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Pferd soll abspecken - braucht jedoch mehr Energie
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Klassikreiten.de Foren-Übersicht -> Fütterung
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oecone
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BeitragVerfasst am: Do, 14. Apr 2016 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn jetzt langsam die sachlich fundierten Beiträge kommen, wäre es wirklich besser, einen neuen Heu-Fred aufzumachen und ggf. die letzten Beiträge schon dahin zu verschieben *inRichtungModwinke* Smile

Es gibt schon noch ein paar weitere Aspekte der Heufütterung, die noch nicht zur Sprache kamen, aber m.E. durchaus diskussionswürdig wären.
Z. B. die Ökonomie, und im weiteren Sinne auch die Nachhaltigkeit uvm.

Grüßle
oecone
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Senselessme
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 05:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find eure Diskussionen echt spannend, ich möchte nur mal einen Link einwerfen, den ich grad zufällig gefunden habe, dann brauch ich das nicht selbst schreiben.

http://pferdekosmos.de/taschenrechner-raus/#more-2483
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Wachtelhalterin
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 06:14    Titel: Antworten mit Zitat

Puppa99 hat Folgendes geschrieben:
Ausnahme ist natürlich die Wiese, vor allem am Anfang der Wiesenzeit, da sind die einfach nur scharf auf das Gras. Im Hochsommer kommen sie aber gern mal von der Wiese, um auf dem Paddock im Schatten zu stehen. Will sagen: Pferde fressen nicht ununterbrochen, auch wenn sie ständig Rauhfutter zur Verfügung haben.


Finde ich ganz gut und richtig, dass du die Wiese auch zum Fressen zählst. Ich begegne immer wieder Pferdeleuten, die die Wiese als Bewegung ansehen und trotz Weidegang munter die gleiche Menge Heu weiterfüttern.

Meine Pflegis haben alle Heu ad lib. Bei den Warmblütern kein Problem, sie machen auch regelmässige Fresspausen (Gehen aber auch immer wieder zum Heu, fressen da aber nicht viel).

Bei Leichtfuttrigen Pferden geht das aber nicht, keine Frage.

_________________
Friede, Freude, Eierkuchen
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Ulrike
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 07:04    Titel: Antworten mit Zitat

Wachtelhalterin,

Ob Weide mitgezählt werden kann oder nicht, ist abhängig von der Weide.

Jetzt, im Moment, wo der Aufwuchs beginnt, bekommen meine Drei einen halben Ballen weniger Heu.

Danach hängt es vom Wetter in der Weiden ab, ob ich sie noch hinzuzählen kann.

Wir leben hier in "Graserwartungsland", da ist es in einigen Jahren nicht mgl. Wiese hinzuzuzählen.
Winterreifen gilt auch nicht.


LG
Ulrike
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sinsa
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 07:23    Titel: Antworten mit Zitat

@Senselessme Was möchtest Du denn diskutieren? Der von Dir verlinkte Artikel hat Fehler und zeugt vom Unverständnis des Autors.
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oecone
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 08:51    Titel: Antworten mit Zitat

@Ulrike, das ist bei uns ähnlich, nur dass die Weidezeit nicht vor dem 1. Mai beginnt, weil das Gras zu Rohfaserarm (und Fruktanreich) ist.
Wir haben über die Jahre auch festgestellt, dass zu frühe Beweidung, also ab März/April, die Grasnarbe so sehr schädigt, dass der Aufwuchs über die übrige Vegetationszeit merklich geringer wird. Und da Grünland in der Vorderpfalz was ganz kostbares ist, beginnt die Weidesaison nun so um den ersten Mai.

Bei meiner Stute reicht ein täglicher Weidegang von 30 Minuten bis einer Stunde, je nach Aufwuchs, um den erhöhten Energiebedarf aus vermehrter Arbeitsleistung komplett abzufangen. Bei längerem Weidegang könnte ich dann auch das Heu reduzieren. Das kommt im Grunde ganau auf das raus, was Du auch schreibst, Ulrike.

Grüßle
oecone
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Ulrike
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Ulrike Laughing

Bei uns kannst Du auch später anweiden, das kommt bei weiterem Aufwuchs auf das Gleiche hinaus. Dann ärgert man sich, das wir das frühe Gras nicht genutzt haben.
Da ich zwei Weidestücke habe, ist dann das andere Stück auch schon fast überständig, dann kommen die Bremsen, da will ich sie wieder am Haus haben, um das kleine Stück zu beweiden und das alles gegen das Wetter...

