Longenkurs und Erfahrungenaustausch
Nein, das mit den "Schummeln" sehe ich überhaupt nicht so! Es ist doch gut, es den Pferden so leicht wie möglich zu machen a) zu verstehen, was wir wollen und b) es umzusetzen. Je sicherer sie werden, kann man die Hilfsmittel dann weglassen - wobei es auch Sinn macht, bei Rückschritten wieder darauf zurückzugreifen. Ich nutze für meinen Kleine auch gerade wieder einen Innenkreis aus Schläuchen.
Medora
Medora
Sodele, nachdem ich nun endlich stolze Kappzaumbesitzerin bin, habe ich heute im Regen
mit dem Führen an der Hand in Stellung angefangen. ...Wobei mir mal wieder aufgefallen ist, wie einfach doch manche Sachen aussehen, und wie schwer sie aber zu erarbeiten sind...
Amor war dabei irgendwie schwer zu vermitteln, daß er trotzdem weiterlaufen soll, wenn ich mich auf Höhe seiner Schulter fallen lasse, um zu gucken, wie er läuft. Da blieb er immer stehen und bot Spanischen Schritt an.
Laika hat sich da viel besser angestellt, wobei es natürlich noch nicht so toll geklappt hat.
Jedenfalls bin ich supi-motiviert und werde dranbleiben.


Amor war dabei irgendwie schwer zu vermitteln, daß er trotzdem weiterlaufen soll, wenn ich mich auf Höhe seiner Schulter fallen lasse, um zu gucken, wie er läuft. Da blieb er immer stehen und bot Spanischen Schritt an.

Laika hat sich da viel besser angestellt, wobei es natürlich noch nicht so toll geklappt hat.
Jedenfalls bin ich supi-motiviert und werde dranbleiben.

lg, Tanja
Reiten ist nicht weiter schwierig, solange man nichts davon versteht.
Aus: "Vollendete Reitkunst", Dr. Udo Bürger, 1959
Reiten ist nicht weiter schwierig, solange man nichts davon versteht.
Aus: "Vollendete Reitkunst", Dr. Udo Bürger, 1959
Hallo, am 19. Januar hatte ich ja geschrieben, daß ich wieder ganz von vorne anfange und heute möchte ich euch berichten, daß erste Fortschritte zu verzeichnen sind
!
Ich habe etwa zweimal pro Woche jeweils für ca. 10 Min. das Führen in Stellung geübt; in letzter Zeit ab und zu mal geradeaus an der Hauswand entlang, weil ich meinem Pferd das Ganze so besser begreiflich machen konnte als auf dem Reitplatz. Ich stellte ihn dabei recht stark, und stützte oft seine innere Schulter; heute ging er zum ersten Mal auf beiden Händen mehrere Schritte in Stellung, er konnte zum ersten Mal die Stellung selbst einige Schritte halten und ließ sich auch in Stellung anhalten. Ich probierte dann noch Übertreten, das hat gleich ganz gut funktioniert, obwohl ich es noch nie mit ihm geübt hatte. Da machte ich aber ganz schnell nach ein paar Schritten Schluß!
Dafür habe ich nun etwa 7 Wochen gebraucht, wobei ich drei Wochen lang wegen schlechter Bodenverhältnisse und weil ich meine Hand nicht benutzen konnte, kaum geübt habe. Ist vielleicht für euch interessant, wie lange das gedauert hat. Mein Eindruck war nämlich, bei euch allen gehts viel schneller
. Ich denke, bei mir hats auch deshalb recht lange gebraucht, weil die äußeren Bedingungen es nicht gerade leicht machen (unebener Naturboden, keine Bande, keine Markierungen oder Begrenzungen am Boden).
LG Abeja

