung. Wink Ja, es war hdS, aber nicht durch ständiges Ziehen.

Shergar hat Folgendes geschrieben:
Hier sind nunmal keine kleinen, sanften Korrektürchen notwendig, sondern der Reiterin hätte klar gesagt werden müssen dass da in ihrem bisherigen Reiten etwas stark falsch gelaufen ist, - und dann hätte er ihr zeigen müssen wie es anders geht.


Das ist ja wohl eine reine Behauptung, die auf Nichtwissen basiert. Und genau DAS ist es, was mich immer bei solchen Veranstaltungen auf die Palme bringt, es ist ZUM KO****!!! Evil or Very Mad Evil or Very Mad Evil or Very Mad Da sehen irgendwelche Leute eine Viertelstunde Reiterei und meinen, davon auf den Rest der Ausbildung schließen zu können. Ohne irgendwie den Hintergrund gesehen zu haben!!!

Mich regt das deshalb so auf, weil ich anläßlich eines Kurses bei DOB schon mal in der gleichen Situation war und sich Zuschauer aufgeregt haben, ohne irgendein Hintergrundwissen zu haben. Und sowas nervt, ist einfach nicht vorurteilsfrei und absolut nicht richtig.

Shergar hat Folgendes geschrieben:
Das Pferd war ausserdem so stark hinter der Senkrechten, dass ich da absolut kein Maßband gebraucht habe um das zu sehen. Das schlimme finde ich auch nicht das hinter der Senkrechten, sondern die Zieherei.


Ebenfalls subjektiv. Ich habe das nicht in dieser Stärke empfunden. Wink

So subjektiv simmer halt. Es menschelt.

Shergar hat Folgendes geschrieben:
Ja, Plewa hat das immerwieder dehen lassen vielleicht theoretisch erwähnt. Aber praktisch war es leider nicht da und ich hätte es schon für nötig gehalten bei der letzten Reiterin.


Ok, da stimme ich dann wieder zu.

_________________
lg, Tanja

Reiten ist nicht weiter schwierig, solange man nichts davon versteht.
Aus: "Vollendete Reitkunst", Dr. Udo Bürger, 1959
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Shergar
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BeitragVerfasst am: Do, 29. Apr 2010 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Cool du musst das halt so sehen:

Angenommen du hättest so ein (subjektives Wink ) Zügelgezerre gesehen wie ich, dann würdest du auch sagen dass bei der bisherigen Ausbildung was falsch gelaufen ist.

Nunja, ich muss mir wirklich mal diese Federwagen oder diese "Zack"- Teile zum Messen des Zügelzugs besorgen, sonst nimmt die Subjektivität ja gar kein Ende mehr ....aber ob die Plewa wohl hätte reinschnallen lassen?
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chica
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BeitragVerfasst am: Do, 29. Apr 2010 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

@shergar - Kritik ist völlig in Ordnung, so lange sie sachlich ist. Der Ton und die Musik und so... Du verstehst Wink
_________________
LG Ines
................................................
"Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart."
(Noël Pierce Coward)
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Filou
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BeitragVerfasst am: Fr, 14. Mai 2010 00:02    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für den Bericht! Der ist wahnsinnig detailliert - super!

Zu den Kritikpunkten noch meine Sicht, wenn auch spät:

Marc de Broissia hat an seinen Beispielen gearbeitet, stimmt, aber für mich hat er sich damit in Details verzettelt. Sind wir hin gefahren, um eine Unterrichtsstunde zu sehen? Wohl kaum, denn dann hätten wir 15 Euro bezahlt und wären zu einem normalen Kurstag mit ihm gekommen. Mir persönlich wäre lieber gewesen, er hätte, wie Martin Plewa, die Lösungsansätze nur kurz anskizziert und wäre weiter gegangen. Dann hätte er auch nicht so gnadenlos überzogen und ich hätte der Diskussionsrunde auch noch beiwohnen können, die ich so leider verpassen musste, weil sie schon eine halbe Stunde (oder war's eine Stunde) zu spät begann. Aber wenn ich mir seinen Vortrag und seine Praxiseinheit Revue passieren lasse, passt diese Art zu seinem Typ und war somit das einzige, was ich von ihm sehen hätte wollen. Ein "künstlich aufgesetzter Vortrag" hätte mir auch nicht getaugt. Ich konnte genug informatives für mich mitnehmen und möchte gerne auch mal einen ganzen Kurstag von ihm sehen, der kurze Einblick versprach viel interessantes. Es soll also nicht gesehen werden als "der hat das unzureichend gemacht", sondern nur meine persönlichen Wünsche aufzeigen.

