"Reiten" bildlich erklären
Moderatoren: Julia, ninischi, Janina
"Reiten" bildlich erklären
In einem anderen Thread kammen wir eben darauf, dass manche RL so schön mit Bildern beschreiben und erklären können, was sie meinen.
MIR hilft so eine bildhafte Erklärung immer ganz gut, wenn ich mal eben auf dem Schlauch stehe... Daher ist das für mich ein sehr interessantes Thema.
Gibt es "Bilder" die Euch bei bestimmten Dingen weitergeholfen haben ?
MIR hilft so eine bildhafte Erklärung immer ganz gut, wenn ich mal eben auf dem Schlauch stehe... Daher ist das für mich ein sehr interessantes Thema.
Gibt es "Bilder" die Euch bei bestimmten Dingen weitergeholfen haben ?
Solange Menschen denken, dass Pferde nicht fühlen, müssen Pferde fühlen, dass Menschen nicht denken.
Tolle Idee! Danke!
Mein Lieblingsbild: Stell dir vor, du reitest durch ein Sonnenblumenfeld. Das bringt so eine schöne gelöste Stimmung. Bei uns ist "Sonnenblumen" zu einem Synonym für "geöffneten" Unterleib geworden, wie soll ich sagen, so dass die Energie aus der Körpermitte fließen kann.
Ähnlich ist: Du bist eine Prinzessin.
Oder: Du bist eine Marionette, der Kopf wird von einem Bindfaden ausbalanciert.
Auch sehr schön: Stell dir vor, du hälst in jeder Hand ein Sektglas mit langem Stiel. Es soll nicht runterfallen, aber auch nicht zerbrechen, und natürlich soll nichts vom kostbaren Sekt verschüttet werden.
Oder: Die äußere Hand ist so ruhig und stabil wie eine Leitplanke.
Oder: Die Hände wollen immer zum Pferdemaul, die Ellenbogen aber zum Oberkörper.
Mein Lieblingsbild: Stell dir vor, du reitest durch ein Sonnenblumenfeld. Das bringt so eine schöne gelöste Stimmung. Bei uns ist "Sonnenblumen" zu einem Synonym für "geöffneten" Unterleib geworden, wie soll ich sagen, so dass die Energie aus der Körpermitte fließen kann.
Ähnlich ist: Du bist eine Prinzessin.
Oder: Du bist eine Marionette, der Kopf wird von einem Bindfaden ausbalanciert.
Auch sehr schön: Stell dir vor, du hälst in jeder Hand ein Sektglas mit langem Stiel. Es soll nicht runterfallen, aber auch nicht zerbrechen, und natürlich soll nichts vom kostbaren Sekt verschüttet werden.
Oder: Die äußere Hand ist so ruhig und stabil wie eine Leitplanke.
Oder: Die Hände wollen immer zum Pferdemaul, die Ellenbogen aber zum Oberkörper.
Dann gibt es noch 2 Tipps, um doofe andere verbissene mit ihren Pferden kämpfenden Reiter in der Halle oder auf dem Reitplatz auszublenden, die einem die ganze Stimmung vermiesen:
1. Stell dir vor, die anderen Reiter haben alle eine rote Clownsnase auf.
2. Stell dir vor, du und dein Pferd seid in einer rosa Kaugummi-Blase, und nichts kann dorthin durchdringen.
1. Stell dir vor, die anderen Reiter haben alle eine rote Clownsnase auf.
2. Stell dir vor, du und dein Pferd seid in einer rosa Kaugummi-Blase, und nichts kann dorthin durchdringen.
Ach ja, und das "rückwärts Fahrrad fahren" hilft in jeder Gangart, ich würd fast sagen, in jeder Lebenssituation
Man kann damit ganz toll beschreiben, wie das Becken mitschwingen soll: In den Ecken macht die äußere Hüfte einen ovaleren Kreis, die Kreise können klein oder groß sein.....
Man bekommt ein Gefühl dafür, wie der Pferderücken sich bewegt.

