Pferd nicht moralisch veranlagt?

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horsemanship78
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Beitrag von horsemanship78 »

@Nakim.

Was meinst du mit Gefummel? Streichelst Du dein Pferd nicht, wenn Du es lobst oder allgemein? Meine Kundenpferde strecken mir bei einem "fein" von meiner Seite, den Kopf hin zum "hutscheln".
Gimufi
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Beitrag von Gimufi »

horsemanship78 hat geschrieben:Also ihr Leute, mal ganz ehrlich, wenn ein 3jähriger Hengst Euch grade mal eben so ansteigt, weil es ihm Spaß macht, er das mit seinen Kumpels auch macht, möchte ich sehen, wie ihr Grenzen ohne Druck setzt ;-) Es nutzt einem nix, wenn er die Füße wieder aufm Boden hat, ihn zu loben, wenn er Euch vorher mit den Hufen am Kopf getroffen hat ;-)! Ist überspitzt, aber hilft vielleicht,.

Pferde brauchen Regeln und Grenzen, damit sie sich sicher fühlen können. So läuft es auch in der Herde (einen sicheren Rahmen geben).
Ich frage mich gerade, wen du mit "ihr Leute" meinst ;). Ich würde mich in so einem Fall natürlich verteidigen, deswegen schrieb ich ja oben auch, dass man im Alltag selten ganz ohne -v auskommt. Ich sprach davon, dass ich in Trainingssituationen, soweit es möglich ist, +v verwende. Das ist ein Unterschied. Ich bin dem Pferd gegenüber authentisch und wenn ich mich bedroht fühle, verhalte ich mich auch dementsprechend.

Ich finds schade, dass solche Diskussionen immer aufs selbe hinauslaufen, immer die selben Totschlagargumente kommen und angenommen wird, dass jeder, der mit +v arbeitet, noch nie ein "Problempferd" korrigiert hat. Klinke mich dann lieber aus, ich gebs ehrlich zu, mir geht sowas immer viel zu sehr an die Nieren.
Es ist besser, ein paar Fragen zu kennen, als alle Antworten. (James Thurber)
sinsa
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Beitrag von sinsa »

horsemanship78 hat geschrieben:Pferde brauchen Regeln und Grenzen, damit sie sich sicher fühlen können. So läuft es auch in der Herde (einen sicheren Rahmen geben).
Naja-sooo viel ist es aber nicht, was ein Pferd an Regeln oder Grenzen braucht und selbst die meisten Jungpferde neigen nicht dazu Menschen anzurempeln, ihn auf die Füße zu springen oder sie womöglich anzusteigen. Selbst wenn, ist das oft recht schnell erledigt. Ein Versuch, eine Ansage und gut ists. Nicht immer, aber oft eben schon.
Sheitana
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Beitrag von Sheitana »

Gimufi hat geschrieben: Ich finds schade, dass solche Diskussionen immer aufs selbe hinauslaufen, immer die selben Totschlagargumente kommen und angenommen wird, dass jeder, der mit +v arbeitet, noch nie ein "Problempferd" korrigiert hat. Klinke mich dann lieber aus, ich gebs ehrlich zu, mir geht sowas immer viel zu sehr an die Nieren.
Findest du?

Ich arbeite auch mit positiver Verstärkung. Dennoch kann ich negative Verstärkung nicht immer ausschließen.

Bei heike kommt es mir so vor (keine Unterstellung, nur mein subjektiver Eindruck), also würde sie negative Verstärkung völlig ablehnen. Und ich frage mich einfach, wie das gehen soll.
LG
Sheitana
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Sheitana
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Beitrag von Sheitana »

sinsa hat geschrieben:
horsemanship78 hat geschrieben:Pferde brauchen Regeln und Grenzen, damit sie sich sicher fühlen können. So läuft es auch in der Herde (einen sicheren Rahmen geben).
Naja-sooo viel ist es aber nicht, was ein Pferd an Regeln oder Grenzen braucht und selbst die meisten Jungpferde neigen nicht dazu Menschen anzurempeln, ihn auf die Füße zu springen oder sie womöglich anzusteigen. Selbst wenn, ist das oft recht schnell erledigt. Ein Versuch, eine Ansage und gut ists. Nicht immer, aber oft eben schon.
Aber selbst diese Ansage ist doch negativ, oder? Denn wir "verbieten" dem Pferd etwas, das es gerne tun würde... :wink:
LG
Sheitana
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horsemanship78
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Beitrag von horsemanship78 »

@Gimufi: Es ist ein dikussionsforum, also auch Diskussionen und verschiedene Meinungen. ist auch gut so, ich persönlich möchte nur verstehen, wie man nur mit + V arbeiten kann, so wie es von heike rüberkommt.

