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Verfasst: Fr, 17. Jan 2014 16:10
von Rapunzel
Britta: SW = Schweres Warmblut?
Ja, eben - wenn selbst das keine Gnade vor manchen Augen findet, was dann überhaupt?

Verfasst: Fr, 17. Jan 2014 17:50
von amara
@s&p:
Es stimmt trotzdem nicht, dass ein Muskel, der sich dehnt, nicht auch angespannt sein kann. Das ist einfach nicht richtig.
Siehe eben Bierkasten nach unten lassen.

Verfasst: Fr, 17. Jan 2014 18:33
von FNB
Spielnase hat geschrieben:es ist zwar schon ein paar Seiten her, aber ...

@ FNB: Ich sehe das genauso wie du!! Mir gefallen beide Ritte überhaupt nicht, da die Nase STÄNDIG und ZIEMLICH WEIT hinter die Senkrechte kommt.
Die arme Fuchsstute pinselt auch permanent mit dem Schweif, zeigt auch im Gesicht deutlich ihren Stress. Das findet ihr harmonisch?? :shock:
So einen Reiter einfühlsam und sensibel zu nennen ... da kann ich nur den Kopf schütteln. Feine Hilfen? Wo denn? :shock: :shock: :shock:

Da frag ich mich zwischendurch schon, warum sich das Forum hier Klasskreiten nennt.

Na gut, ich wollte die Balance-Diskussion nicht stören – konnte das aber auch nicht "ungesagt" stehen lassen.
Danke! Wir haben wohl den gleichen Blick.

Verfasst: Fr, 17. Jan 2014 19:26
von Melli
amara, danke für den tollen Beitrag zum muskulären Zusammenspiel. Auch wenn mir die Komplexität grds. bekannt warhabe ich das noch nie so differenziert gelesen.

s&p, ich habe deinen Beitrag genau so "übervereinfacht" gelesen, wie amara es wohl auch verstanden hat.

Gibt da so einen Spruch: "Mach es so einfach wie möglich. Aber nicht einfacher."
Das trifft auf viele Erklärungen ;) und in meinen Augen auch sehr auf das Agonist/Antagonisten-Verhältnis zu.

Verfasst: Fr, 17. Jan 2014 21:21
von sapiko
hier nochmal ein video von merlin und zwar eine ganze minute ohne stier (die erste). da sieht man nochmal anders und mehr finde ich.

http://www.youtube.com/watch?v=HCOR-RBx17M

total schön.

sapiko

Verfasst: Fr, 17. Jan 2014 21:55
von Gawan
saltandpepper hat geschrieben:" Es drängt ( ist in jederzeitiger Bereitschaft sich zu dehnen und den Zügel nach vorne zu nehmen)
in angenehmer Weise ( respektiert den Rahmen des Zügelmaßes- dehnt sich also daran, versucht aber nicht, sich darüber hinaus Zügel zu nehmen, sondern lehnt sich lediglich an- und hier wird dieses Wort von "Anlehnung" absolut sinnig ! )
in die Hand"
Danke für diesen Kommentar zur "Dreieinigkeit" :-) , dadurch wird verständlicher, was damit gemeint ist. Leider habe ich sehr viele konventionell gerittene Pferde kennengelernt, die alles andere als angenehm in die Hand drängten, mit Ausnahme eines Pferdes, bei dem ich in der Hand spürte, wie sich seine Zunge bewegte (war ein irres Gefühl, dabei hatte ich aber den Zügel immer noch minimal durchhängend, d.h. der Zügel bildete vom Trensenring zu meiner Hand keine ganz gerade Linie). Ich weiss nicht, welches Drängen bei den neindorffschen Pferden als angenehm galt, für mich persönlich ist die Grenze zwischen angenehm und unangenehm, wenn ich ein Widerlager gegen das Drängen benötige.
horsmän hat geschrieben:Beim gut gerittenen und ausgebildeten Pferd gibt die Hand (als Fixpunkt)den Rahmen vor, innerhalb dessen der Reiter wünscht, dass das Pferd das zuvor erarbeitete künstl. GW beibehält.
Das passt zu der folgende Formulierung für den letzten Satz in dem Zitat, die mir heute nachmittag auf dem Weg in den Stall in den Sinn gekommen ist:
Findet das Pferd dabei mit der Stirnline vor der Senkrechten eine stete, federnd elastische Verbindung zur weich aushaltenden Reiterhand als Fixpunkt, signalisiert ihm damit der Reiter in dieser (Gleichgewichts)haltung zu bleiben.

