Augenschmaus-Ritte
Moderatoren: Julia, ninischi, Janina
eins von Beidem eben, ist doch auch wurscht, denn beiderseits ist es ja deshalb in meinen Augen auch kein AugenschmaussRITT und darum geht es ja hier. Ob der Besitzer ihn mehr oder weniger ausbilden lassen wollte ist seine Sache. Das kann er halten wie der Dachdecker. Interessant wärs dennoch gewesen, wenn P.S. den Kritiker von SH mal vorführen könnte, wie toll sich der Hengst in der vers. Lektionen zeigt. Dass er tolle Verstärkungen hin kriegt weiß man ja nu seit über 10 jahren.LordFado hat geschrieben:Ja was denn nu? Folgenloser Dauerberitt oder kaum geritten und drum folgenlos??horsmän hat geschrieben:...
Wahrscheinlich wurde nicht wirklich viel an Arbeit in ihn investiert, und nur vor den Schauen ein wenig geritten,...
First a relaxed mind, then a relaxed horse.
horsmän: Erstens zeigt das Pferd ja nun nicht nur Verstärkungen, wie dir vielleicht aufgefallen ist, sondern unter anderem exzellente Übergänge, einieges an versammelten Lektionen und auch Seitengänge. Zweitens werden hier Augenschmausritte eingestellt, die immer eine Momentaufnahme darstellen. Nur weil das Pferd hier nicht alles zeigt, was es vielleicht möglicherweise unter wasweißichwelchen Bedingungen gelernt haben könnte, ist es kein Augenschmaus?! Also weißte! Dann brauchen wir hier auch garnix mehr einzustellen, weil sicher jedes Pferd, das mal irgendwann irgendwer irgendwo gefilmt hat, unter anderen Bedigungen noch mehr hätte lernen können. Das ist doch völlig abstrus! Vielleicht muss man es dir nochmal ganz ruhig erklären: Du MUSST nicht krampfhaft was an dem Ritt auszusetzen finden, nur weil es sich um ein nach FN ausgebildetes Warmblut handelt!
Das Zuchtziel für das Warmblutpferd ist das Vorwärts. Das hat seine Vorteile, wie die überragenden Verstärkungen zeigen. Und seine Nachteile, denn diese Pferde, auch wenn sie ein hervorragendes Exterieur zeigen, tun sich trotzdem schwerer in der Versammlung.
Ein Barockpferd hat eine völlig andere Konstitution, ist auf höchste Versammlung ausgelegt, die ihm leichter fällt als dem rahmigen Warmblüter. Dafür tun sich Barockpferde schwerer mit Verstärkungen und dem generellen Vorwärts.
Beide Pferdetypen können nur im Rahmen ihrer körperlichen Voraussetzungen das Beste geben. Eine Lippizaner-Trabverstärkung wird demnach, auch wenn sie für seine Verhältnisse überragend ist, niemals so excellent ausfallen wie die eines Sandro Hit. Umgekehrt wird SH niemals eine so vollkommene Versammlung zeigen können wie ein Barockpferd. Egal, wie gut der Reiter ist.
Ein Barockpferd hat eine völlig andere Konstitution, ist auf höchste Versammlung ausgelegt, die ihm leichter fällt als dem rahmigen Warmblüter. Dafür tun sich Barockpferde schwerer mit Verstärkungen und dem generellen Vorwärts.
Beide Pferdetypen können nur im Rahmen ihrer körperlichen Voraussetzungen das Beste geben. Eine Lippizaner-Trabverstärkung wird demnach, auch wenn sie für seine Verhältnisse überragend ist, niemals so excellent ausfallen wie die eines Sandro Hit. Umgekehrt wird SH niemals eine so vollkommene Versammlung zeigen können wie ein Barockpferd. Egal, wie gut der Reiter ist.
Max, ich widerspreche Dir mal…
es ist nämlich stets und ständig das gleiche Elend: Ein Barockpferd muss sich nur versammelt präsentieren, ein WB nur in Verstärkungen und schon schreien die jeweiligen Fans entzückt "Augenschmaus" (cleverer Übergang zum Thread-Titel, gell
)
Dabei bin ich der Meinung, eine vernünftige Ausbildung ist nur dann gegeben, wenn beide Pferderassen beides leisten können – das dieses jeweils im Rahmen der Exterieur-Möglichkeiten geschieht, ist selbsterklärend, denke ich.
es ist nämlich stets und ständig das gleiche Elend: Ein Barockpferd muss sich nur versammelt präsentieren, ein WB nur in Verstärkungen und schon schreien die jeweiligen Fans entzückt "Augenschmaus" (cleverer Übergang zum Thread-Titel, gell

Dabei bin ich der Meinung, eine vernünftige Ausbildung ist nur dann gegeben, wenn beide Pferderassen beides leisten können – das dieses jeweils im Rahmen der Exterieur-Möglichkeiten geschieht, ist selbsterklärend, denke ich.
... und die Mär, dass sich Barockpferde per se ja sooo gut versammeln, stimmt auch nicht. Frag mal die 1001 Besitzer des SEHR häufig vorkommenden Iberer-Modells mit leicht senkigem Rücken, überbauter Kruppe und steil gewinkelter Hinterhand. Die können eine Pseudo-Versammlung vielleicht besser vortäuschen, mehr aber auch nicht.
Hier muss ich auch widersprechen. Einer meiner Friesen tut sich derzeit mit einer guten Versammlung schwerer, als mit einem schönen Mitteltrab. Ist auch ein echter Rassetyp: groß, hochbeinig und kurz im Rücken. 