Man bekommt ein Gefühl dafür, wie der Pferderücken sich bewegt.
Mir helfen solche Bilder nicht ganz so viel wie manch anderen - evtl. bin ich zu praktisch veranlagt für sowas
Darum hab ich wohl auch das Buch von Sally Swift nie ganz gelesen.
Ich stelle mir aber beim reiten öfter mal vor, wie wir (also Pferdi und ich) wohl für einen Zuschauer aussehen. Dann hol ich mir das Bild, wie es im Optimalfall aussehen sollte - das sogenannte Visualisieren.
Das hilft mir
Bei einem Sitzkurs kam aber mal eine Anregung zu den seitwärtstreibenden (Gewichts-)Hilfen. Man solle sich vorstellen auf dem Ziffernblatt einer Uhr zu sitzen. Die 12 ist (logisch) direkt vor einem. Wenn man dann sein Becken in Richtung der 2 oder 10 schiebt - das sind seitwärtstreibende Gewichtshilfen. So mancher hatte dabei den Aha-Effekt.
Ich bleib trotzdem lieber beim Bügel austreten


Darum hab ich wohl auch das Buch von Sally Swift nie ganz gelesen.
Ich stelle mir aber beim reiten öfter mal vor, wie wir (also Pferdi und ich) wohl für einen Zuschauer aussehen. Dann hol ich mir das Bild, wie es im Optimalfall aussehen sollte - das sogenannte Visualisieren.
Das hilft mir

Bei einem Sitzkurs kam aber mal eine Anregung zu den seitwärtstreibenden (Gewichts-)Hilfen. Man solle sich vorstellen auf dem Ziffernblatt einer Uhr zu sitzen. Die 12 ist (logisch) direkt vor einem. Wenn man dann sein Becken in Richtung der 2 oder 10 schiebt - das sind seitwärtstreibende Gewichtshilfen. So mancher hatte dabei den Aha-Effekt.
Ich bleib trotzdem lieber beim Bügel austreten

Reiter, die ihre Pferde frei lassen, sind es, welche die Genüsse der Reitkunst zu empfinden vermögen.
(Nuno Oliveira)
(Nuno Oliveira)
Celine hat geschrieben:Ach ja, und das "rückwärts Fahrrad fahren" hilft in jeder Gangart, ich würd fast sagen, in jeder LebenssituationMan kann damit ganz toll beschreiben, wie das Becken mitschwingen soll: In den Ecken macht die äußere Hüfte einen ovaleren Kreis, die Kreise können klein oder groß sein.....
Rückwärts Fahrad fahren - meine Erleuchtung !

Solange Menschen denken, dass Pferde nicht fühlen, müssen Pferde fühlen, dass Menschen nicht denken.
Ich kenne die Marionette, also mittig am Kopf aufgehängt sein und sich dadurch aufrichten.
Und der Baum, der mit seiner Krone in den Himmel wächst, einen geraden Stamm hat, der sich aber elastisch im Wind wiegen kann, und Wurzeln, die stabil und lang in die Erde wachsen.
edit:
das mit dem Dreirad, der Uhr und der Kaugummiblase finde ich gut.
Eigentlich nutze ich auch mehr das Visualisieren, also mir vor dem innern Auge vorzustellen, wie das aussehen sollte, was ich da gerade reite. Mache ich viel zu selten, aber wenn, dann funktioniert da eigentlich ganz gut. Ich "arbeite" auch weniger auf dem Pferd, wenn ich mir vorstelle, wie ich mich gerne von außen betrachtet reiten sehen würde. Hilfen zu denken finde ich dabei auch gut.
Und der Baum, der mit seiner Krone in den Himmel wächst, einen geraden Stamm hat, der sich aber elastisch im Wind wiegen kann, und Wurzeln, die stabil und lang in die Erde wachsen.
edit:
das mit dem Dreirad, der Uhr und der Kaugummiblase finde ich gut.
Eigentlich nutze ich auch mehr das Visualisieren, also mir vor dem innern Auge vorzustellen, wie das aussehen sollte, was ich da gerade reite. Mache ich viel zu selten, aber wenn, dann funktioniert da eigentlich ganz gut. Ich "arbeite" auch weniger auf dem Pferd, wenn ich mir vorstelle, wie ich mich gerne von außen betrachtet reiten sehen würde. Hilfen zu denken finde ich dabei auch gut.
Ein Bild, was ich verinnerlicht habe: sich vorstellen, wie die Füße sanft durch den Hallensand streichen - macht ein lockeres, langes Bein
Und zwar kein Bild, aber sehr nützlich, wenn sich ein Pferd mal mächtig aufregt: zu gähnen beginnen, einfach so tun, als würde man gähnen (man fängt schnell richtig an). Wirkt Wunder.
Medora

Und zwar kein Bild, aber sehr nützlich, wenn sich ein Pferd mal mächtig aufregt: zu gähnen beginnen, einfach so tun, als würde man gähnen (man fängt schnell richtig an). Wirkt Wunder.
Medora
Das funktioniert auch mit lachen!
Wenn mein Stinker mal etwas stinkig ist und seine 5 Minuten hat, dann fall ich eher vor lachen runter als von seinen Bucklern.
Also - wenn mal was nicht gleich funzt, einfach lachen!!
Wenn mein Stinker mal etwas stinkig ist und seine 5 Minuten hat, dann fall ich eher vor lachen runter als von seinen Bucklern.
Also - wenn mal was nicht gleich funzt, einfach lachen!!