Verfasst: Fr, 17. Jan 2014 22:42
von Britta
Zu dem Video von Merlin:
Irgendwie beruhigend für mich, dass der Stierkampf - den ich als absolut pervers empfinde - auch reiterlich nichts zu bieten hat. Es wäre ja immerhin ein bisschen ärgerlich, wenn ich aus ethischer Korrektheit dafür pädiere, dass sowas abgestellt wird, und damit einem Highlight der Reitkunst den Todesstoß verpasse. Aber: Pferde, die in Außenstellung über die Schulter wegrennen oder auf Kandarre aufgerollt eine bessere Mittelhandwendung vollführen - das braucht die Welt meines Erachtens ebenso wenig wie Kampfstiere oder südländische Herren, die sich bei dem ganzen Geschnetzele auch noch cool vorkommen. *duck-und-weg*

Verfasst: Fr, 17. Jan 2014 23:03
von Licornia
sapiko hat geschrieben:hier nochmal ein video von merlin und zwar eine ganze minute ohne stier (die erste). da sieht man nochmal anders und mehr finde ich.

http://www.youtube.com/watch?v=HCOR-RBx17M

total schön.

sapiko

Ich find's auch beachtlich!

Natürlich wäre es mir angenehmer, wenn der Stier nicht gemetzelt würde, aber die Wendigkeit des Pferdes und die absolut präzise "Beherrschung" des Pferdes ist erstaunlich.
Mir ist auch gleich, ob da nun eine 150%ig korrekt ausgeführte Dressuraufgaben gezeigt werden, und das ist sicher auch nicht der Sinn der Doma Vaquera und anderer Arbeitsreitweisen.
Da geht es eben um blitzschnelle Reaktionen, Wendigkeit und das möglichst perfekte Zusammenspiel von Pferd und Reiter, das durch die Dressur erreicht wird. Die Dressur ist hier letztlich doch nur Mittel zum Zweck.

Verfasst: Sa, 18. Jan 2014 07:02
von saltandpepper
amara hat geschrieben:@s&p:
Es stimmt trotzdem nicht, dass ein Muskel, der sich dehnt, nicht auch angespannt sein kann. Das ist einfach nicht richtig.
Siehe eben Bierkasten nach unten lassen.
Das hat ja auch kein Mensch irgendwo geschrieben ! Es macht ja nicht "plopp" und ein Muskel ist entspannt. Ebensowenig macht es "plopp" und ein Muskel ist gespannt. Das ist ein fließender Prozeß, der schneller und langsamer ablaufen kann und das An- und Abspannnen erfolgt bei Losgelassenheit idealerweise proportional.
Aber ein Muskel der gedehnt wird, ist im Entspannen begriffen- es sei denn, er wird aktiv festgehalten.

Gawan- es scheint, du bekommst langsam eine Ahnung von der Dreifaltigkeit... :wink:
Das von dir beschriebene Beispiel des feinen Kontaktes, den du durch den leichten Zügelhang hindurch fühlen konntest, trifft es am ehesten. Es kann auch durchaus ein wenig mehr Gewicht sein, ohne unangenehm zu werden. Wenn man es gefühlt hat, weiß man, was gemeint ist.... sonst ist es schwiergig, darüber zu diskutieren.