Ich denke nicht, dass das, was Januar da aufgezählt hat, nicht umsetzbar ist, diese Reiterin weiß damit etwas anzufangen. Und man darf nicht vergessen, dass er an den beiden Vortagen genau die Reiterin im Kurs hatte und mit ihr daran gearbeitet hat und mit uns die Zeit lieber für etwas anderes genutzt hat (was ich auch sehr begrüßt habe). Über eine Sache denke ich nun doch noch nach, ich darf mal zitieren:
Zitat:
Aber WIE geraderichten? Wann ist es der Reiterin gelungen das Pferd geradezurichten, wann war es nicht so gut? ...

Ist es nicht so, dass Geraderichten nicht darin besteht, sich mal eben gerader hinzusetzen oder eine bestimmte Hilfe zu verstärken oder abzuschwächen, sondern jahrelange gymnastizierende Arbeit voraussetzt und sich der Grad, wie geradegerichtet ein Pferd nun ist, in der Gesamtheit seiner Bewegungen und Haltungen zeigt? Das heißt, es bessert sich so graduell, dass man den Unterschied zwischen mehr oder weniger geradegerichtet sicher nicht von demselben Pferd innerhalb einiger weniger Tage zu sehen bekommt, sondern vielleicht bei monatlicher Betrachtung. Wie hätte er da sagen können "jetzt ist das Pferd mehr geradegerichtet als vorher"?
Ich persönlich denke, die Reiterin weiß, wie man am Geraderichten arbeiten kann (und hat auch die beiden Tage vorher bestimmt detaillierte Tipps erhalten), hat sicher auf diesem Kurs erfahren, dass das ein Ansatzpunkt zur Behebung ihres Problems ist und wie weit sie damit ist und damit ist das Thema Geraderichten bedient genug für den Rahmen dieser Veranstaltung. Ich hätte nicht die Zeit gehabt, eine Übungseinheit "Übergänge", eine Übungseinheit "wie nähere ich mich langfristig dem Geraderichten" etc. anzusehen und finde, Herr Plewa hat seinen Zeitrahmen informativ gefüllt. Dass man hier nur Stichworte unterbringt und auch nur unterbringen sollte, war mir bei Anmeldung klar und ich hatte auch überlegt, zu den Kurstagen vorher zu kommen, hatte jedoch leider keine Zeit dafür.

Was die unterschiedlichen Ansichten der beiden, z.B. zum Einsatz von Seitengängen angeht, habe ich damit kein Problem. Ich bin froh, beide Sichtweisen gehört zu haben und ich muss es ja nicht zwingend annehmen, aber je mehr Sichtweisen ich kenne, desto eher kann ich vpr mich entscheiden, was ich für mich aus all diesen schönen Veranstaltungen mitnehme, was ich als Resumée ziehe, was bei mir und meinem Pferd sinnvoll erscheint, wohin ich mich entwickeln möchte. Ich war auch bei dem Kurs von Richard Hinrichs und bei zwei Tagen Kurs sieht man sehr schön und er sagt es auch sehr deutlich immer wieder, dass die Anwendung einer Übung, die dem einen Paar den Fortschritt überhaupt bringt, beim anderen Paar eher zum Rückschritt führt und dass das auch eine Koriphäe auf einem nicht "mathematischen" (es gibt nur feste Regeln) Gebiet ausmacht, schnell entscheiden zu können, was zu wem passt, also wie man individuell arbeiten könnte. Ihr erinnert Euch vielleicht an "Das Leben des Brian"? Da kommt der schöne Wortwechsel vor "Wir sind alle verschieden" - "Ich nicht!" (ausgerechnet von einer sehr alten Person, die dem noch eine nette Doppeldeutigkeit mitgibt)

Ich möchte auf jeden Fall auch Januar und Sylliska für ihre Worte danken und denke, meine Beobachtungen entsprechen eher denen dieser beiden.

Dass die Reiterinnen vor solch kritischem Publikum (und das merkt man nicht erst in der Diskussion, sondern spürt es schon beim Betreten der Halle) nicht absolut gelöst antreten, sollte jedem von uns klar sein und sollte nicht Inhalt eines so umfassenden Seminars werden. Wer von uns kennt all die Reiter, wie sie ohne Publikum reiten? Diejenigen, die sie wirklich kennen, haben vielleicht das Recht zu harscher Kritik, falls es solche Kritikpunkte dann auch gibt. Und von Tierquälerei oder ähnlichem kann hier gewiss keine Rede sein. Da muss man wirklich nicht drauf rumhacken.

