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Jakobskreuzkraut auf der Koppel gefunden - Erfahrungen ?
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Kerstin-K
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BeitragVerfasst am: Fr, 09. Jul 2010 19:53    Titel: Jakobskreuzkraut auf der Koppel gefunden - Erfahrungen ? Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben,

habe kein passendes Topic gefunden, deshalb eröffne ich eines.

Ich habe seit 20 Jahren einen kleinen Stall in unmittelbarer Nähe eines Naturschutzgebietes, daß der Stadt München gehört. Nun haben wir diese Woche JKK auf unseren Wiesen gefunden, und auch entdeckt, daß die riesengrosse Wiese neben uns im Naturschutzgebiet, voll davon ist Sad - ich habe heute angefangen, mich zu erkundigen, wer diese Wiesen bewirtschaftet, denn ohne die Beseitigung des JKK auf deren Wiesen macht es wenig Sinn, auf unseren Wiesen zu beginnen. Dieses Gebiet ist von unseren Koppeln durch ganz dichte Baumgruppen getrennt, deshalb ist es uns nie aufgefallen, wir kuckten einfach nie dahinter. Auf meinen Wiesen (ca. 1,5 ha) haben wir nun vereinzelt blühende, im hohen Gras versteckte Gewächse gefunden, aber leider auch einige Rosetten, also Frischpflanzen. Das Gras ist superhoch, alles was wächst zu finden, ist fast unmöglich, ausser es blüht bereits.

Nun ist guter Rat teuer Rolling Eyes ! Es gibt verschiedenste Arten, diesem JKK an den Kragen zu gehen und mich würde interessieren, ob Ihr schon Erfahrungen damit habt ? Wächst es bei Euch, wie habt Ihr es beseitigt, habt Ihr Langzeitstudien auf Euren Koppeln ? Ich bin dankbar um jeden Erfahrung, die Ihr in der Praxis gemacht habt !

Zeitgleich mit dem Fund der Pflanze ist nun auch ein Blutbild des Ponys einer Freundin gekommen, bei dem bereits eine Vergiftung mit unschönen Leberwerten diagnostiziert wurde Sad ! Lt. Tierarzt aber gottseidank reparabel !

Wir äppeln die Wiesen jeden Tag ab, stecken den Zaun alle 2, 3 Tage etwas weiter so daß immer nur bestimmte Grasportionen gefressen werden können und sind allesamt eine sorgsame Truppe. Doch leider hat sich diese JKK so gut versteckt, daß wir es erst jetzt gefunden haben...

Lieben Gruss
Kerstin

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greta j.
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BeitragVerfasst am: Sa, 10. Jul 2010 01:51    Titel: Antworten mit Zitat

Oh mann, das klingt nicht gut... Confused

Über die Entsorgung etc. kann ich dir nicht viel berichten, aber schau mal auf www.jacobskreuzkraut.de (Kennst du vielleicht schon, aber ich schreibs sicherheitshalber trotzdem.) Die schreiben z.B., dass man sich zwecks Beratung auch an die Pflanzenschutzämter der Bundesländer wenden kann.

Mein Pferd hatte auch schon eine JKK-Vergiftung (GsD noch nicht so schlimm) und ich hab damals mehrmals mit dem THP telefoniert, der auf der o.g. Homepage unter "Behandlung" genannt wird. Vielleicht als Tipp für deine Freundin...

Viel Glück und v.a. Erfolg für die JKK-Beseitigung und gute Besserung dem Pony!