Talent bedeutet Energie und Ausdauer. Weiter nichts. (Heinrich Schliemann, Entdecker Trojas)
Ich bin doch der gleichen Meinung wie Ihr: ein gut ausgebildetes Pferd muss alles können. Nur die Stärken sind dann anders verteilt.
Ich sehe nur einfach nicht ein, warum von manchen gefordert wird, dass ein Warmblut alles können muss (vor allem mehr Pi und Pa), dieselben Leute aber bei den Barocken die schwungvollen Gänge und die Verstärkungen in den Kommentaren völlig ausgeklammert lassen.
Ich sehe nur einfach nicht ein, warum von manchen gefordert wird, dass ein Warmblut alles können muss (vor allem mehr Pi und Pa), dieselben Leute aber bei den Barocken die schwungvollen Gänge und die Verstärkungen in den Kommentaren völlig ausgeklammert lassen.
... und wenn wir schon beim Märchenerzählen sind: es gibt auch die Fabel von den Warmblütern, die alle soooo leicht in Verstärkungen zu reiten sindRapunzel hat geschrieben:... und die Mär, dass sich Barockpferde per se ja sooo gut versammeln, stimmt auch nicht. Frag mal die 1001 Besitzer des SEHR häufig vorkommenden Iberer-Modells mit leicht senkigem Rücken, überbauter Kruppe und steil gewinkelter Hinterhand. Die können eine Pseudo-Versammlung vielleicht besser vortäuschen, mehr aber auch nicht.

Ich bleibe nur trotzdem bei meiner Meinung, dass in den meisten Fällen ein kleines quadratisches Pferd leichter zu setzen ist als ein Pferd mit großem, langem Rahmen. Sofern beide Typen nicht verbaut sind und ein Mindestmaß an Talent mitbringen.

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Horsmän, ganz so einfach ist das nicht. Eine gute Verstärkung geht nur mit Versammlung. Außerdem kenne ich reihenweise Pferde, die heute eine 8 auf die Trabverstärkung bekommen, von Haus aus aber gar keine großartige Bewegung hatten. Das ist in diesen Fällen schlicht das Ergebnis der Ausbildung, des Reitens. Im Trabe klappt das.
Nein, eine wirklich gute Verstärkung ist das Ergebnis guter reiterlicher Arbeit. Für eine wirklich korrekt ausgeführte Trabverstärkung muss das Pferd in der Lage sein, mit dem Hinterbein tragen zu können, ansonsten ist es lediglich im schlimmsten Fall auf die Hand geritten. Voraussetzung, damit das nicht geschieht, ist eine etwas stärker fortgeschrittene Versammlung.horsmän hat geschrieben:Sabine: weil Pi und Pa (wenn ordentlich gezeigt) das Ergebnis von guter reiterlicher Arbeit sind und Verstärkungen i.W. das Ergebnis guter züchterischer Arebit. So einfach ist das. Schau noch mal die Skala an.
Auch mit einem Warmblüter trainiert man eine (gute und im klassischen Sinn korrekte) Trabverstärkung nicht, indem man ihn sinnlos durch die Diagonale brettern lässt, sondern indem man den Antritt fordert und dann nach wenigen Tritten wieder einholt und dann wieder antreten lässt.
Schwung ist nicht mit Schubkraft gleichzusetzen. Insofern verstehe ich Deinen Hinweis auf die Skala nicht.
Hüstel…horsmän hat geschrieben:Sabine: weil Pi und Pa (wenn ordentlich gezeigt) das Ergebnis von guter reiterlicher Arbeit sind und Verstärkungen i.W. das Ergebnis guter züchterischer Arbeit. So einfach ist das. Schau noch mal die Skala an.
sorry, ich will ja hier nun niemandem sein Image kaputtmachen, der meint, mit einer Pi brillieren zu können, aber so einen nonsens las ich selten…

Mein 5jähriger zeigt schon jetzt eine Pi, die richtig gut ist. Vorzugsweise, wenn er sich Banalitäten wie VHW entziehen will. Und mit reiterlicher Arbeit hat das rein gar nix zu tun, sondern einzig und allein mit Zucht.
Und wenn Du wirklich ein Vorderbeingeschmeiße von einer vernünftigen Verstärkung nicht unterscheiden kannst, wird es dringend Zeit, dass Du nicht nur mal in die Skala schaust, sondern vielleicht auch mal danach reitest. Mit viel Glück erschließen sich Dir die Unterschiede ja dann auch nochmal