Reiter, die ihre Pferde frei lassen, sind es, welche die Genüsse der Reitkunst zu empfinden vermögen.
(Nuno Oliveira)
(Nuno Oliveira)
Den Bindfaden am Scheitel, der einen hochzieht / aufrichtet wie eine Marionette, kenn ich auch, ebenso das Radfahren rückwärts und die Beine, die im Sand mitschlurfen.
Ansonsten sollten wir im Unterricht immer wie Könige reiten: stolz und aufrecht, mit einem huldvollen, freundlichen Lächeln ins Volk.
Ich hab mal eine Bildunterschrift zu einem Oliveira-Foto gelesen:
"Er ritt seine Pferde wie ein König und seine Pferde trugen ihn wie einen König." Schön, oder?
Noch was fällt mir ein: Mein Pferd war immer sehr schwierig am Hufschlag zu halten, es drängte immer nach innen und da sollte ich mir vorstellen, dass ich in einem Graben reite.
Zur rosa Kaugummiblase: Wir sollten uns vorstellen, unter einer Käseglocke zu reiten.
Und wenn irgendwas gar nicht klappt, anhalten, kurz durchschnaufen, "innerlich" absteigen und nochmal von vorne anfangen.
Ein schöner Thread übrigens.
Ansonsten sollten wir im Unterricht immer wie Könige reiten: stolz und aufrecht, mit einem huldvollen, freundlichen Lächeln ins Volk.
Ich hab mal eine Bildunterschrift zu einem Oliveira-Foto gelesen:
"Er ritt seine Pferde wie ein König und seine Pferde trugen ihn wie einen König." Schön, oder?
Noch was fällt mir ein: Mein Pferd war immer sehr schwierig am Hufschlag zu halten, es drängte immer nach innen und da sollte ich mir vorstellen, dass ich in einem Graben reite.
Zur rosa Kaugummiblase: Wir sollten uns vorstellen, unter einer Käseglocke zu reiten.
Und wenn irgendwas gar nicht klappt, anhalten, kurz durchschnaufen, "innerlich" absteigen und nochmal von vorne anfangen.
Ein schöner Thread übrigens.

"Reiten Sie Ihr Pferd glücklich." - Nuño Oliveira
Das kenne ich auch, aber eher von den Alltagsklamotten. Bei Schlapperpulli und -Jeans latsche ich auch eher durch die Gegend. Habe ich aber mal was schickes, enges oder elegantes an, dann schreite ich eher durch die Gegend.kallisto hat geschrieben:Also bei mir macht auch viel die Kleidung aus. Wenn ich einen "Lümmelpullover" trage, dann lasse ich die Schultern viel mehr hängen. Trage ich dagegen eine Weste, sitze ich viel gerader. Warum auch immer![]()
LG Susi

Ein Bild was ich gerne Reitschülern erzähle ist: "Denke, du hast einen Spatz in der Hand. Machst du die Hand zu weit auf, ist der Vogel weg. Drückst zu fest zu, dann war 's das mit dem Piepmatz."
Bei dem Kurs von Desmond O'Brien hörte ich von ihm:" Stell dir ganz doll vor, wie dein Pferd und du mit einander harmoniert, wie ihr ausseht, wie es aussehen soll/könnte."
Außerdem sagte er zu einer Bekannten, die gerne nach unten schaute: "Schau in die blauen Augen deines Freundes."

Und noch ein drittes tolles Bild sagte er, weil wir alle mehr oder weniger Probleme mit der Atmung bzw dem Ausatmen hatten:"Stellt euch vor, ihr habt einen Termin beim Zahnarzt. Wer geht schon gerne dahin? Ihr wartet also angespannt auf euren Aufruf. Da kommt die Schwester ins Wartezimmer und sagt, dass das heute nix mit Zahnarzt ist. Was macht ihr, ja genau, ihr werdet ganz tief ausatmen."

Das Marionettenbild verwende ich auch sehr gerne.
"Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen." Erich Kästner
Liebe Grüße
MANU
Liebe Grüße
MANU