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Verfasst: Fr, 28. Okt 2011 12:58
von skywalker
ottilie hat geschrieben:
An die Anwender - Ihr schmiert jeden Tag, oder?
Bin mal gespannt wie lange die Flasche dann hält...
Ich pinsle nicht jeden Tag, eher jeden 2. Manchmal waren auch 3 Tage dazwischen.. einfach weil ich nicht täglich im Stall bin. Es scheint trotzdem sich was zu tun. Vielleicht wärs schneller wenn täglich.
So auf diese Weise komm ich mit 1 Flasche nicht sehr lang aus, ich habe jetzt in 3 Monaten 3 Flaschen verbraucht und jetzt gleich noch 2 bestellt

.
Ich geh dabei aber doch etwas verschwenderisch um damit (wenn Herr Pferd mal wieder ungeduldig wird, landet die Hälfte auf dem Boden

). Ich steck mittlerweile übrigens einfach die Spitze der Flasche tief in die Strahlfurche und drück fest an, bis es quasi "überquillt", so tu ich mir am leichtesten momentan.
Verfasst: Mo, 07. Mai 2012 15:48
von Malwas
Ich muss euch mal um Rat bitten. Und zwar hat meine RB einerseits Strahlfäule, und dadurch bedingt so einen richtigen "Schnitt" vom Strahl bis zum Ballen hoch (an allen 4 Hufen). Seit wenigen Wochen fällt mir auf, dass sich erst an einem, jetzt schon an beiden Vorderhufen die Haut des Hufballens "ablöst". Man kann sie hochziehen wenn sie feucht ist; als es noch so heiß und trocken war sah es nicht so schlimm aus, jetzt nach dem Regen viel schlimmer. Die Haut ist weißlich und weich. Das Foto ist schon älter, aber man sieht ja trotzdem was los ist:
Diese Tasche geht noch etwa daumennagelgroß weiter.
Ist das Hufpilz kombiniert mit Strahlfäule? Was hilft eurer Erfahrung nach am besten (wenn jemand das überhaupt schon mal gesehen hat)? Sollte man die lose Haut wegschneiden?
Danke im Voraus für eure Hilfe

Verfasst: Mo, 07. Mai 2012 16:35
von Rioja
Eine ganz große Hilfe wäre sicherlich, die Hufsituation zu verbessern. Wobei ich mich mit dieser Aussage nur auf dieses Foto beziehen kann. Da sieht es aus, als wären die Trachten zu lang und der Strahl wird gequetscht. Damit ist er seinen Funktionen beraubt und anfällig für Strahlfäule und -pilz.
Ich habe meinen Strahlpilz gut mit dem Waschen und Einbringen der Salbeiseife und einem Mittel gegen Strahlfäule in den Griff bekommen (und natürlich der Behebung der Ursache).
Verfasst: Mo, 07. Mai 2012 16:42
von Malwas
Der Hufschmied war vor kurzem da, ich werd nochmal ein paar Fotos auch von der Seite machen. Ich kenne mich da noch nicht so wirklich aus, will mich da aber vor allem im Wohle des Pferdes weiterbilden. Wobei sich so ein Hufschmied ja meist ungerne reinquatschen lässt

Verfasst: Mi, 09. Mai 2012 12:03
von Malwas
Zwischenstand: Besitzerin hat Borax besorgt und behandelt die Hufe zweimal die Woche damit. Sie traut sich auch zu, mit dem Hufmesser den Strahl nachzubessern. Bin gespannt, wie es sich entwickeln wird, auch wenn ich vor Borax einen riesen Respekt habe. Wahrscheinlich werde ich es aber nicht anwenden müssen. Hoffentlich hilft es gegen Fäule und Pilz gleichermaßen, denn die Strahlfäule ist ja schon recht ausgeprägt bei ihm