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gimlinchen
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BeitragVerfasst am: Sa, 10. Jul 2010 06:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben das fiese zeug auch auf den weiden Crying or Very sad .
Der Bauer spritzt alle paar Jahre (wenn wir laut genug nerven!) gift und ich selbsr entferne das zeug von hand auf der überschaubaren weide auf der mein pferd ist. vermeiden kann man es langfristig nur, wenn man geilstellen vermeidet, insbesondere solche, die schön in der sonne liegen, und auf diesen konkurrierendes gras nachsät. daa ist bei unserer intensiven beweidung unmöglich.
leider interessiert es bei uns am stall niemamnden außer mir, der bauer behauptet, es sei kein JKK: ich hatte es allerdings an die landwirtschaftliche Beratungsstelle dafür eingesandt, bin mir also recht sicher. für mich ein weiterer grund, den stall zu wechseln,
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Belfigor
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BeitragVerfasst am: Sa, 10. Jul 2010 07:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne einen Stall, an dem das JKK überall wächst und gedeiht. Den Bauern scheint das nicht zu interessieren, vielleicht hat er auch noch nie etwas davon gehört, keine Ahnung. Auch holt er das frische Gras von den Wiesen rund um den Stall, macht dort sein Heu... es dürfte also immer ein gewisser Anteil an JKK an die Pferde verfüttert werden...
Eine Freundin von mir war dort jahrelang, wußte auch nichts von der Gefährlichkeit dieser Pflanzen.
An dem Stall war es Gang und Gäbe, dass die (meisten) Pferde schlechte Leberwerte aufwiesen und die Tierärzte grübelten über alle mögliche Ursachen, auf JKK kam aber leider keiner...
Irgendwann kam da mal ein Einsteller drauf und mittlerweile wird das Kraut bekämpft: die (jungen) Pflanzen mit Wurzeln ausstechen, ausgewachsenes Kraut verbrennen... Da die Pflanze aber auch im Umfeld des Stalles wächst ist dies Vorgehen aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, schier aussichtslos, das JKK vermehrt sich trotzdem.
Mir wäre das zu gefährlich an solch einem Stall, trotzdem möchte ich erwähnen, dass noch nie ein Pferd an den Folgen von JKK an diesem Stall gestorben ist, ganz im Gegenteil, ich kenne keinen Stall, der mehr ältere Pferde hat als dieser (viele über 30 Jahre alt).

Ich würde an deiner Stelle wirklich die Behörden einschalten, um auf die Gefährlichkeit der Situation hinzuweisen und um deren Hilfe zu bitten. Ansonsten freilich den Besitzer des Grundstückes mit dem selben Anliegen konfrontieren.

Leider kann man die Pflanze nur ausreißen und vernichten (verbrennen), denn gerade in oder an einem Naturschutzgebiet wird der Einsatz von giftigen Substanzen schwierig oder gar nicht erlaubt sein...

Viel Glück!

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Warren
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BeitragVerfasst am: Sa, 10. Jul 2010 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

In England hatten wir es immer sehr viel auf den Weiden. Dort wird es immer mit den Wurzeln ausgestochen und dann verbrannt. Man muss halt regelmaessig schauen, da JKK sich sehr schnell vermehrt, aber so wird man es relativ gut los. Es gibt in England sogar eine spezielle 'Gabel' die helfen soll die Wurzeln der Pflanze mit aus dem Boden zu bekommen (http://www.ragfork.com/aboutragfork.html). Wenn man die Wurzeln der Pflanze im Boden laesst, dann wird es jedes Jahr an der gleichen Stelle wieder wachsen, demzufolge sollte man darauf achten, dass man nicht nur die Blaetter ausreisst. Es ist auch sehr wichtig die ausgestochenen Pflanzen nicht einfach irgendwo rumliegen zu lassen, da JKK getrocknet fuer die Pferde noch giftiger ist als wenn es frisch ist.
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Jeanny
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BeitragVerfasst am: Mi, 14. Jul 2010 07:49    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Freundin und ich haben vor zwei Jahren einen Offenstall übernommen und in der Vegetationsphase bin ich dann fast aus den Latschen gefallen... Shocked

Richtige Horste von diesem Mistzeug... weil das so schön gelb blüht, super!
Der Vorpächter hatte so gar keine Ahnung!

Ich habe mich also mit einer Karre und einem großen Taschenmesser dran gemacht und mich die nächsten 2 Wochen nur kriechend über den Hektar Land bewegt.
Dieses Jahr ist es schon erheblich weniger gewesen und wir mussten uns nur noch tageweise in die Bückhaltung begeben. Smile

Wir haben die Pflanzen ganz pragmatisch in Müllsäcke und auf nen Container geworfen.
Selbst beim Verbrennen sind die Samen noch "haltbar".

Du kannst auch OHNE die Beseitigung des Krauts auf der anderen Weide was tun!!!
Du kannst es auf DEINER Weide vernichten und im Zaum halten und damit Deinen Tieren ein längeres Leben ermöglichen.
Gerade wenn ihr immer nur weiter steckt, habt ihr ja die Möglichkeit das kleine Stück richtig unter dieLupe zu nehmen und die Pflanzen zu entfernen.
Das sollte Dir die Gesundheit Deiner Pferde Wert sein, auch wenn es ein großer Zeitaufwand ist.
Und geh über das ganze Stück und knips im Vorfeld wenigstens die Blüten ab, damit sie nicht ins Samen kommen!

Man darf nicht vergessen, dass sie JKK Schäden an der Leber irreparabel sind! Rolling Eyes

Ich kann aber auch dazu sagen, dass unsere Pferde mit der Nase nicht mal in die Nähe dieser Pflanze kommen... wenn wir mal ne Rosette übersehen haben, oder die neuen Blüten hochschießen.