Meine Nachsaaten auf den Magerweiden sind immer fruktanarme GRäser. Da mache ich mir eher Sorgen um das zu tief abgefressene Gras, das dann zuviel Fruktane bildet. Auch hat mir mein TA gesagt, das der Fruktangehalt im Gras im Tagesverlauf abnimmt, also am MOrgen viel, ab ca. 11:00 wenig(er) Fruktan.
Das passt gut zu meinen Reitzeiten und die Pferde bleiben in Form.

Heu wird im Sommerhalbjahr allerdings um einen Ballen reduziert.
Also, im Winter erhalten sie 2,5 Ballen auf vier Mahlzeiten, in der Weidezeit 1,5 Ballen auf drei Mahlzeiten, die Weide, 3-5 h als eigene Mahlzeit.


LG Ulrike
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oecone
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, andere Gegend, anderer Wachstumsverlauf.
Bei uns ist es entweder nass, wie in diesem Jahr, oder im April schon furchtbar trocken. Bei Nässe gibt es Trittschäden, und bei Trockenheit wächst nix.

Das mit der Tageszeitabhängigkeit ist interessant, allerdings ähnlich wie bei Dir, kein Problem für mein Pferd. Weide ist am Abend, nach dem Reiten, angesagt.

Die warmen Herbste, wenn viel junges Gras nachwächst, sind in der Tat problematisch. Unsere Vollweidepferde nehmen im Herbst immer nochmal richtig zu, vor allem die Ponies.

Um aber nochmal auf die Heufütterung zu kommen. Sofern man optimales Heu hat, ist eine ausgewogene Fütterung, bei gleichzeitig bester Gesunderhaltung der Pferde, einfach.

Spannender wird das Ganze, wenn das Heu nicht optimal ist. Zu sagen, dass dann der Stallbetreiber mal gefälligst bessere Qualität anbringen soll, ist mir zu einfach. Oft gibt es Gründe, warum das Heu nicht optimal ist. Witterung z. B. Da hat niemand Einfluss drauf, aber sie entscheidet das Heuergebnis extrem.

Gerade in den Ballungsräumen gibt es viele eher gewerbliche Pensionspferdebetriebe mit geringer Flächenausstattung. Da wird Heu zugekauft. In solchen Betrieben ist die Heuqualität auch mal extrem schwankend.

Hier in der Vorderpfalz ist die Totschlagforderung immer das sog. Schwarzwaldheu, oder Heu aus dem Odenwald. Gepaart mit der Aussage in Stall XY gibts das, und das ist ja sooo toll...
Mag sein, dass es das ist. Ich persönlich würde ja Heu von den Hochwiesen der Rhön wegen der natürlichen Arnika darin vorziehen, aber gut ... Very Happy
Ich meine, was soll das? Muss denn wirklich Heu über 100e km angekachelt werden, weil nur dann ein Pferd ganz einfach, ohne große Umstände und Nachdenken, gefüttert werden kann?

Grüßle
oecone
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Ulrike
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Gute Frage!


Bei mir scheint es andere Probleme rund um Heu zu geben. Mein Heu braucht nur 100 m, um geliefert zu werden, ABER die Scheune, in der gelagert wird, scheint nicht gut zu sein, denn das Heu beginnt so fiese zu stauben, das ich von einer Pilzbelastung ausgehe.
Heu zieht ja auch Feuchtigkeit an, die Scheune ist alt und somit ist eine trockene Lagerung wahrscheinlich nicht gut möglich.

Es wurde unter besten Bedingungen geerntet und eingefahren.

Also, auch das kann ein Problem darstellen, bestes Heu, suboptimal gelagert, Probleme.

Ob mein Verdacht nun aber richtig ist, wird erst eine Laboruntersuchung ergeben müssen.
LG Ulrike
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oecone
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Kannst Du feststellen, dass die Schnüre um die Ballen deutlich leichter abgehen, als noch im vergangenen Herbst?
Eigentlich sollte das so sein, denn Heu trocknet nach, auch in einer alten Scheune. Und wenn es trockener wird, wird es auch bröseliger und staubt mehr. Das muss nicht unbedingt eine Verpilzung sein.