So jetzt aber endgültig hier vorerst Ende für mich. :fressen:
Mehr Paula vertrage ich vorerst nicht... :lol:

Verfasst: Sa, 18. Jan 2014 08:01
von Alkasar
Britta, es geht doch dabei nicht um Dressurlektionen. Geritten werden, wenn man so will, Manoeuver einer Arbeitsreitweise. Und wenn das Pferd in Aussenstellung schneller um die Wendung kommt und dabei vielleicht auch noch einen besseren Blick hat, auf z.B. den Stier, dann hat das eben seine Berechtigung. Man kann das nun mögen oder nicht. Aber was mich fasziniert, ist das Miteinander von Pferd und Reiter, sie sind aufeinander angewiesen. Das Pferd muss mitdenken, selbstständig arbeiten und doch bei Bedarf sofort auf den Reiter reagieren.
Ich finde es unsinnig, da Maßstäbe der klassischen Dressur anzuwenden.

Verfasst: Sa, 18. Jan 2014 09:45
von Motte
Nochmal Klugscheissemodus an zum Thema Dehnung der Muskulatur:
Die Dehnung bezeichnet man auch als exzentrische Kontraktion. Dabei entfernen sich Ursprung und Ansatz des Muskels voneinander und bewirken dadurch eine dynamisch-negative (nachgebende) Arbeit.
Der Muskel wird länger und entwickelt eine hohe Spannung
(Sportunterricht.de)

Verfasst: Sa, 18. Jan 2014 10:09
von horsman
Zitat s+p:
"Es drängt ( ist in jederzeitiger Bereitschaft sich zu dehnen und den Zügel nach vorne zu nehmen)
in angenehmer Weise ( respektiert den Rahmen des Zügelmaßes- dehnt sich also daran, versucht aber nicht, sich darüber hinaus Zügel zu nehmen, sondern lehnt sich lediglich an- und hier wird dieses Wort von "Anlehnung" absolut sinnig ! )
in die Hand"

hier hake ich nochmal ein, weil ein Element der guten "Anlehnung" nämlich da noch fehlt, nämlich das Abstossen am Gebiss:

kommt das Pferd durch seine ständige Dehnunsgbreitschaft nun am Gebiss an und findet die Dehnung dort seine Grenze, wird zuerst der nachgiebige Unterkiefer den kurz aufkommenden Druck abfedern und das Pferd gibt eine Kieferflexion (= gute Kaureaktion). Genau das ist "Abstossen" am Gebiss.

Dies fühlt der Reiter, weil die Anlehnung dann weich und lebendig bleibt, eben "in angenehmer Weise".

Verfasst: Sa, 18. Jan 2014 11:52
von esge
Zusatz: Wenn es gut ist, gibt nicht nur der Unterkiefer nach, sondern auch die Hanke und der Widerrist des Pferdes hebt sich. Stößt sich das Pferd nur ab ohne die anderen Dinge, gerät es hinter den Zügel.
Auf das Abstoßen des Pferde folgt das Nachgeben der Reiterhand

Verfasst: Sa, 18. Jan 2014 13:20
von saltandpepper
Horsmän und esge einen grooooßen Keks reicht !

Verfasst: Sa, 18. Jan 2014 17:30
von Paula
FNB hat geschrieben:
Spielnase hat geschrieben:es ist zwar schon ein paar Seiten her, aber ...

@ FNB: Ich sehe das genauso wie du!! Mir gefallen beide Ritte überhaupt nicht, da die Nase STÄNDIG und ZIEMLICH WEIT hinter die Senkrechte kommt.
Die arme Fuchsstute pinselt auch permanent mit dem Schweif, zeigt auch im Gesicht deutlich ihren Stress. Das findet ihr harmonisch?? :shock:
So einen Reiter einfühlsam und sensibel zu nennen ... da kann ich nur den Kopf schütteln. Feine Hilfen? Wo denn? :shock: :shock: :shock:

Da frag ich mich zwischendurch schon, warum sich das Forum hier Klasskreiten nennt.