Das wird immer ein Teufelskreis bleiben.
Gerade gestern sah ich, dass von der großen Weide einer Pferdehändlerin in der Nähe große Rundeballen Heu gemacht wurden.
Vom letzten Jahr weiß ich noch, wie "schön gelb" es da aussah und sie hatte da die jungen Pferde drauf stehen.
Sprich, jetzt verseucht sie ihren ganze Bestand damit.
Dann geht der Mist mit den Samen wieder auf die Wiesen zum Düngen und es geht weiter...

Also: meine Erfahrung- nur mit Rausstechen/reißen erreichst Du es eine gesunde, ungefährliche Weide zu haben, alles andere ist nicht realisierbar.

_________________
LG Jeanny
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Fini85
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BeitragVerfasst am: Do, 19. Aug 2010 07:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also wir haben das Zeug auch auf den Weiden und haben uns eingehend erkundigt. Pferde fressen das nur, wenn sie hungern, das heißt, wenn gar kein Gras mehr wächst oder die Zufuhr an Rauhfutter eingeschränkt ist. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man das Zeug gut mit Essig wegbekommt... einfach draufschütten (kostet nicht viel) und die Pflanze verkümmert. Natürlich sollte man dies so schnell wie möglich machen, sobald die Pflanze von gelb in weiß wechselt, wirds gefährlich, weil sie dann die Pollen streut, ähnlich wie eine Pusteblume. Da wir allerdings auch in der Umgebung viel von dem Zeug haben, werden wir das wohl nie ganz weg bekommen, allerdings haben unsere Pferde alle gute Leberwerte und bekommen anständig zu futtern Smile

Gruß Fini
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Kerstin-K
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BeitragVerfasst am: Do, 19. Aug 2010 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für Eure Antworten !

Nun ist ja einige Zeit vergangen und wir haben uns eingehend informieren können. Leider haben wir festgestellt, daß JKK überall auf den Wiesen in unserer Umgebung wächst, auf all den Futterwiesen, von denen die Bauern Heu für Reitställe in der Umgebung machen - es ist der Horror...

Wir für uns haben nun folgende Lösung : all die blühenden Pflanzen haben wir ausgestochen und entsorgt, alle paar Tage werden die Kopppel abgesucht und die wachsenden Rosetten entfernt. Eine Koppel, auf der wir am meisten gefunden haben, liegt brach und wird im Herbst gespritzt, alle restlichen Koppeln haben wir mähen lassen, auch diese werden gespritzt. Wir haben alle Bauern in der Umgebung informiert, teilweise auch die Einsteller, wenn wir mit ihnen befreundet sind. Alle Wiesen, von denen unser Heu kommt, laufen wir in Moment ab um auszuschließen, daß wir Heu von JKK-befallenen Wiesen bekommen. Das Zeug wächst hier wie die Pest, es gibt viel zu tun...

Wir haben bereits 1 vergiftetes Pony im Stall, und es ist bei Gott nicht schön anzusehen... Im letzten Winter habe ich in meinem anderen Stall, in dem ich ebenfalls Heu vom gleichen Bauer beziehe, in 3 Tagen 11 Koliken gehabt - meine Ponys und Pferde koliken so gut wie NIE - wir, der Bauer und ich, sind darauf gekommen, daß ich damals eine Ladung Heu einer JKK-Wiese bekommen habe. Ich für meinen Teil werde also alles tun, um auszuschließen, daß das Zeug auf meinen Koppeln wächst oder im Heu zu finden ist.

Meine Freundin startete einen Rundruf im Landwirtschaftsamt, Naturschutzbehörde usw., hat von den betreffenden Stellen aber nur Unverständniss geerntet. JKK ist gewollt und eine von den Pflanzen, die auf den Wiesen zur Erhaltung der Artenvielfalt gewünscht sind. Da fehlen einem als Pferdebesitzer wirklich die Worte...

Unser Fazit in den letzten Wochen : Es wird von den Landwirten, Ämtern und auch Pferdebesitzerin unglaublich leichtfertig damit umgegangen.

Ich bin mehrfacher Pferdebesitzer und nehme meine Verantwortung darin sehr erst. Ich bin u.a. dafür verantwortlich, daß meine Pferde und Ponys Gesundes zu Fressen bekommen, und nicht Heuballen vorgesetzt bekommen, in denen eine tödliche Dosis von JKK für z.B. ein Shetty versteckt ist. Und so wie die Wiesen hier tw. aussehen, ist das keine Übertreibung. Hier gibt es Reitstall-Besitzer, die wissen definitiv, daß deren Heulager voll ist mit JKK-Heu - wir reden hier nicht von einer Pflanze pro Büschel, sondern MENGEN davon - die füttern das Heu trotzdem weiter. Arme Pferde...