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Katja, * 1975, 165 cm, Dipl.-Ing.
Filou, * 1996, 170 cm, Schulpferd a.D.
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padruga
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BeitragVerfasst am: Do, 20. Mai 2010 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Januar, danke für deine Beiträge!
Ich persönlich fand auch Plewa dort sehr bereichernd. Umso mehr haben mich manche Bemerkungen der Zuschauer verärgert, sowie diese immer mehr um sich greifende Tendenz die Qualität einer Reitweise nur noch anhand des Geodreiecks vor der Stirnlinie oder dem Vorhanden-bzw. Nichtvorhandenseins eines Sperrriemens zu beurteilen ohne die Fähigkeit auch mal wieder über den Tellerrand in die andere Richtung schauen zu können.


Zitat:
Ich denke dies hängt ev. mit der mE falschen Vorstellung von der Rolle des inneren Schenkels zusammen. Ich sehe für das führen eines Pferdes in einen Seitengang keine große Rolle des Schenkels. Man muss die Schultern des Pferdes bewegen, da hat der Schenkel keinen Anteil dran.

Horsmän, wie bringst du es einem jungen Pferd bei ohne dabei den inneren Schenkel zu benutzen?
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horsman
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BeitragVerfasst am: Do, 20. Mai 2010 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

indem ich ihm beibringe die schultern dahin zu verschieben, wohin meine handhilfe ihm den weg zeigt. den schenkel gebrauche ich eigentlich nur um vorwärtsimpulse zu geben, nicht aber um das pferd damit zur seite drücken zu wollen
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padruga
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BeitragVerfasst am: Do, 20. Mai 2010 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zur Seite drücken geht nicht, ist klar. Aber benützt du den Schenkel gar nicht als Signal/Impuls zum Seitwärtsgehen? Auch nicht beim jungen Pferd?
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horsman
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BeitragVerfasst am: Do, 20. Mai 2010 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

hmm, ich gebrauche schon manchmal nur den inneren schenkel, manchmal auch nur den äußeren schenkel, aber die seitwärtsbewegung stelle ich immer durch verschieben der schultern her. würde sagen, die handhilfe macht für den seitengang 90% aus, der schenkel nur 10%
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padruga
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BeitragVerfasst am: Do, 20. Mai 2010 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

90% Hand 10% Schenkel... ja da bleibt ja nix mehr fürn Sitz? Shocked Wink

Benützt du die Schenkelhilfe überhaupt als seitwärts weisende Hilfe oder generell nur für geradeaus (Bogenspann zu Plewa:
Zitat:
Seitengänge möchte MP zu Anfang aus dem Grund nicht, weil das Pferd lernen soll, auf den inneren Schenkel ausschließlich vorwärts zu reagieren.
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Phanja
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BeitragVerfasst am: Fr, 21. Mai 2010 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, falls das zu OT ist.
Aber grade im Schulterherein will ich ja nicht mit dem Schenkel seitwärts treiben. Deswegen finde ich Schenkelweichen als Vorbereitung für Schulterherein auch nicht sinnvoll.
Wie der Name schon sagt, hole ich ja die Schulter herein und nicht die Kruppe hinaus.
Ich versuche das von Anfang an über den Sitz zu reiten und nutze fürs bessere Verständnis gerne mal die Gerte an der äußeren Schulter. Den inneren Schenkel brauche ich nur, wenn der innere Hinterfuß nicht mehr genügend zum Schwerpunkt oder daran vorbeigreift.
Ich finds auch nicht sehr geschickt, auf den Schenkel "vorwärts" zu erwarten bzw. das Wort "vorwärts" ist mir da zu missverständlich. An sich soll der Schenkel ja das Hinterbein zum Schwerpunkt holen ... oder? Shocked
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horsman
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BeitragVerfasst am: Fr, 21. Mai 2010 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

nunja, ich denke dass ich eher nur den vorwärts-Impuls mit dem inneren Schenkel suche. Bei den Seitengängen kommt es mir darauf an, die Schultern des Pferdes kontrollieren zu können. Bearbeitung der Hinterhand und damit Rundung des Pferdes bekommt man als nettes Zubrot. Smile

Als Vorstufe zum SH bietet sich Konter-SH an, und davor natürlich übertreten an der Hand auf Volten.

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