Seite 1 von 1

Materialien Gebisse

Verfasst: Di, 15. Jan 2013 10:25
von Yve9979
Hallo zusammen,

es gibt die Gebisse ja in verschiedenen Materialien, ob Aurigan, Edelstahl oder sonst was.

Welche bevorzugt ihr und auch warum?

Habt ihr Unterschiede zw. z.B. Aurigan und Edelstahl bei euren Pferden gemerkt?

Gruß
Yvonne

Verfasst: Di, 15. Jan 2013 11:00
von Gast
Ich persönlich bevorzuge Gebisse aus Edelstahl.
Die haben meiner Meinung nach das beste Preis- Leistungs- Verhältnis.
Auch lassen sich diese am besten reinigen.

Ich habe auch welche aus Aurigan.
Dass sich diese in irgendeiner Weise auf das Pferd auswirken, anders als "normale" Gebisse, konnte ich nicht feststellen.

Diese sollen ja durch die chemische Reaktion mit dem Speichel das Pferd zum vermehrten Kauen anregen. Wie gesagt, diesen Einfluss konnte ich nicht beobachten.

Generell habe ich aber so meine Probleme damit, dass ein "unedles" Material bewusst der Korrosion ausgesetzt wird. Im Maul des Pferdes. So gelangen mitunter Schwermetalle in den Organismus des Pferdes.

Verfasst: Di, 15. Jan 2013 17:08
von horsman
da schließ ich mich voll und ganz an.
Die "billigen" aus Edelstahl reichen mE aus. Der Rest ist bloss fürs Bankkonto der Herstellers gut.

Verfasst: Di, 15. Jan 2013 18:01
von Josatianma
Pico mag Edelstahl lieber. Bei Siggy werde ich erst mit gar nichts anderem anfangen und auch Charly ist mit Edelstahl zufrieden.

Verfasst: Mi, 16. Jan 2013 08:39
von lalala
Ich hatte und habe jetzt auch wieder Aurigan - getreu dem Motto "never change a running system!"

Verfasst: Mi, 16. Jan 2013 08:44
von Tess
ich hab goldene Schnallen am Zaumzeug - also brauch ich auch ein goldenes Gebiss - ist ja hässlich sonst :mrgreen:

Hab aber auch welche aus Edelstahl und merke ehrlich gesagt keinen Unterscheid dazwischen,

Verfasst: Mi, 16. Jan 2013 12:44
von le_bai
ich nutze möglichst unelde metalle/legierungen, da dort die säureproblematik weniger greift und das speicheln angeregt wird.

aussehen ist nahezu irrelevant für mich im bezug auf die gesamte pferdeausstattung.

momentan: sweet iron oder brüniert.
Bei besonderer passform anforderung ist die auswahl beim edelstahl am größten - das ist dann ein nötiges übel - daher habe ich auch eines in einer speziellen zwischengröße.

Verfasst: Mi, 16. Jan 2013 13:18
von solera
wenn etwas nicht klappt, ist selten das gebiss dran schuld, sondern warscheinlich eher die bedieneinheit am anderen ende des zügels - es gibt ganz wenige ausnahmen zu dieser regel. im großen und ganzen gilt für den gutteil der ausrüstung: keep it simple! gerade gebisse in den abartigsten verschnörkelungen und legierungen sind ein overkill.

Verfasst: Mi, 16. Jan 2013 14:37
von RedPepper
Hallo,

einen Unterschied in der Wirkung / beim Einspeicheln konnte ich bei Metallgebissen nicht feststellen, bei wenigen Pferden aber durchaus Vorlieben. Eine ältere Stute hatte z.B. ein Kupfergebiss, beim Ausprobieren eines Aurigan-Gebisses war schon beim Auftrensen klar sie mag das lieber (Kupfer kaute sie darauf herum als ob sie es ausspucken möchte). Und bei einem Wallach cremte die Besitzerin immer die Maulwinkel ein, weil die Haut das etwas trocken war / leicht schuppig. Ein Gebiss mit Auriganringen machte das Cremen überflüssig. Das waren aber die zwei Ausnahmen, die mir bisher begegnet sind, bei anderen war das Material egal.

Was ich aber durchaus probiere ist welches Gewicht die Pferde bevorzugen. Manche mögen lieber schwere (solides dickes Olivenkopfgebiss), manche lieber was leichtes (hohl, Edelstahl).

Generell macht das aber keinen großen Unterschied, es ist nur so ein "Pluspunkt im Wohlfühlfaktor".

Mit Kunststoff oder Leder habe ich keine Erfahrungen. Nur die Beobachtung bei einer Stute mit massiven Zahnproblemen (nach Behandlung natürlich), die erst mit einer Naturleder-umnähten Unterlegtrense zufrieden aussah.

Mein Fazit: die Standards ausleihen und probieren. Neuentwicklungen habe ich bisher nicht gebraucht, nur dass mir viele der ganz alten Gebisse für moderne WB-Köpfe zu dick erscheinen. Meine Stute bekommt z.B. bei 21mm Gebissen das Maul nicht mehr zu. Aber das kann auch Zufall sein bei den Pferden mit denen ich zu tun habe...

Verfasst: Mi, 16. Jan 2013 14:39
von gimlinchen
mein alter vollblüter zeigte deutlich, dass er sein ledergebiss viel besser fand als metallgebisse. :-)

Verfasst: Mi, 16. Jan 2013 18:05
von Finchen
Einfaches Edelstahl doppelt gebrochen war für die Vollblutdame absolut prima. Das Pony läuft mit einem Sweet-Iron doppelt gebrochen ok, testhalber habe ich ein einfach gebrochenes testen wollen, was offenbar genehmer war - aus Edelstahl. :? Material oder Gebißform ist nun die Frage - vielleicht erkenne ich ja einen merklichen Unterschied, aber grundsätzlich bin ich für schlicht, also einfach oder doppelt gebrochen nach Belieben, Edelstahl und gut ist.