@ Fini85 : Die meisten Pferde fressen es auf der Koppel nicht. Aber es gibt Pferde und Ponys, die fressen ALLES, ich habe selbst ein paar davon. Auch das Pony, daß die Vergiftung hat, ist so ein Staubsauger, sie frißt alles, was grün ist. Ich würde mich an Eurer Stelle nicht darauf verlassen, daß die Pferde JKK nicht anrühren, sondern, wenn Ihr es schon seht und erkennt, etwas dagegen tun - zum Wohle Eurer Pferde !

Lieben Gruss
Kerstin

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Belfigor
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BeitragVerfasst am: Do, 19. Aug 2010 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ohje, Kerstin, das hört sich schlimm an. Jeden Tag in Sorge...

Kannst du nicht wenigstens das Heu für deine Pferde von "unverseuchten" Wiesen kaufen? Das wäre doch sicherlich das einfachste, anstatt sich darauf zu verlassen, dass kein JKK enthalten ist, obwohl bekannt, dass eure Heuweiden die Pflanze aufweisen!

Eine Unverschämtheit finde ich, wie die Ämter und Behörden damit umgehen. JKK ist doch auch giftig für den Menschen... Aber gegen Dummheit ist eben noch kein Kraut gewachsen!

Drücke dir die Daumen, dass deine Pferde gesund bleiben und nicht mehr Pferde Probleme bekommen!

Lieber Gruß, Lena

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Kerstin-K
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BeitragVerfasst am: Do, 19. Aug 2010 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lena !

Mein Bauer ist wirklich toll, er ist ebenfalls etwas überfordert mit der Situation und gibt sein Bestes, seine Wiesen künftig JKK-frei zu bekommen. Ein paar sind es, von denen bekommen wir jetzt das Heu. Und um genau diese Wiesen auszusieben, gehen wir sie eben ab und bestellen das Heu genau von diesen Wiesen. Es ist schon ein kleiner Alptraum...

Das Heu von unverseuchten Wiesen zu kaufen wird schwierig, je mehr wir uns auskennen und die Wiesen unserer Umgebung überprüfuen, desto mehr JKK finden wir. Zu unserem Bauern hab ich wenigstens Vertrauen daß er sich an unsere Absprachen hält. Und mittlerweile möchte ich von nirgends mehr Heu kaufen, bevor ich nicht die Wiesen gesehen habe - es scheint doch wirklich fast überall zu wachsen.

Na, wir hoffen das Beste und tun, was wir tun können. Mich wundert etwas, daß man so "wenig" von Pferde- und Stallbesitzern über dieses Thema liest. Gibt es JKK wirklich so selten oder wird einfach nur nicht darauf geachtet ?

In einer Klink in unserer Nähe gab es diesen Sommer schon 2 von JKK vergiftete tote Pferde und eines lebt so vor sich hin... Meinem Tierarzt hingegen sind keine Fälle bekannt. Wobei ich hier ehrlich vermute, daß viele Erkrankungen, die über jahrelangen Verzehr von JKK entstehen, letztendlich nicht mehr mit diesem in Verbindung gebracht werden.

Lieben Gruss !

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Rosana
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BeitragVerfasst am: Do, 19. Aug 2010 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo! Wir haben auch JKK am Stall und haben schon ein paar Jätaktionen dieses Jahr hinter uns. Jetzt hatte ich gerade nach Unkrautstechern recherchiert und den von Fiskars entdeckt, der auf einer Seite auch für JKK empfohlen wird. Ich habe ihn gerade bestellt, vielleicht wäre das ja auch was für euch:
http://www.youtube.com/watch?v=ygB5fCHrDZI&feature=related
Sieht doch sehr bequem und effektiv aus!