Ich habe etwa zweimal pro Woche jeweils für ca. 10 Min. das Führen in Stellung geübt; in letzter Zeit ab und zu mal geradeaus an der Hauswand entlang, weil ich meinem Pferd das Ganze so besser begreiflich machen konnte als auf dem Reitplatz. Ich stellte ihn dabei recht stark, und stützte oft seine innere Schulter; heute ging er zum ersten Mal auf beiden Händen mehrere Schritte in Stellung, er konnte zum ersten Mal die Stellung selbst einige Schritte halten und ließ sich auch in Stellung anhalten. Ich probierte dann noch Übertreten, das hat gleich ganz gut funktioniert, obwohl ich es noch nie mit ihm geübt hatte. Da machte ich aber ganz schnell nach ein paar Schritten Schluß!
Dafür habe ich nun etwa 7 Wochen gebraucht, wobei ich drei Wochen lang wegen schlechter Bodenverhältnisse und weil ich meine Hand nicht benutzen konnte, kaum geübt habe. Ist vielleicht für euch interessant, wie lange das gedauert hat. Mein Eindruck war nämlich, bei euch allen gehts viel schneller

LG Abeja
Na da bin ich aber beruhigt. Bin schon seit Anfang Februar dran und es funzt noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Vielleicht ponybedingte Büffeligkeit? Jedenfalls stimmt es mich optimistisch, dass Du nach so langer Zeit endlich Erfolge verzeichnest 