Grüßle
oecone
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Senselessme
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

@sinsa: Das ist falsch rübergekommen, ich finde es einfach sehr interessant, von euren Erfahrungen und eurem Wissen zu lesen. Mehr wollte ich nicht sagen.

Und den Link habe ich eingeworfen, weil ich gerne wissen wollte, was ihr davon haltet. Besonders die Aussage, dass Stroh genauso viele Kalorien habe wie Heu. Ich habe da leider nicht die Erfahrungswerte. Vielleicht hätt ich doch etwas ausführlicher dazu schreiben sollen Very Happy
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Finchen
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Apr 2016 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde den Aspekt von Puppa immens wichtig:

- ja, eigentlich ftessen Pferde so viele Stunden am Tag

aber ebenfalls

- ja, mit dem Argement Heu oder Weide pauschal rund um die Uhr zur freien Verfügung ist sicher in den allermeisten Fällen nicht die richtige Lösung.

Zu viele variablen Aspekte die hier ja auch schon genannt wurden, spielen eine Rolle.

Da wir aber Pferde in den allerwenigsten Punkte so halten, wie es zu Wildpferdezeiten war, ist doch logisch, dass auch in Bezug auf Fütterung kreativ gehandelt werden muss.

Ad libitum bedeutet ja zb nicht gleichzeitig, dass auf kleiner Fläche große Haufen hochkalorischen Heus zur Verfügung stehen.
Ist das zur Verfügung stehende heu "zu fett" in der Relation für den Fress-/Kaubedarf eines Pferdes, muss halt nach Streckung Azsschau gehalten werden. Engmaschige Netze/gestrecktes Heu/alternativ Zweuge zum Beschäftigungsknabbern/...

Bei anderen Pferden reicht es schon die Orte so zu legen, dass manche Futterstelle schwer und ungerne aufzusuchen ist, somit nicht nur um des Fressen willens immerzu gefressen wird, sondern auch Pause gemacht wird...

Irgendwo im Bereich Hundefütterung ist mir die Erklärung über den Weg gelaufen, dass die Entwicklung für quasi ein anders funktionierendes Verdsuungssystem ca 10.000 Jahre benötigt. Die Fertigfutterindustrie war jedoch seeehr viel schneller, weswegen natürlich keine Anpassung bei den Hunden erfolgen konnte bisher.

Erscheint mir logisch und auch auf Pferde bezogen schlüssig. Also ist es unsere Aufgabe herauszufinden, was nun wirklich wichtig ist, und entsprechende Lösungen zu finden.

Wenn dem Hörensagen zu trauen ist in dem Punkt, dann sind keine bzw kurze Fresspausen ja offenbar durchaus wichtig. Also karge Strauch-Stepoen anlegen ... oder mit vorhandenem reichhaltigen Heu/Gras so hantieren, dass oft/nahezu ständig fressen nicht automatisch krank-fett ist.

Wobei ich auch angelehnt an das was mal "Natur" war auch gar nicht so dramatisch finde, wenn normal gesunde Pferde z.B. im Jahreszeitenverlauf zeitweise mal Speck ansetzen. Nicht dauerhaft halt. Wink

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"Das Herz mit dem Verstand begreifen zu wollen, ist so ähnlich, wie mit den Ohren sehen zu wollen." Safi Nidiaye
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sinsa
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BeitragVerfasst am: Sa, 16. Apr 2016 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

@Senselessme
OK, dann versuche ich es mal in kurz und als erstes etwas zu der Frage nach dem Stroh und dann im Artikel immer weiter:

@Stroh Wenn Stroh die Qualität hat, dass es als Futterstroh geeignet ist, dann ist es ungefähr so energiereich wie Heu und wird in der Bilanz gerechnet wie Heu. Stroh hat einen höheren Rohfaseranteil (ist im Gegensatz zu Heu beinahe schon holzig) und verlängert daher die Kauzeit. Man nimmt es daher ganz gerne, um bei portionierter Heu- oder Silagefütterung auf einen passenden Rohfaseranteil in der Nahrung zu kommen
Man sollte maximal!! ein Drittel der Heuration durch Stroh ersetzen um die Fresszeit zu verlängern.
Aber aufpassen: Es gibt Pferde die rühren Stroh so gut wie gar nicht an, es gibt Pferde die auch Stroh regelrecht inhalieren und Stroh macht sehr gerne Koliken.