Pferde sollten sich gescheit führen lassen, nicht betteln, sich anbinden und verladen lassen, Körperberührungen überall dulden und nicht beißen, treten,steigen. Das macht den Umgang mit ihnen für den Menschen sicher.Das wars.

Naja manche Pferde fragen jeden Tag nach ihren Grenzen ;-)
horsemanship78
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Beitrag von horsemanship78 »

Sogenannte Problempferde haben Problemmenschen ;-)!!!!
Gimufi
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Beitrag von Gimufi »

Sheitana hat geschrieben:
Gimufi hat geschrieben: Ich finds schade, dass solche Diskussionen immer aufs selbe hinauslaufen, immer die selben Totschlagargumente kommen und angenommen wird, dass jeder, der mit +v arbeitet, noch nie ein "Problempferd" korrigiert hat. Klinke mich dann lieber aus, ich gebs ehrlich zu, mir geht sowas immer viel zu sehr an die Nieren.
Findest du?
Ja, finde ich. Sorry, da fühl ich mich nicht wohl.

Dass man in unserer zivilisierten Welt gerade ein Pferd nicht ausschließlich auf Basis von +v ausbilden kann, habe ich ja bereits mehrfach erwähnt. Ob Heike das meint, weiß ich nicht. Aber offensichtlich werden Heike, ich und wer auch sonst ja bereits alle in einen Topf geschmissen ;).
Es ist besser, ein paar Fragen zu kennen, als alle Antworten. (James Thurber)
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Beitrag von Gimufi »

horsemanship78 hat geschrieben:Sogenannte Problempferde haben Problemmenschen ;-)!!!!
Seh ich genauso, deswegen habe ich es in Anführungszeichen gesetzt.
Es ist besser, ein paar Fragen zu kennen, als alle Antworten. (James Thurber)
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Beitrag von Sheitana »

Gimufi hat geschrieben:
Sheitana hat geschrieben:
Gimufi hat geschrieben: Ich finds schade, dass solche Diskussionen immer aufs selbe hinauslaufen, immer die selben Totschlagargumente kommen und angenommen wird, dass jeder, der mit +v arbeitet, noch nie ein "Problempferd" korrigiert hat. Klinke mich dann lieber aus, ich gebs ehrlich zu, mir geht sowas immer viel zu sehr an die Nieren.
Findest du?
Ja, finde ich. Sorry, da fühl ich mich nicht wohl.

Dass man in unserer zivilisierten Welt gerade ein Pferd nicht ausschließlich auf Basis von +v ausbilden kann, habe ich ja bereits mehrfach erwähnt. Ob Heike das meint, weiß ich nicht. Aber offensichtlich werden Heike, ich und wer auch sonst ja bereits alle in einen Topf geschmissen ;).
Ich schmeiß keinen in einen Topf... :P Und dich meinte ich wirklich nicht, die Fragen waren nur an heike gerichtet... :wink:
LG
Sheitana
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sinsa
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Beitrag von sinsa »

@sheitana ich habe ja auch nie behauptet, dass ich was von antiautoritärer Erziehung halte :lol:
Allerdings gebe ich zu, dass es grundsätzlich wenig gibt, was ich meinem Pferd verbiete. Meist kommt mein Pferd nämlich über kurz oder lang ganz von alleine dahinter, was es darf und was nicht und es weiß sogar, dass es manchmal etwas nicht darf, auch wenn das sonst nicht so schlimm ist.
Gimufi
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Beitrag von Gimufi »

Sheitana, ich meinte ja auch nicht dich ;). Ist schon gut, wir können das jetzt ruhig dabei belassen :).
Es ist besser, ein paar Fragen zu kennen, als alle Antworten. (James Thurber)
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Beitrag von horsemanship78 »

@Gimufi: Wenn Du auf mein "Leute" anspielst, muss ich zugeben, ich habe den Überblick verloren, wer welche "Taktik" fährt ;-)
Also war nicht persönlich gemeint :lol:
Gimufi
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Beitrag von Gimufi »

Ja, ist schon okay :)
Es ist besser, ein paar Fragen zu kennen, als alle Antworten. (James Thurber)
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Beitrag von Sheitana »

sinsa hat geschrieben:@sheitana ich habe ja auch nie behauptet, dass ich was von antiautoritärer Erziehung halte :lol:
Allerdings gebe ich zu, dass es grundsätzlich wenig gibt, was ich meinem Pferd verbiete. Meist kommt mein Pferd nämlich über kurz oder lang ganz von alleine dahinter, was es darf und was nicht und es weiß sogar, dass es manchmal etwas nicht darf, auch wenn das sonst nicht so schlimm ist.
Ist auch immer schön, wenn das so klappt.... :D Geht mir meist auch so. Nur bei allen Pferden geht das eben nicht.
LG
Sheitana
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