LG
Jarit
Erfahrung heißt gar nichts. Man kann etwas auch 35 Jahre lang falsch machen. - Tucholsky
Jarit
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Hallo Abeja und Jarit. Ich glaube es ist ganz normal, wenn man sich in das Thema einarbeitet, daß man, wenn man sich vorher noch nicht damit beschäftigt hat, länger braucht um ans Ziel zu kommen. So gut die Beschreibungen des Longenkurses auch sein mögen, es steht halt doch niemand neben einem und guckt, ob man es auch richtig macht.
Möglicherweise hilft der Longenkurs weniger falsch zu machen bzw. vielleicht beitet er ja wirklich ne gute anleitung, aber lernen muß man trotzdem selbst auch ncoh, es umzusetzen. Es wäre illusorisch, wenn man anhand eines Buches erwartet, genauso schnell ans Ziel zu kommen, wie jemand der über Jahre trainiert hat.
Wenn es so einfach wäre, würde ich perfekt reiten, denn ich hab schon so viele Klasiker gelesen und bin echt gut in der Theorie. Aber es in der Praxis umzusetzen ist doch noch was anderes. Die Theorie hilft dann zwar enorm, aber letzendlich muß man auch selbst lernen, wie man es dem Pferd lernt....
Möglicherweise hilft der Longenkurs weniger falsch zu machen bzw. vielleicht beitet er ja wirklich ne gute anleitung, aber lernen muß man trotzdem selbst auch ncoh, es umzusetzen. Es wäre illusorisch, wenn man anhand eines Buches erwartet, genauso schnell ans Ziel zu kommen, wie jemand der über Jahre trainiert hat.
Wenn es so einfach wäre, würde ich perfekt reiten, denn ich hab schon so viele Klasiker gelesen und bin echt gut in der Theorie. Aber es in der Praxis umzusetzen ist doch noch was anderes. Die Theorie hilft dann zwar enorm, aber letzendlich muß man auch selbst lernen, wie man es dem Pferd lernt....
LG Foxi
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Wer Frauen ohne Fehler sucht und Pferde ohne Mängel, der hat nie ein gutes Pferd im Stall und im Bett nie einen Engel.
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hallo Ihr,
ich habe den Longenkurs schon länger, aber meine Islandstute hatte jetzt erstmal leider 2 Monate lang Rehebedingte Zwangspause. Unser Reitplatz ist sehr uneben und teilweise zu tief für sie. Da muss ich mir ein gerades geeignetes Stück suchen. Müsste aber gehen. Auf einem kleinen Kreis zu arbeiten, halte ich wegen der Rehe und möglicher Folgeschäden für momentan nicht geeignet. Daher die Frage: Führen in Stellung müsste doch auch gut auf dem Hufschlag zu erarbeiten sein, da ja die Reitplatzbegrenzung vorhanden ist, oder?
Einen ersten Versuch hat meine Stute auf der hohlen Seite damit beantwortet, dass sie schon bald ein schulterhereinartiges Gehen anbot. Da wirkte sie etwas übereifrig und war genervt, wenn ich immer wieder von vorne anfing. Sie fing auch gleich an, auf eine Volte nach innen auszuweichen, was ich natürlich unterbunden habe.
Kernfrage: Ist der kleinere Kreis Bedingung oder kann ich erstmal so weiter machen wie geschildert?
Grüße
Steffi
ich habe den Longenkurs schon länger, aber meine Islandstute hatte jetzt erstmal leider 2 Monate lang Rehebedingte Zwangspause. Unser Reitplatz ist sehr uneben und teilweise zu tief für sie. Da muss ich mir ein gerades geeignetes Stück suchen. Müsste aber gehen. Auf einem kleinen Kreis zu arbeiten, halte ich wegen der Rehe und möglicher Folgeschäden für momentan nicht geeignet. Daher die Frage: Führen in Stellung müsste doch auch gut auf dem Hufschlag zu erarbeiten sein, da ja die Reitplatzbegrenzung vorhanden ist, oder?
Einen ersten Versuch hat meine Stute auf der hohlen Seite damit beantwortet, dass sie schon bald ein schulterhereinartiges Gehen anbot. Da wirkte sie etwas übereifrig und war genervt, wenn ich immer wieder von vorne anfing. Sie fing auch gleich an, auf eine Volte nach innen auszuweichen, was ich natürlich unterbunden habe.
Kernfrage: Ist der kleinere Kreis Bedingung oder kann ich erstmal so weiter machen wie geschildert?
Grüße
Steffi
Hallo Steffi,
ich würde sagen es ist ok , wenn du auf dem Hufschlag mit den Führübungen beginnst.
Und wenn es deinem Pferd wieder besser geht, würde ich langsam mit großen Kreisen und Linien anfangen und später dann diese verkleinern.
Alles Gute euch und berichte mal, wie es klappt!
ich würde sagen es ist ok , wenn du auf dem Hufschlag mit den Führübungen beginnst.
Und wenn es deinem Pferd wieder besser geht, würde ich langsam mit großen Kreisen und Linien anfangen und später dann diese verkleinern.
Alles Gute euch und berichte mal, wie es klappt!
lieber Gruß, Bianca
Viele würden niemals mit vollem Mund sprechen, tun es aber mit leerem Kopf (Orson Welles).
Viele würden niemals mit vollem Mund sprechen, tun es aber mit leerem Kopf (Orson Welles).
Hallo Bianca,
ja, ich habe es heute wieder auf dem Hufschlag versucht. Auf der linken Hand macht sie es wirklich gut. Auf der rechten Hand wird sie extrem unwillig. Stampft mit dem Bein auf, läuft ohne abzuwarten los, verwirft sich im Genick und ist schwer genervt. Ich glaube, dass ich heute zu lange auf der "schlechten Hand" geübt habe- Dann hat sie ja auch zu wenig Erfolgserlebnisse. Als ClickerTraining-Pferd ist sie ja eine hohe Belohnungsfrequenz gewöhnt. Wahrscheinlich muss ich meine Kriterien für den Click noch herunter setzen. Wenn sie den Kopf im Stand in Stellung bringt muss ich halt viel häufiger belohnen und nicht gleich das Antreten fordern.
Eine gute Idee, das mit den größeren Linien und Kreisen als nächster Schritt. Manchmal kommt man einfach auf so etwas nicht von alleine...
Ich werde weiter berichten.
Grüße
Steffi
ja, ich habe es heute wieder auf dem Hufschlag versucht. Auf der linken Hand macht sie es wirklich gut. Auf der rechten Hand wird sie extrem unwillig. Stampft mit dem Bein auf, läuft ohne abzuwarten los, verwirft sich im Genick und ist schwer genervt. Ich glaube, dass ich heute zu lange auf der "schlechten Hand" geübt habe- Dann hat sie ja auch zu wenig Erfolgserlebnisse. Als ClickerTraining-Pferd ist sie ja eine hohe Belohnungsfrequenz gewöhnt. Wahrscheinlich muss ich meine Kriterien für den Click noch herunter setzen. Wenn sie den Kopf im Stand in Stellung bringt muss ich halt viel häufiger belohnen und nicht gleich das Antreten fordern.
Eine gute Idee, das mit den größeren Linien und Kreisen als nächster Schritt. Manchmal kommt man einfach auf so etwas nicht von alleine...
Ich werde weiter berichten.
Grüße
Steffi