@Sättigungsgefühl Ein Sättigungsgefühl stellt sich beim Pferd nicht ein. Es hört auf zu fressen, wenn die Kaumuskulatur ermüdet

@Rechnung Die richtige Formel lautet 1,5 Kilo Heu auf 100 Kilo Pferd!
Das ist die reine Erhaltung! Auch eine Stunde Schritt und ein bißchen Trab müssen angerechnet und die Ration entsprechend aufgestockt werden. Geliches gilt für Witterungsverhältnisse. Bei herbstlichem Regen und Wind und im Winter braucht das Pferd mehr. Jedenfalls wenn es kein Boxenpferd ist.

@Dauerfresser Es stimmt irgendwie und ist doch auch anders/falsch.
Der Körper des Pferdes ist auf die dauerhafte Zufuhr energiearmer Nahrung in kleinen Mengen eingestellt. Der Magen ist eher klein und produziert dauerhaft Verdauungssekrete.
Bezogen auf die Natur/das Wildpferd ist das auch richtig so, weil das Pferd ein Wanderfresser ist, das von Halm zu Halm laufend und suchend ständig Nahrung in kleinen!! Mengen aufnehmen würde. so es nicht kilometerweit unterwegs ist um zum Wasser zu kommen. Ist keine Nahrung im Magen, frißt er sich also regelrecht selber auf (Salzsäure ohne Nahrung, um diese zu neutralisieren ist halt keine gute Idee).

Das bedeutet für unser Hauspferd in den meisten Fällen dass das Futter zu leicht gefunden wird und es sich daher viel!!! zu wenig bewegt und das zusätzlich das Futter zu energiereich (und oft auch zu einseitig) ist.
Sämtliche modernen Ideen zur (Haus-)pferdehaltung versuchen daher diese Anforderungen etwas besser zu erfüllen (Lauf- und Aktivställe z.B.).

@oecone Anforderungen an den SB sinnvolles Grundfutter bereitzustellen
Da das Tierschutzgesetzt leider ein Gesetzt ist, dass sich in der Anwendung am aller untersten Niveau orientiert, hilft uns das wenig weiter. Wir leben aber im Kapitalismus und daher gilt bzw. hilft hier die Regel "Angebot und Nachfrage".
Natürlich hat der SB damit ein Problem! Das ist gar keine Frage.
Es betrifft aber auch einen selber, denn auch bei den meisten Pferdebesitzern muß dringend ein Umdenken stattfinden!