Na gut, ich wollte die Balance-Diskussion nicht stören – konnte das aber auch nicht "ungesagt" stehen lassen.
Danke! Wir haben wohl den gleichen Blick.
Ist der Reiter auf den beiden Filmen
Gareth Huhges?
sieht nämlich für mich so aus, von den Bildern die ich auf der amerigo Homepage sehen kann
Filme kann ich nach wie vor nicht sehen, weil ich es nicht schaffe Adope zu laden, kommt ständig Fehlermeldung...

http://hughesdressage.com/horsesonfilm/

hier oben ein Film von seiner Homepage
wo er versch.Pferde reitet



@horsesmän gut formuliert
Gawan hat geschrieben:
horsmän hat geschrieben:Beim gut gerittenen und ausgebildeten Pferd gibt die Hand (als Fixpunkt)den Rahmen vor, innerhalb dessen der Reiter wünscht, dass das Pferd das zuvor erarbeitete künstl. GW beibehält.
Das passt zu der folgende Formulierung für den letzten Satz in dem Zitat, die mir heute nachmittag auf dem Weg in den Stall in den Sinn gekommen ist:
Findet das Pferd dabei mit der Stirnline vor der Senkrechten eine stete, federnd elastische Verbindung zur weich aushaltenden Reiterhand als Fixpunkt, signalisiert ihm damit der Reiter in dieser (Gleichgewichts)haltung zu bleiben.
Gawan, ja das ist auch schön forumuliert .Mir fällt noch ergänzend dazu ein:
das Abstoßen , das Herantreten ans Gebiss
also die Anlehnung die das Pferd sucht ,nimmt und beibehält
ist nur dann gut nach unseren Prinzipien ,ich glaub das sehen hier die meisten so , was Anlehnung anbelangt..
wenn das Pferd keine Angst vor dem Gebiss hat und es die Hand nicht als Stütze nimmt, es federt angenehme heran und sucht immer wieder den Kontakt zur Hand
es tritt heran, dann kommt die bisweilen fast unsichtbare Nickbewegung des Halses und des Kopfes nach oben,
diesen Vorgang in Verbindung mit einer HH die die so weit möglich untertitt bezeichnen wir als
Abstoßen am Gebiss,
damit wird der gemäßigte Spannungsbogen möglich und der Kreislauf zwischen Reiter und Pferd vollends geschlossen, ein Organismus
sobald der Reiter seinen Sitz verliert ist alles futsch
sobald er mental abdriftet auch
ansonsten ist im Idealfall Pferd und Reiter eins.
Diese Art der Anlehnung sorgt für absolute Feinabstimmung
zwischen Reiter und Pferd ,
das Pferd ist absolut fein und folgt schon den Gedanken des Reiters
das ist aber der Idealfall
der Weg dahin
heißt immer wieder dran arbeiten und das Vertrauen des Pferdes an die Hand
möglichst selten enttäuschen
Die Dehnungsbereitschaft erhalten

Felix Bürkner über Herder
dazu:
"Niemals hatte er einen stafenden Schlag oder grobe Einwirkung erhalten.Infolgedessen war sein Vertrauen zum Reiter ,zu Schenkel und Hand ein unschätzbares Geschenk,das sich zu höchster Harmonie in allen weiteren Anforderungen des Dressuraufbaus bis zur Vollendung der Hohen Schule steigerte."

F.B. ein Vertreter der dt.kl.RL

äh, ne so kann ich nicht reiten, niemals grob sein ?Hilfe, wenn mir mein Pferd wegspring, oder sonstige unanagenehmen Momente, kann ich für nichts garantieren.Aber diese Sorte Reiter die konnte einfach Reiten,
das ist eine andere Liga , da muss ich nicht mithaltenn...
hier ein Video von Winkler auf Halla
Winkler hatte einen Leistenbruch reitet,springt, damit zu Gold
und schafft es trotz Handykap doch recht gut imGgleichgewicht zu bleiben,man konnten die reiten.....
er stand unter Morphium....
http://www.youtube.com/watch?v=aQKu0ikGero