Hat bei Amazon auch ziemlich gute Bewertungen.
Ich habe ihn Hier http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=190431939528&ssPageName=STRK:MEWNX:IT#ht_1260wt_1139gekauft
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greta j.
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BeitragVerfasst am: Do, 19. Aug 2010 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Fini85 hat Folgendes geschrieben:
Pferde fressen das nur, wenn sie hungern, das heißt, wenn gar kein Gras mehr wächst oder die Zufuhr an Rauhfutter eingeschränkt ist.
Das stimmt so leider nicht ganz - siehe Kerstins Antwort bzw. hab ich gelesen, dass z.B. die ganz jungen Pflanzen durchaus von manchen Pferden gefressen werden. Drauf verlassen würde ich mich also nie und nimmer. Confused

Fini85 hat Folgendes geschrieben:
allerdings haben unsere Pferde alle gute Leberwerte
Und das heißt leider auch nichts.
Zitat des o.g. THPs und auch meine TÄ hat das schon mehrmals so bestätigt:
"Wenn Sie ein Blutbild mit schlechten Leberwerten haben, dann wissen Sie, dass die Leber schlecht ist.
Wenn Sie ein Blutbild mit guten Leberwerten haben, wissen Sie nicht, dass die Leber in Ordnung ist."

Kerstin-K hat Folgendes geschrieben:
Meine Freundin startete einen Rundruf im Landwirtschaftsamt, Naturschutzbehörde usw., hat von den betreffenden Stellen aber nur Unverständniss geerntet. JKK ist gewollt und eine von den Pflanzen, die auf den Wiesen zur Erhaltung der Artenvielfalt gewünscht sind. Da fehlen einem als Pferdebesitzer wirklich die Worte...
Echt!? Das ist ja krass... Shocked
Es gibt Länder (ich glaub, u.a. die Schweiz), da ist JKK anzeigepflichtig!

Alles Gute euch und euren Pferden - dass ihr den JKK-Wahnsinn irgendwie in den Griff bekommt!!

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Lala
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

greta j. hat Folgendes geschrieben:

Kerstin-K hat Folgendes geschrieben:
Meine Freundin startete einen Rundruf im Landwirtschaftsamt, Naturschutzbehörde usw., hat von den betreffenden Stellen aber nur Unverständniss geerntet. JKK ist gewollt und eine von den Pflanzen, die auf den Wiesen zur Erhaltung der Artenvielfalt gewünscht sind. Da fehlen einem als Pferdebesitzer wirklich die Worte...
Echt!? Das ist ja krass... Shocked
Es gibt Länder (ich glaub, u.a. die Schweiz), da ist JKK anzeigepflichtig!

Alles Gute euch und euren Pferden - dass ihr den JKK-Wahnsinn irgendwie in den Griff bekommt!!


Anzeigepflichtig ist das JKK in der Schweiz nicht (arbeite da bei einem dieser Ämter Embarassed ). Und da es sich (leider) um eine einheimische Pflanzen handelt, ist die Bekämpfung nicht vorschreibbar, wie dies zum Beispiel für die für den Menschen gefährliche Ambrosia (eingeschleppte Pflanze) möglich ist. Da können wir von amtes wegen von den Leuten verlangen, dass sie diese vernichten und es steht auch Geld zur Verfügung um z.b Kontrolleure zu bezahlen, die rumlaufen und dannach suchen.
Bei JKK bleibt den Ämter (zumindestens in der Schweiz) nur übrig, die Leute zu sensibilisieren und Empfehlungen abzugeben (z.b. hier: Merkblatt und Internetseite), teilweise doch eher frustrierend.
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greta j.
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Lala hat Folgendes geschrieben:
Anzeigepflichtig ist das JKK in der Schweiz nicht
Oh, sorry, dann bin ich falsch informiert. (Hatte das von einem Schweizer.) Embarassed
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Thisbe
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BeitragVerfasst am: Fr, 20. Aug 2010 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Kerstin-K hat Folgendes geschrieben:
Meinem Tierarzt hingegen sind keine Fälle bekannt. Wobei ich hier ehrlich vermute, daß viele Erkrankungen, die über jahrelangen Verzehr von JKK entstehen, letztendlich nicht mehr mit diesem in Verbindung gebracht werden.


Ich denke, genau das wird es sein.
Habe versucht rauszufinden, welche Symptome durch Leberschäden entstehen und tatsächlich ist die chronische Vergiftung recht diffus. Ein bißchen schlapp, ein bißchen appetitlos, Hautveränderungen, angelaufene Beine. Alles und nichts also.
Wenn nicht gerade massiver Befall (vor allem auf Heuweiden) vorliegt, wird man kaum eine akut gefährdende Dosis erreichen. Sich deswegen in Sicherheit zu wiegen ist natürlich falsch. Allerdings ist es schwierig, ein Problembewußtsein zu erzeugen, wenn "nie was passiert" Confused

Auf der JKK-Seite habe ich übrigens den Hinweis gefunden, daß der Verein versucht über Meldebögen auch finanzielle Unterstützung für betroffene Landwirte zu erwirken.

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In der Seele des Pferdes findest du Saiten, die lange in dir nachklingen.
(Gunnar Arnarson)
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