Wenn ich ein Pferd haben möchte, das gesund und schlank iist, dann muß ich meine eigenen Vorstellungen von dem was jetzt ist und dem was sein soll ändern.
Das Heu ist ja nur ein Teil des "Problems" in der Pferdehaltung/-ernährung.
Der zweite und mindestens genauso wichtige Teil ist die Bewegungsmöglichkeit/der Bewegungsanreiz. Man könnte ja z.B. bei dem Konzept Heu mehr oder weniger frei zur Verfügung bleiben, wenn man die Fläche auf der das Heu angeboten wird vergrößert. Das bedeutet aber extrem! viel mehr Fläche und unterschiedliches Gelände (also z.B. auch Wald) und viel mehr Aufwand um darin die Nahrung immer wieder vielen verschiedenen und auch wechselnden Orten in kleinen Mengen zu verteilen.
Ich halte aber jede Wette, dass die Forderung nach angepasstem Heu einfacher zu erfüllen ist, als die größere Fläche bei uns zusammen zu bekommen und den Aufwand zu betreiben dort das Futter zu verteilen.
Sowohl das Grundfutter als auch die Bewegung sind aber nicht nur ein "Problem" für den SB sondern auch für den Pferdehalter, denn mal Hand aufs Herz: Wer hätte Lust im Winter nach der Arbeit im dunkeln kilometerweit durch ein riesiges Gelände zu tapern und dort sein Pferd zu suchen? Oder wer hat alternativ Zeit und Möglichkeit sein Pferd täglich mindestens 2 Stunden und/oder am besten mehrfach zu bewegen?
Aber selbst wenn der SB energieärmeres Heu bekommt, hat er noch immer "Ärger". Wie oft wird im Stall über Heu gesprochen. Die Besitzer freuen sich z.b. über den Ballen mit dem wirklich netten Heu (schön grün und lecker riechend) und sie beschweren sich, wenn im Heu z.B. auch mal Schilf ist und die Pferde das nicht so gerne fressen.
Ganz ehrlich? Ja sorry, dann frißt das Pferd das halt nicht so gerne.
Aber bei der Wahl Schokotorte oder trockene Stulle gewinnt in der Ernährung (wenn es um eine gute Figur geht) nunmal die Stulle. Weder verhungert der Mensch an der Stulle noch das Pferd daran, dass es sein Heu erst zwischen dem Schilf raussuchen oder eben auch mal ein wenig! Schilf fressen muß.
Der Ballen mit dem wirklich verlockendem Heu ist nichts weiter als eine Schokotorte für Pferde. Teilweise recht kurzstängelig, eher Blattreich. Es fehlt Rohfaseranteil, das Zeug kann regelrecht inhaliert werden, das Kauen (das Teil des Verdauungsvorgangs ist) kann annähernd eingestellt werden.
Ja, das ist wunderbares Heu! Aber ich bin dann doch froh, wenn bei mir in der Regel "nur" "normal gutes" (eher langstielig, weniger Blattanteil, mehr Rohfaseranteil, muss gekaut werden) Heu in der Raufe landet und der Ballen mit dem Schokoheu ganz selten mal dabei ist.
Angebot und Nachfrage klappt also auch nur, wenn die Nachfrage ihre Position überdenkt. Sie kann dann aber durchaus funktionieren.
Der Heulieferant ist da beinahe noch mein kleinstes Problem.
Wenn es sich lohnt/die Anfrage hoch genug ist, und die regionalen Heubauern ihr Milchleistungsheu nicht mehr an Pferdeställe verkaufen können, werden sie wohl in eine Neuansaat investieren und das Risiko auf sich nehmen, dass sie nicht mehr jeden verregneten Dreck verkaufen können, sondern besser planen müssen. Als in meiner Region letzes Frühjahr der Aufwuchs durch die Trockenheit so schlecht war, hätte man sich mit Pferdeheu eine goldene Nase verdienen können. Es lohnt also durchaus pferdetaugliches Heu anzubauen. Ich sehe auch immer mehr SBs, die ihr Heu selber machen und entsprechende Saaten bzw. Flächen verwenden oder die rigoros ihre Lieferanten wechseln und somit das "Problem" mit dem Heu auch sinnvoll weiterreichen.

Noch so ein Beispiel, bei dem ein Umdenken lohnt:
Decken! Vorneweg: auch meiner hat (diverse Laughing ) Decken. Er trägt sie aber nur wenn es wirklich notwendig ist und das sind sehr! wenige Tage im Jahr.
Ein Pferd in der Herbstsaison, wo sich alle versuchen ihren Winterspeck anzufuttern (und im übrigen auch der Körper darauf eingestellt ist, genau das zu tun) bei 15°C dauerhaft einzudecken ist, was die Figur betrifft absoluter Blödsinn. Da muß man sich dann nicht wundern, wenn die sinnvollerweise aufgenommene (Mehr-)Energie direkt in zuviel Fett umgewandelt wird.
Es sind oft die Kleinigkeiten über die wir gar nicht mehr nachdenken bzw. bei denen wir unser Verhalten nicht überdenken - aber auch die machen sich in der Bilanz bemerkbar. Hier ein Müsli, da ein Leckerchen und dann die Decke drauf, weil es den Besitzer friert und dann ja wohl auch das Pferd frieren muss. Fragt mal rum, wer alles weiß, wo die Wohlfühltemperatur beim Pferd liegt. Das sind durchaus keine 20°C.
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Rapunzel
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BeitragVerfasst am: Sa, 16. Apr 2016 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt verstehe ich endgültig nicht mehr, was an meinen Mengen und meinem Vorschlag so unglaublich bescheuert war.
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sinsa
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Alter: 51

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BeitragVerfasst am: So, 17. Apr 2016 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

@Rapunzel Rechne doch bitte einfach mal selber nach.
Die Formel steht hier und wenn man diese auf ein Zielgewicht von 450 Kilo anwendet kommt man nunmal als unterste Grenze nicht auf 6 Kilo.
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