tut ihm bestimmt manchmal weh

Werde berichten wie es weitergeht...
Verfasst: Mi, 09. Mai 2012 12:33
von AdrWgl
Malwas hat geschrieben:Der Hufschmied war vor kurzem da, ich werd nochmal ein paar Fotos auch von der Seite machen.
Und eins von unten, bitte. Mag an der Perspektive liegen, aber ich finde die Hufbearbeitung nicht wirklich gelungen.
Verfasst: Do, 10. Mai 2012 13:29
von Finchen
AdrWgl hat geschrieben:Malwas hat geschrieben:Der Hufschmied war vor kurzem da, ich werd nochmal ein paar Fotos auch von der Seite machen.
Und eins von unten, bitte. Mag an der Perspektive liegen, aber ich finde die Hufbearbeitung nicht wirklich gelungen.
Ja, ganz wichtig - wenn die Hufbearbeitung nicht die Huffunktionalität unterstützt bzw sogar optimiert, dann helfen Mittelchen alleine nicht viel.
Verfasst: Do, 10. Mai 2012 22:46
von Bebe
Wie sieht es mit Alu wunder aus? Soll auch gut helfen und wird Empfohlen.
Auch Balistol Öl soll helfen?
Verfasst: Fr, 11. Mai 2012 08:30
von FoxOnTheRun
hm... Also die Strahlfurche finde ich jetzt nicht so dramatisch auf dem Foto. Sie ist da, aber da hab ich schon ganz andere Sachen gesehen.
Wenn man die Trachten ordentlich bearbeitet und dem Strahl platz macht, wird sich das Problem von allein lösen.
Verfasst: Fr, 11. Mai 2012 10:52
von lilalu
[quote="FoxOnTheRun"]hm... Also die Strahlfurche finde ich jetzt nicht so dramatisch auf dem Foto. Sie ist da, aber da hab ich schon ganz andere Sachen gesehen.
Wenn man die Trachten ordentlich bearbeitet und dem Strahl platz macht, wird sich das Problem von allein lösen.[/quote]
Es würde mich sehr gerne interessieren wie du die Trachten bearbeiten willst um das Problem zu lösen??!?!
Wenn ein huf untergeschobene und eingerollte Trachten hat wie in hier in dem Fall, dann heißt es das die trachten das meiste Last trägt, dH der schwerpunkt ist weiter nach hinten gewandert, würde man die trachten irgenwie bearbeiten würde die nächste katastrophe kommen. Bissl Aatomie: in dem hintere teil des Hufes sind nur die Hufknorpel hinter der wand (knorpel ist beweglich), deswegen wenn das Pferd die trachten mehr belastet, fagen an die trachten unterzuschieben weil eben die stabilität fehlt....aber die untergeschobene trachten sind auch nicht stabil also müssen sie sich einrollen um diese stabilität zu bekommen (um es besser zu verstehen nimmt man ein blatt papier und stellt man es schräg auf dem tisch... man sieht wenn man drückt das es nachgibt, würde man das blatt papier einrollen und auf dem tisch drücken wird man sehen das stabiler ist). In dem fall müsste man den huf helfen indem man die trachten entlastet, dh das problem warum die trachten überlastet sind zu beseitigen....die trachten zu bearbeiten ist ein absoluten tabu.
Verfasst: Fr, 11. Mai 2012 11:36
von FoxOnTheRun
Da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich würde die Trachten nicht weiten, aber ich würde sie etwas kürzen, wenn es der Huf zuläßt.
Verfasst: Fr, 11. Mai 2012 12:17
von lilalu
was heißt missverständlich.... ich hab doch gesagt bei untergeschobene u eingerollte trachten lass man die trachte in ruhe... kürzen darfst du nicht.... weil wie oben gesagt die trachten sind eingerollt und untergeschoben weil sie vermehrte Last aufnehmen müssen, das heisst auch vermehrter Abrieb würdest du die trachten kürzen, würde sich die tiefe Beugesehne, die Hufrolle, die gleichbeinen und die muskulatur des schulters unwohl fühlen. Pferde die untergeschobene Trachen stehen meist(nicht immer) in hyperextension (überstreckung der tiefe beugesehen ... die nicht elastisch ist), würde das Pferd bereits in eine hyperextension stehen und du kürzt die Trachten kann gut sein dass das Pferd garnicht mehr läuft....auch wenn man auf dem foto ein tragrandüberstand im hinteren bereich zu sehen ist heißt es nicht das man kürzen darf.... denn es kann gut sein das ein kein tragrandüberstand in der zehe ist...
Verfasst: Fr, 11. Mai 2012 13:29
von FoxOnTheRun
lilalu, nach welcher Methode arbeitest Du?
Verfasst: Fr, 11. Mai 2012 13:54
von Finchen
@lilalu:
definitiv ist deine "Methode" nicht die einzig möglich, untergeschobene Trachten können absolut durch Bearbeitung/Kürzung im Trachtenbereich "korrigiert" werden!
Auf dem Foto schwer zu erkennen, aber so wie es aussieht würde ich dort in jedem Fall die Trachte ein Stück wegnehmen.
Verfasst: Fr, 11. Mai 2012 14:17
von Maria Orange
Hallo Malwas,
ich kann aus eigener Erfahrung nur bestätigen, was bereits mehrfach angeführt wurde:
+
Die Hufbearbeitung muss der Huffunktionalität folgen.
+ Mittel können lediglich beim Veränderungsprozess (angepasste Hufbearbeitung) unterstützen.
+ Nicht das schärfste Mittel hilft am besten o. schnellsten. Ggf. reizt es die eh schon angegriffene / schwache Hornhaut zusätzlich, ist also kontra produktiv.
Zum 2. + :
Wir haben vor > 1 Jahr eine Stute mit Hufkrebs an 4 Hufen übernommen. Der Krebs wurde bis dato mit Kupfersulfat behandelt => erfolglos. Markant war hier auch der jeweils durch untergeschobene Trachten zusammengequetschte Strahl, wo es herrlich drin faulte. Nachhaltige Wirkung erzielten wir durch Wechsel der Hufbearbeitung. Die Stute wird seit ca. 2011 von einer Huforthopädin der DHG (Deutsche Huforthopädische Gesellschaft) bearbeitet. Und die Hufsituation hat sich enorm verbessert. An drei Hufen von Krebs nichts mehr zu sehen, an einem noch klägliche Reste.

Wir freuen uns so, weil wir auch sehen, dass es dem Pferd damit viel besser geht.
PS:
Bin auf deine Fotos auch ganz gespannt! Auf jeden Fall ist hier Abhilfe möglich und ehrlich:
Investiert euer Geld lieber in eine passende Hufbearbeitung als jetzt tausende Mittelchen durchzuprobieren.